Pflegeversicherung für Selbständige

Pflegeversicherung schützt nicht vor Altersarmut

Sollten Sie im Alter pflegebedürftig werden, sind Sie nicht ausreichend vor Altersarmut geschützt. Benötigen Sie beispielsweise sogar Betreuung rund um die Uhr, dann werden im Durchschnitt ungefähr 3000 Euro an die jeweilige Pflegeeinrichtung gezahlt. Davon übernimmt die gesetzliche Pflegeversicherung etwas mehr als die Hälfte. Für die andere Hälfte müssen Sie mit Ihrem Privatvermögen oder Ihrer Rente aufkommen.

Die Bundesregierung will in diesem oder im nächsten Jahr die gesetzliche Pflegeversicherung grundlegend reformieren, was bedeutet, dass neben der gesetzlichen Versicherung noch eine zweite private Versicherung, die staatlich gefördert wird, hinzukommen soll.

Dennoch wird eine umfassende Reform der Pflegeversicherung mehr Geld für Pflegebedürftige bedeuten. Die Kosten für Heimunterbringung und -pflege werden also auch nicht in Zukunft vollständig von der gesetzlichen Pflegeversicherung aufgebracht.

Da unsere Gesellschaft zunehmend altert und die Zahl der Pflegebedürftigen bis 2050 sich fast verdoppelt, raten Experten zu einer privaten Absicherung, um im Alter nicht von Kinder oder Staat abhängig zu sein.

Wer sich privat absichern will, der sollte allerdings einiges beachten, so zum Beispiel dass die Versicherungsbeiträge zur privaten Pflegeversicherung mit Anstieg des Lebensalters ansteigen werden.

Es gibt drei verschiedene Arten von privaten Pflegeversicherungen:

1. Pflegekostenversicherung: Diese Versicherung orientiert sich an den tatsächlich anfallenden Kosten für die Pflege. Je nach gewählten Tarif können die nach Abzug der gesetzlichen Pflegeleistungen bleibenden Kosten anteilig oder sogar vollständig übernommen werden.

2. Pflegerentenversicherung: Diese Versicherungsart ist eine Kombination aus Sparvertrag und Versicherung. Das heißt, über einen bestimmten Zeitraum sparen Sie Beträge an, die dann als fest vereinbarte Pflegerente im Pflegefall ausgezahlt werden.

3. Pflegetagegeldversicherung: Diese Versicherung zahlt im Falle der Pflegebedürftigkeit ein vorher vertraglich vereinbartes, tägliches Pflegegeld. Der volle Tagessatz wird meist erst bei Pflegestufe 3 ausgezahlt.

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(Bildquelle Artikelanfang: #7127001 – © Lisa F. Young/Fotolia.com)