Berufsunfähigkeit

Frauen zahlen höhere Beiträge in die Berufsunfähigkeitsversicherung

Das Versicherungsportal Check24.de hat nach einer Auswertung festgestellt, dass Frauen bis zu 39 Prozent mehr für eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlen.

Allerdings wird dieser Beitragsunterschied ab dem 21. Dezember 2012 ein Ende haben, denn der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass von diesem Datum an die Versicherungen Unisex-Tarife anbieten müssen.

Das heißt, dass Mann und Frau gleich hohe Versicherungsbeiträge zahlen, da unterschiedliche Tarife als diskriminierend bewertet werden.

Frauen mussten bisher wegen der größeren Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit höhere Beiträge zahlen.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist vor allem auch für Selbständige und Freiberufler sehr wichtig, denn die gesetzliche Erwerbsunfähigkeitsrente ist ohnehin in ihrer Höhe so niedrig angesetzt, dass die finanzielle Versorgung nicht ausreichend abgesichert ist.

Außerdem erhält man nur eine Erwerbsunfähigkeitsrente, wenn man über einen bestimmten Zeitraum in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt hat. Und da Selbständige häufig privat rentenversichert sind, entfällt auch der Anspruch auf die Erwerbsunfähigkeits- bzw. Erwerbsminderungsrente.

Tritt bei einem Selbständigen oder Freiberufler wirklich eine Berufsunfähigkeit ein, dann kann ein finanzieller Absturz ins Bodenlose drohen. Aus diesem Grund sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu den „Pflichtversicherungen“ von Selbständigen gehören. Wichtig beim Abschluss einer BU ist, dass sie bei Auszahlung zumindest einen normalen Lebensstandard sichert.

Es lohnt sich daher, auch verschiedene Angebote von BU-Versicherungen einzuholen und die Tarife zu vergleichen. Da eine BU nicht gerade billig ist, sollten Sie nicht überstürzt eine Versicherung abschließen, sondern sich neben dem Einholen von Angeboten auch mit einem unabhängigen Versicherungsmakler besprechen.

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