Freiwillige Arbeitslosenversicherung: Angeblich Rauswurf nach Einstellung der Beitragszahlungen möglich

Freiwillige Arbeitslosenversicherung: Angeblich Rauswurf nach Einstellung der Beitragszahlungen möglich

Auch wenn ich es bisher anders gehört habe, so soll es doch möglich sein, dass Selbständige, die die Beiträge zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung (auch jetzt Antragspflichtversicherung) drei Monate lang nicht zahlen, aus der Versicherung ohne Ermahnung rausgeworfen werden.

Der Versicherungsschutz ist damit auch hinfällig. So ist es einer Existenzgründerin ergangen, die den Zahlungen drei Monate lang nicht nachkam und schließlich aus der Versicherung rausflog.

Ihre Argumentation, dass dies eine beispiellose Härte wäre und die Bundesagentur für Arbeit sie zumindest einmal hätte anmahnen müssen, bevor ihr die Versicherung gekündigt wurde, wurde vom Bundessozialgericht Kassel als nicht vertretbar angesehen (Az: B 12 AL 2/09 R).

Empfehlenswert ist daher, einen Dauerauftrag einzurichten. So kommt man nicht in die Gefahr, die monatliche Überweisung mal zu vergessen, was ja durchaus mal passieren kann.

Ich selbst kann mir aber nicht vorstellen, dass man nach Zahlungseinstellung so einfach aus der freiwilligen Arbeitslosenversicherung rausfliegt. Ganz einfach deshalb, da die Versicherungsbeiträge in diesem Jahr deutlich angestiegen sind (38,33 Euro im Westen Deutschlands) und sich nochmals im nächsten Jahr 2012 auf gut 76 Euro verdoppeln.

Außerdem sind freiwillig Versicherte ab diesem Jahr fünf Jahre pflichtversichert. Damit wäre ja das obige Urteil sozusagen sehr willkommen für alle, denen irgendwann die Beiträge zu hoch sind oder denen die lange Bindung an die freiwillige Arbeitslosenversicherung gegen den Strich geht.

So könnte man dann einfach nicht mehr zahlen und schon wäre man drei Monate später von den Pflichten befreit. Das ist doch wohl nicht im Sinne der Bundesagentur für Arbeit, Zahlungssäumige so schnell aus dem fünfjährigen Pflichtversicherungszeitraum zu entlassen.

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Da ich dazu auch noch Wissenslücken habe, werde ich mich zu diesem Thema bei der Bundesagentur für Arbeit kundig machen und das Ergebnis hier veröffentlichen.

(Bildquelle Artikelanfang: © Markus Bormann #20155544/Fotolia.com)