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Welche Rentenversicherungen gibt es für Selbständige? Teil 1: Die Rürup-Rente

Rürup Rente

Da man als Selbständiger oder Freiberufler nicht verpflichtet ist, Rentenversicherungsbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen, kann man sich frei entscheiden, ob man eine private Rentenversicherung abschließt oder nicht.

Gerade am Anfang der Selbständigkeit werden viele auf eine private Rentenversicherung verzichten, weil die Einnahmen noch gering sind und man zuerst einmal schauen muss, wie man das Wichtigste, nämlich seinen Lebensunterhalt mit den Einnahmen finanzieren kann. Dann muss man ja auch noch Beiträge für die Krankenversicherung zahlen, denn diese Versicherung ist eine Pflichtversicherung.

Dennoch sollten Sie in Ihrer Selbständigkeit auch an eine Rentenversicherung denken, um im Alter nicht von ALG II abhängig zu werden.

Rürup-Rente für Selbständige

Eine mögliche Altersvorsorge für Selbständige ist die staatlich geförderte Rürup-Rente, die auch als Basisrente geläufig ist und eine kapitalgedeckte Form der Altersvorsorge darstellt. Ab dem 60. Lebensjahr können Sie sich die Rente auszahlen lassen. Allerdings darf der über die Jahre angesparte Geldbetrag nicht auf einmal ausgezahlt werden, weil die Rürup-Rente keine Option des Kapitalwahlrechts besitzt.

Die Beiträge für die Rürup-Rente können Sie von der Steuer absetzen. Sollten Sie doch irgendwann von Insolvenz bedroht sein, so bleibt das angesparte Kapital unpfändbar. Und auch bei Arbeitslosigkeit und Hartz IV wird das angesparte Vermögen nicht angetastet.

Im Moment können die Beiträge zur Rürup-Rente bis zu einem Betrag von 20.000 Euro bei Alleinstehenden bzw. 40.000 Euro bei Ehepaaren als Sonderausgaben von dem zu versteuernden Einkommen abgezogen werden.

Im Gegensatz zur Riester-Rente bekommen Sie bei einer Rürup-Rente keine staatlich geförderten Zulagen, aber die attraktive Absetzbarkeit von Ihren Einnahmen können Sie auf irgendeine Art und Weise als staatliche Förderung ansehen, denn dadurch vermindert sich Ihr zu versteuerndes Einkommen.

Normalerweise sind die eingezahlten Beträge im Todesfall nicht übertragbar. Wenn Sie aber wollen, dass Ihre Familie etwas abgesichert ist, dann vereinbaren Sie in der Ansparphase eine Beitragsrückgewähr. So erhalten Ihre Angehörigen im Falle Ihres Todes eine kleine Hinterbliebenenrente.

Wenn die Rürup-Rente ausgezahlt wird, müssen die Renten-Leistungen voll besteuert werden. Bis 2020 steigt der steuerpflichtige Prozentsatz jährlich um zwei Prozent, was heißt, dass Menschen, die im Jahr 2011 in Rente gehen, 62 Prozent der Rürup-Rente versteuern müssen, 2012 64 Prozent usw. Ab 2040 werden dann die Leistungen für erstmals ausgezahlte Rürup-Renten voll versteuert.

Verschiedene Produktvarianten der Rürup-Rente

Die Rürup-Rente gibt es in verschiedenen Produktvarianten, so vor allem als sichere Anlage in klassische Rentenversicherungen oder aber mit mehr Rendite, aber auch mit mehr Risiko als fondsgebundene Varianten oder Investment-Produkte.

Ihre eingezahlten Beiträge werden angespart und nicht weitergeleitet in die gesetzliche Rentenkasse. So erhalten Sie auf alle Fälle Ihren angesparten Betrag mit dem Eintritt ins Rentenalter zurück.

Da es bei der Rürup-Rente so viele Varianten und Tarifmodelle gibt, empfiehlt sich eine umfassende Beratung auf jeden Fall.

Vorab können Sie kostenlos verschiedene Tarife der Rürup-Rente vergleichen.

(Bildquelle Artikelanfang: #17195833 © mopsgrafik/Fotolia.com)

Eine Antwort zu “Welche Rentenversicherungen gibt es für Selbständige? Teil 1: Die Rürup-Rente”

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