Berufsunfähigkeit

Wichtige Informationen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine BU-Versicherung ist in Kombination mit einer Risikolebensversicherung etwas teurer als eine Einzelpolice. Falls man schon über eine Lebensversicherung verfügt, ist es meistens günstiger, eine Einzelpolice abzuschließen.

Viele Versicherungsunternehmen versichern ihre Kunden nur bis zum 55. Lebensjahr. Tritt die Berufsunfähigkeit danach ein, erhält man keine BU-Rente.

Die meisten Unternehmen teilen die Versicherungsnehmer in vier Berufsgruppen ein:

Berufsgruppe Risikobewertung Beispiele
1 Gut Apotheker, Arzt, EDV-Fachmann, Grafiker, Call-Center-Agent
2 Normal Lehrer, Verkäufer, Hebamme
3 Erhöht Gastwirt, Kranführer, Kranken- und Altenpfleger, Fliesenleger
4 Hoch Möbelpacker, Feuerwehr

 

Beim Abschluss einer BU-Versicherung sollte man auf die abstrakte Verweisung verzichten: Dann nämlich kann der Versicherer dem Kunden die Rentenzahlung bei eintretender BU nicht verweigern mit der Begründung, dass der Versicherungsnehmer theoretisch noch in einem anderen Beruf arbeiten könnte. Auch Tarife mit Verweisung auf Vorberufe sollte man nicht wählen.

Eine BU-Versicherung sollte variabel sein, d. h. dass Tarife eine Nachversicherung ermöglichen. Wenn der Versicherungsnehmer z. B. irgendwann mehr verdient, heiratet oder ein Kind bekommt, sollten die Tarife ohne Gesundheitsprüfung steigen können.

Gesundheitsfragen: Manche Versicherungsanbieter entbinden Kunden vom schriftlichen Beantworten bestimmter Gesundheitsfragen, falls sie sich deswegen ärztlich untersuchen lassen. Hat ein Antrag eine solche Option, sollte man diese nutzen.

Versicherungsschutz: Akzeptieren sollte man keinen Ausschluss für ein bestimmtes Krankheitsbild. Nur wer anderswo keinen Komplettschutz findet, sollte sich auf so einen Antrag einlassen. Außerdem sollte man dann versuchen zu handeln, damit der Versicherungsbeitrag abgesenkt wird, da auch geringere Leistungen angeboten werden.

Überschussbeteiligung: Die Beitragshöhe ist auch von der Art der Überschussbeteiligungsform abhängig. Denn die Versicherungsunternehmen erwirtschaften mit den Versicherungsbeiträgen Überschüsse, die sie auf unterschiedliche Art und Weise verwenden können.

Unterschieden werden drei Varianten: Das Bonussystem (BO), die Beitragsverrechnung (B) und die verzinsliche Ansammlung (VA). Beim Bonussystem legt das Unternehmen die angefallenen Überschüsse an, damit sie im Ernstfall für die Rentenerhöhung zur Verfügung stehen. Wie hoch diese ausfällt, hängt also von der Höhe der Überschüsse ab, die bis zum möglichen Eintritt der BU erzielt wurden.

Dagegen werden bei der Beitragsverrechnung die erwirtschafteten Überschüsse dem Kunden jedes Jahr direkt auf seinen Beitrag gutgeschrieben. Ist die Kalkulation korrekt, bleibt der Beitrag vergleichsweise stabil. Daher ist diese Variante den beiden anderen vorzuziehen, weil hier der Versicherungsnehmer gleich weiß, wie hoch seine Rente bei BU wäre.

Tipps:
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung braucht jeder, der nicht vermögend ist. Daher sollten Sie so früh wie möglich einen Vertrag abschließen.

Holen Sie mehrere Angebote ein, damit Sie vergleichen können. Einen Leistungsausschluss für eine Erkrankung sollten Sie nicht annehmen, sondern zahlen Sie stattdessen lieber einen Zuschlag auf Ihren Beitrag. Versuchen Sie zu vereinbaren, dass dieser nach einem bestimmten Zeitraum wegfällt.

Achten Sie auf die Bewertung der Angebote. Holen Sie mehrere Angebote mit „Sehr gut“ und entscheiden Sie bei gleich bewerteten Angeboten nach dem Bruttobeitrag, auch wenn Sie den Nettobeitrag zahlen. Denn der Nettobeitrag kann bei schlechter Kapitalmarktlage steigen.

Schließen Sie einen Vertrag ab, der Sie bis zum 65. Lebensjahr versichert.

(Bildquelle Artikelanfang: #49533620 © lassedesignen/Fotolia.com)

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  1. Feuerwehr News sagt:

    News aus der Feuerwehr-Szene…

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