Versicherungen

Private Zusatzversicherungen – Teil 1: Zahnzusatzversicherung

Wer als Selbständiger in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichert ist, kann seine Krankenversicherungsleistungen durch private Zusatzversicherungen erweitern.

Eine beliebte Zusatzpolice ist die Zahnzusatzversicherung. Sie lohnt sich vor allem für GKV-Mitglieder, die die hohen zusätzlichen Kosten für hochwertigen Zahnersatz (Kronen, Brücken, Implantate) nicht alleine tragen wollen. Zwischen 35 und 50 Prozent müssen GKV-Versicherte bei solchen Behandlungen selbst übernehmen.

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt bei Zahnersatzbehandlungen ja immer nur einen festgelegten Beitrag, der sich über den zahnmedizinischen Befund definiert.

Die Kosten für Zahnersatzbehandlungen belaufen sich schnell in einen vierstelligen Betrag, den der Versicherte dann selbst aufbringen muss.



Unterschiedliche leistungsstarke Tarife

Wer sich wirklich für eine Zahnzusatzversicherung entscheidet, sollte sich im Voraus genau überlegen, wie viel er bei Zahnersatz selbst hinzuzahlen will oder kann.

Viele Versicherungen übernehmen nicht 100 Prozent der Kosten für Zahnersatz, sondern oft nur 80 Prozent, dagegen werden meist die vollen Kosten für Zahnbehandlungen und Zahnreinigungen erstattet.

Je leistungsstärker der Tarif ist, desto höher sind verständlicherweise die monatlich zu zahlenden Versicherungsbeiträge.

Unabhängige Experten von Stiftung Warentest haben im Jahr 2012 verschiedene Zahnzusatzversicherungen und ihre Leistungen getestet und befanden von 110 Anbietern nur 16 für sehr gut.

Wer sich für diese Auswertung interessiert, findet auf Test.de eine umfassende Ergebnisliste, die man für 2 Euro freischalten kann.

Für welche Zahnzusatzversicherung entscheiden?

Auf dem Versicherungsmarkt haben sich unterschiedliche Zahnzusatzversicherungen für verschiedene Ansprüche entwickelt. So gibt es Zahnzusatzversicherungen mit Höchstleistungen für Zahnersatz für all diejenigen, die die Absicherung gegen Zahnersatzkosten als sehr wichtig ansehen.

Man kann auch eine Zahnzusatzversicherung für Kinder abschließen. In diesen Policen liegt der Schwerpunkt auf kieferorthopädischen Behandlungen statt Zahnersatz.

Weitere Zusatzversicherungen  leisten bei professioneller Zahnreinigung, mitversichern schon fehlende Zähne oder übernehmen Behandlungskosten nach geringer Wartezeit.

Dazu sollte noch ein Hinweis erfolgen: Wer eine Zahnzusatzversicherung abschließt, kann in den allermeisten Fällen nicht gleich Anspruch auf Leistungen erheben. Für Zahnersatz beträgt die Wartezeit meist acht Monate. So lange müssen Sie in der Versicherung sein, bevor Sie Kostenerstattungen beantragen können.

Bereits begonnene Behandlungen sind generell vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Die Versicherungsgesellschaften definieren den Behandlungsbeginn als den Zeitpunkt, wenn der Arzt dem Patienten die Diagnose mitteilt.

Wichtiges zur Zahnzusatzversicherung

Frühzeitig absichern: Wenn Sie schon kurz davor sind, Zahnersatz zu bekommen, erhalten Sie nicht gleich die Kostenerstattung (s.o.). Außerdem werden in den ersten drei bis sechs Jahren der Versicherung bei Zahnersatzbehandlungen oft nur begrenzte Beträge erstattet.

Testsieger bei Stiftung Warentest: Tarif EZ+EZT von HanseMerkur – 43-jährige Frauen zahlen im Monat 19 Euro, 43-jährige Männer 18 Euro pro Monat.

Auch der Tarif von central.prodent ist mit 24 Euro für 43-jährige Frauen und 21 Euro für 43-jährige Männer sehr günstig.

Nicht übereilt die Versicherung wechseln: Steigen die Beiträge an, sollten Sie einen günstigeren Tarif Ihrer Versicherungsgesellschaft wählen.

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