Wichtiges zur Krankentagegeld-Versicherung

Private Krankenversicherung: Vorerkrankungen immer angeben

Ein konkreter Fall hat es mal wieder gezeigt. Wer beim Wechsel in eine PKV nicht vollständig seine Krankheitsgeschichte und mögliche Vorerkrankungen angibt, dem kann sogar das Versicherungsverhältnis gekündigt werden.

Der Fall gestaltete sich folgendermaßen: Eine Frau wechselte in die PKV und ließ die Angaben zur Gesundheitsprüfung von ihrem Versicherungsvertreter ausfüllen, sodass die Eintragungen nicht vollständig und korrekt waren. Hätte sie alles angegeben, hätte die private Krankenversicherung sie überhaupt nicht angenommen, gerade wegen der schwerwiegenden (und wohl behandlungs- und damit kostenintensiven) Vorerkrankungen.

Als sie später Behandlungskosten zur Übernahme an die PKV sendete, verweigerte diese erst einmal die Bezahlung und kündigte ihr auch noch. Die Begründung des Versicherungsunternehmens sah so aus, dass die Frau ihre Krankenversicherung nicht vollständig über die mehreren vorliegenden Vorerkrankungen informiert hätte. Wie das Gericht über diesen Fall letztendlich entscheiden wird, steht noch aus.

Allerdings ist immer zu empfehlen, genaueste Angaben zum Gesundheitszustand zu machen, wenn man die Krankenversicherung wechselt. Auch unbeabsichtigte Fehlinformationen werden genauso strikt von der PKV geahndet wie vorsätzliche Täuschungen.

Kostenübernahmen im Vorfeld abklären

Ebenfalls wichtig vor dem Vertragsabschluss sollte die Klärung sein, welche Kosten die PKV überhaupt übernimmt. Nur so können Sie vermeiden, dass im Nachhinein bestimmte Behandlungskosten nicht von der privaten Krankenversicherung bezahlt werden und Sie darauf sitzen bleiben. Das heißt, dass Sie sich den Versicherungsvertrag genauestens durchlesen sollten, am besten mindestens zweimal.

Treten bei manchen Formulierungen Unklarheiten auf, sollten Sie mit dem Versicherungsunternehmen Rücksprache halten und Klarheit über Ihren Versicherungsschutz schaffen.

Wer sich bei einem Wechsel in die PKV unsicher fühlt, ob der gewünschte Tarif einschließlich der darin enthaltenen Leistungen der richtige für ihn ist, kann auch einen unabhängigen Versicherungsberater heranziehen und diesen nach seiner Meinung befragen.

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Es lohnt sich auch, vorab einen PKV-Vergleich auf PKV-Kompass.de durchzuführen.

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