Altersvorsorge-Pflicht für Selbständige ab 2013 - Neuigkeiten

Wissenswertes zur Altersvorsorge für Selbständige

Je früher man mit der Planung seiner Altersvorsorge anfängt, desto mehr Geld hat man im Alter zur Verfügung. So lautet jedenfalls die allgemeine Meinung zu diesem Thema.

Dass ein sehr langer Sparzeitraum aber auch Risiken verbirgt, das wissen nur die wenigsten. Denn niemand weiß genau, wie alt er wirklich wird und welche Entwicklung sein berufliches und privates Leben nimmt. Plant man eine zusätzliche Rente bis zu seinem 75. Lebensjahr und wird dann deutlich älter, muss man wohl noch einige Jahre ohne weitere private Rentenzahlungen auskommen.

Außerdem ist es wichtig zu überdenken, ob der monatlich zu zahlende Sparbetrag für die private Altersvorsorge auch ausreicht, wenn entscheidende Änderungen im Leben eintreten, beispielsweise wenn eine Frau eine Babypause einlegt oder man plötzlich weniger verdient. Hier sollte man wirklich einen unabhängigen Versicherungsexperten zu Rate ziehen, um möglichst wenig Verluste im Ruhestand hinnehmen zu müssen.

Doch was sind nun die besten Anlagestrategien, um im Alter finanziell ausreichend versorgt zu sein, und wann sollte man mit der privaten Altersvorsorge beginnen?

Umfragen haben gezeigt, dass die Deutschen generell zu spät anfangen, für ihren Lebensstandard im Alter Geld anzusparen. Es wird empfohlen, im Alter mindestens 70 Prozent seines letzten beruflichen Nettoeinkommens erreichen zu können, sodass man für diesen Betrag schon am besten mit 20 Jahren anfängt zu sparen.

In jungen Jahren monatliche Belastung noch recht gering

Denn wenn ein 20-Jähriger bei Renteneintritt eine private Zusatzrente von 100 Euro monatlich mit einer Rentengarantiezeit von zehn Jahren bekommen möchte, muss er in der Ansparzeit monatlich gut 16 Euro in die private Rentenversicherung einzahlen.

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Will er sogar eine monatliche private Zusatzrente von 1000 Euro, dann muss er mit einem Monatsbeitrag von knapp 150 Euro rechnen.

Wer mit 30 Jahren anfängt, eine private Rentenversicherung abzuschließen,  muss für 100 Euro mehr im Ruhestand ca. 25 Euro monatlich zahlen, für 1000 Euro mehr im Alter sogar ca. 235 Euro Monatsbeitrag. Bei Frauen liegen die Versicherungsbeiträge noch etwas höher wegen ihrer höheren Lebenserwartung.

Wie man an diesen Beiträgen erkennen kann, wird es schließlich für über 40-Jährige unmöglich, an eine entsprechende private Zusatzrente zu gelangen, ohne eine große finanzielle Belastung in der Ansparphase hinzunehmen. Ein 50-Jähriger müsste für eine private Rente von 1000 Euro mehr als 750 Euro monatlich in die private Rentenversicherung einzahlen.

Aktien bringen deutlich höhere Rendite, aber auch größere Schwankungen

Wer einen bestmöglichen Ertrag aus seiner privaten Altersvorsorge herausholen möchte, wird daher um einen Aktienanteil im Versicherungsportfolio nicht herumkommen, da Tages- und Festgeld sehr unattraktiv verzinst sind. Auch Staatsanleihen sind in den letzten Jahren kaum noch eine Alternative wegen ihrer immer geringer ausfallenden Renditen (ca. zwei Prozent).

Die Höhe des Aktienanteils sollte sich dabei nach dem Lebensalter des jeweiligen Versicherten richten, d. h. je jünger man ist, desto größer kann der Aktienanteil ausfallen.

Es gibt eine Standardformel, die folgendermaßen lautet: 100 minus das Alter ergibt den empfehlenswerten Aktienanteil.

So sollte also ein 20-Jähriger eine Aktienquote von 80 Prozent nicht scheuen. Über einen langen Zeitraum lassen sich Rückschläge auf dem Aktienmarkt besser ausgleichen als wenn der Anlagezeitraum recht kurz ist.

Viele Aktien machen Durststrecken durch, um dann nach einigen Jahren wieder deutlich an Wert zu gewinnen.

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Je älter man wird, desto niedriger sollte der Aktienanteil in seinem Versicherungsportfolio ausfallen, denn der Anlagezeitraum kann oft keine Verlustphasen von Aktien mehr ausgleichen. Außerdem sollte man ab 40 auf eine Aktien-Zusammensetzung von ertragreichen Unternehmen mit hoher Dividende achten. Die Zahl der unterschiedlichen Aktien sollte nicht zu hoch ausfallen. Zehn bis zwölf verschiedene ist Experten nach sinnvoll.

Wem mit 60 Jahren ein Aktienanteil von 40 Prozent (siehe obige Formel) in seinem Versicherungsportfolio als zu hoch und damit risikoreich erscheint, sollte auf andere Anlagen zurückgreifen, wie beispielsweise Rohstoffe (Gold und Silber) und Anleihen, auch wenn Staatsanleihen momentan nicht allzu viel Rendite bringen, sind sie sicherer als Aktien über einen sehr kurzen Anlagezeitraum von ca. fünf bis sieben Jahren.

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(Bildquelle Artikelanfang: © Rido #40254095/Fotolia.com)

1 Antwort
  1. Piracetam
    Piracetam says:

    Vorteile der privaten Rentenversicherung: Bei Rentenbeginn mit 67 Jahren sind nur 17 Prozent der monatlichen Rente aus dieser Versicherung steuerpflichtig. Zudem kann sich der Versicherte das gesamte angesparte Vermögen auf einen Schlag auszahlen lassen. Bei Riester- oder Rürup-Renten ist das nicht möglich. Und: Der Kunde erhält die Zusatzrente bis an sein Lebensende – egal wie alt er wird. Das bietet Sicherheit, ist aber teuer.

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