Altersrückstellungen in der privaten Krankenversicherung

Altersvorsorge-Pflicht für Selbständige ab 2013 – Zwischenstand

In den vergangenen Monaten wurde viel über dieses Thema geschrieben und diskutiert. Ab dem nächsten Jahr sollen Selbständige dazu verpflichtet werden, sich um ihre private Altersvorsorge zu kümmern und eine Privatversicherung zur Absicherung des Ruhestands abzuschließen – oder Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zu zahlen.

Noch ist es jedem Selbständigen oder Freiberufler selbst überlassen, seine Altersvorsorge über eine private Versicherung oder die gesetzliche Rentenversicherung zu planen.

Da viele selbständig Tätige nicht genügend für die finanzielle Sicherung ihres Ruhestandes unternehmen (von 4,3 Millionen Selbständigen sind gut 3 Millionen nicht abgesichert) und somit von der Altersarmut bedroht sind, beschloss die Regierung die Altersvorsorge-Pflicht für Selbständige.

Wie soll diese neue Regelung aussehen?

Bisher war im Gespräch, dass alle Selbständigen unter 30 Jahren von diesem Gesetz betroffen sein werden. Für alle Selbständigen zwischen 30 und 50 Jahren sollen abgeschwächte Regelungen gelten. Und wer über 50 Jahre alt ist oder weniger als 400 Euro pro Monat verdient, ist von der Altersvorsorge-Pflicht nicht betroffen.

Außerdem sollte ein Pauschalbetrag von 400 Euro pro Monat für eine solche Absicherung fällig werden. In neueren Presseberichten stehen dagegen moderatere Absichten.

Danach gelten zunächst einmal Übergangsfristen von drei bis fünf Jahre nach der Unternehmensgründung, in denen die Altersvorsorge-Pflicht nicht gleich umgesetzt werden muss. Existenzgründer müssen also nicht sofort einen bestimmten Betrag Monat für Monat zurücklegen. Genauso wenig gibt es Pläne für einen pauschalen Monatsbetrag von 400 Euro.

Jeder Selbständige hat die freie Wahl, wie er sich fürs Alter finanziell absichern möchte – entweder in der gesetzlichen Rentenversicherung, privat oder über eine Lebensversicherung.

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Über 80.000 Bürger und Bürgerinnen wehren sich in einer Online-Petition gegen diesen anstehenden Rentenversicherungszwang. Dadurch seien viele junge Freiberufler in ihrer Existenz bedroht.

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