Lebensversicherung

Wichtiges zur Kapitallebensversicherung

Man unterscheidet bei der Lebensversicherung zwischen zwei verschiedenen Versicherungsmodellen:

Einmal gibt es die Risikolebensversicherung, die nur im Todesfall der versicherten Person Leistungen an die Hinterbliebenen zahlt, und einmal gibt es die Kapitallebensversicherung, die gerne als eine Altersvorsorge-Variante von vielen Selbständigen, aber auch Angestellten genutzt wird.

Mit dieser Lebensversicherung-Variante lässt sich neben der Familienabsicherung im Todesfall auch Kapital anhäufen, das Sie mit Eintritt in den Ruhestand ausgezahlt bekommen.

Die Kapitallebensversicherung garantiert eine gesetzliche Mindestverzinsung von 1,75 Prozent, darüber hinaus erhalten Sie von der Versicherungsgesellschaft einen Teil der erzielten Gewinne. Das heißt, je erfolgreicher das Unternehmen wirtschaftet, desto höher fallen Ihre Überschussbeteiligungen aus, was sich positiv auf Ihre spätere Rentenauszahlungen auswirkt.

Bei Versicherungsabschluss können Sie die Laufzeit und Beitragshöhe individuell festlegen. Je länger die Laufzeit und höher die Beiträge ausfallen, desto höher wird auch später die Rentenzahlung für Sie sein. Ebenfalls können Sie sich entscheiden, ob Sie eine jährliche Anhebung der Versicherungsbeiträge wollen (Dynamisierung) oder nicht.

Wie gestalten sich die Kosten einer Kapitallebensversicherung?

Die Versicherungsbeiträge der Kapitallebensversicherung gliedern sich generell in drei Teile, den Sparanteil, den Risikoanteil und die Verwaltungs- und Vertriebskosten des Versicherungsunternehmens.

Der Sparanteil ist der größte Posten und wird für Ihre spätere Rentenzahlung eingesetzt. Der Risikoanteil definiert sich über Ihr Sterberisiko, das von Ihrem Gesundheitszustand und Ihrem Alter abhängt. Wenn Sie noch recht jung sind, dann fällt dieser Anteil deutlich niedriger aus, als wenn Sie schon über 50 sind und erst dann eine Kapitallebensversicherung abschließen. Der dritte Posten, die Verwaltungs- und Vertriebskosten der Versicherungsgesellschaft, gestaltet sich bei jedem Unternehmen unterschiedlich hoch.

Lesen  Berufsunfähigkeitsversicherung: Neues Urteil um Verweisungsstreit

Aus diesem Grund sollten Sie bei der Wahl der für Sie besten Versicherung sich bei Versicherungsmakler informieren, wie das jeweilige Unternehmen mit seinem Geld wirtschaftet.

Empfehlenswert ist auch, eine Versicherungsgesellschaft auszuwählen, die nicht auf einer Gesundheitsprüfung des Versicherungsnehmers besteht.

Besteuerung der Erträge aus der Kapitallebensversicherung

Seit dem 1. Januar 2005 wurde für den Abschluss von Kapitallebensversicherungen eine Neuregelung zur Besteuerung eingeführt, die mit dem Auszahlungszeitpunkt fällig wird. Versicherungen, die vor dem 31.12.2004 abgeschlossen wurden, sind von der Neuregelung nicht betroffen.

Die Regelung gestaltet sich folgendermaßen: Die eingezahlten Beiträge werden von dem Auszahlungsbetrag abgezogen. Die Differenz (der sogenannte Ertrag) unterliegt schließlich der Einkommensteuer.

Geht die Laufzeit der Versicherung mindestens über 12 Jahre und beginnt die Auszahlung erst nach dem 60. Lebensjahr, so muss man nur die Hälfte des Ertrags versteuern.

Werden die  Versicherungsleistungen durch einen Todesfall gezahlt, bleiben diese steuerfrei, allerdings kann dann die Erbschaftssteuer greifen. Darüber hinaus können seit dem 1. Januar 2005 die Versicherungsbeiträge nicht mehr steuerlich geltend gemacht werden.

Mehr zu diesem Thema erfährt man auch im Versicherungsmagazin “VERSICHERUNGO“.

(Bildquelle Artikelanfang: © Alina Isakovich #15263907 /Fotolia.com)