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Wissenswertes zur Privaten Rentenversicherung

Altersrückstellungen in der privaten Krankenversicherung

Erwartete Rentenhöhe:
Bei einer Versicherungszeit von 30 Jahren und einer Rendite von ca. 7 Prozent (bei einer jährlichen Beitragshöhe von 1200 Euro) kann eine Frau mit knapp 860 Euro Rente im Monat rechnen, ein Mann mit ca. 960 Euro.

Empfehlenswert:
Eine teil- oder volldynamische Rentenzahlung, bei der der Versicherer anfangs eine geringere Rente auszahlt, die im Laufe der Jahre aber kontinuierlich steigt.

Von der häufig angebotenen konstanten Überschussbeteiligung ist abzuraten. Eine gleichbleibende Rente führt zu einem Einkommensverlust, wenn die Kaufkraft durch Inflation gemindert wird.

Wichtige Optionen:
Bei Vertragsbeginn muss der Kunde noch über eine Reihe weiterer Punkte entscheiden. So beispielsweise, ob er ein Kapitalwahlrecht haben will oder nicht. Kapitalwahlrecht heißt, er darf sich am Ende der Einzahlung auch noch für die Auszahlung einer einmaligen Summe statt für eine monatliche Rente entscheiden.

Weil niemand bei Vertragsbeginn weiß, ob er später nicht doch eher eine größere Summe Geldes auf einmal benötigt als eine lebenslange Rente, ist es sinnvoll, sich ein Kapitalwahlrecht zu sichern.

Sinnvoll ist auch die Vereinbarung einer Abruf- oder Aufschuboption. Im ersten Fall kann der Kunde den Rentenbeginn bis zu fünf Jahre vorverlegen, wenn er früher als zunächst geplant aufhören will zu arbeiten. Die Rente fällt dann natürlich niedriger aus. Im zweiten Fall kann er den Rentenbeginn bis zu fünf Jahre hinauszögern. Die Rente erhöht sich dadurch.

Abzuraten ist von einer Dynamisierung des Vertrags. Dabei erhöht sich der Versicherungsbeitrag Jahr für Jahr. Entsprechend steigt die spätere Rentenleistung. Doch der Kunde muss einerseits immer mehr Geld für seine private Altersvorsorge erübrigen. Andererseits sind dynamische Verträge nur schwer durchschaubar. Wie hoch die Rendite letztlich ist, lässt sich nicht mehr nachvollziehen.

Rentengarantiezeit:
Damit die jahrelange Einzahlungen für mögliche Erben nicht vollständig verloren sind, wenn ein Versicherter kurz nach Beginn seines Ruhestandes stirbt, bieten die Versicherungsgesellschaften sogenannte Rentengarantizeiten an. Üblich sind 5, 10 oder 15 Jahre.

Wenn ein Kunde nicht mehr lebt, zahlt das Unternehmen die Rente dann mindestens solange, bis die Auszahldauer diese Frist erreicht hat, an dessen Erben weiter aus. Vorteil einer vereinbarten Rentengarantiezeit ist eine minimale Absicherung auch für Angehörige. Nachteil ist, dass auch der Einschluss dieser Option die Rentenleistung für den Versicherten reduziert.

Kündigung der Versicherung:
Vor allem bei einer Kündigung in den ersten Jahren erhält der Versicherte fast nichts von seinem eingezahlten Geld zurück. Auch bei einem Ausstieg nach 10 oder 20 Jahren wird einem Kunden meistens gerade mal die vereinbarte Todesfallleistung erstattet.

Beitragsfreistellung:
Da der Versicherte bei Vertragskündigung nur einen geringen Betrag ausgezahlt bekommt, sollte er die Beitragsfreistellung wählen, wenn er die monatlichen Versicherungsbeiträge nicht mehr zahlen kann. Als Folge wird die Versicherung eingefroren. Werden später Rentenzahlungen von der Versicherung geleistet, fallen diese natürlich deutlich geringer aus. Der Versicherte kann sich bei Kapitalwahlrecht auch dafür entscheiden, dass beim Eintritt in den Rentenbezug ein einmaliger Betrag ausgezahlt wird.

Kündigung der Versicherung und Beitragsfreistellung bringen Versicherten große finanzielle Verluste.

(Bildquelle Artikelanfang: #54042442 © drubig-photo/Fotolia.com)

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