Versicherungen

Deutsche wissen noch nicht richtig über Unisex-Tarife Bescheid

Ende des Jahres 2012, genauer gesagt, am 21. Dezember, treten für Versicherungen Unisex-Tarife in Kraft.

Denn vor über einem Jahr hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass für Frauen und Männer unterschiedliche Versicherungstarife diskriminierend seien.

Knapp fünf Monate vor diesem Stichtag wissen viele Bundesbürger mit dem Begriff Unisex-Tarif und seinen Auswirkungen nicht viel anzufangen bzw. fühlen sich zu diesem Thema schlecht oder nicht ausreichend informiert.

Die Continentale-Versicherung hat diesbezüglich eine Umfrage gestartet, deren Ergebnis zeigte, dass nur 17 Prozent gut und umfassend zum Thema Unisex-Tarife informiert sind.

In vielen Umfragebereichen gaben die Befragten falsche Antworten. So wurden sie befragt, ob in bestimmten Versicherungsbereichen die Versicherungen für Männer oder für Frauen teurer werden. Nirgendwo gab die Mehrheit die richtige Antwort.

Generell gilt bei Unisex-Tarifen, dass die Rentenversicherung für Männer teurer wird, genauso wie die privaten Krankenversicherung.

Dagegen müssen die Frauen mit teureren Risikolebensversicherungen und KFZ-Versicherungen rechnen.

Die meisten der Umfrage-Teilnehmer (55 Prozent) wünschen sich eine ausführliche und persönliche Beratung von einem Versicherungsvertreter zu den anstehenden Unisex-Tarifen. Nur 21 Prozent legen keinen Wert auf ein Beratungs- oder Informationsgespräch.

Diese Umfrage wurde im Rahmen der seit 2000 jährlich durchgeführten Continentale-Studie erstellt. 1.285 Personen ab 25 Jahren wurden dafür  telefonisch interviewt. Die Telefonbefragungen führte das Meinungsforschungsinstitut TNS-Infratest durch.

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