Vertrauensschadenversicherung

Vertrauensschadenversicherung

Eine Vertrauensschadenversicherung sichert ein Unternehmen gegen Schäden ab, die durch Mitarbeiter verursacht wurden. Zwar hofft jeder Firmenchef, dass seine Angestellten sich ihm und der Firma gegenüber loyal verhalten, dennoch ist diese Hoffnung meist nur ein wirklichkeitsfremder Traum.

Denn in vielen mittelständischen Betrieben und vor allem in großen Unternehmen entstehen immer mehr Schäden, die durch Veruntreuung, Unterschlagung von Unternehmenseigentum oder Diebstahl ausgelöst werden.

Um die Unternehmen von den Schadensfolgen zu bewahren, wurde vor mehreren Jahren die Vertrauensschadenversicherung ins Leben gerufen. Dabei werden über die Versicherung auch automatisch neue Mitarbeiter mitversichert, allerdings müssen diese spätestens nach einem Versicherungsjahr bei dem Versicherungsunternehmen gemeldet werden.

Die von der Vertrauensschadenversicherung übernommenen Schäden fallen meist in die Kategorie „Wirtschaftskriminalität“. Dazu gehören Diebstahl von Firmeneigentum, Urkundenfälschung, Unterschlagung, Betrug und Spionage.

Das Versicherungsunternehmen der Vertrauensschadenversicherung kann jederzeit verlangen, Einblicke in die Arbeitszeugnisse der Mitarbeiter zu erhalten und hat auch das Recht, einzelne Mitarbeiter aus dem Versicherungsvertrag auszuschließen, wenn diese in der Vergangenheit schon mehrfach strafrechtlich auffällig geworden sind und die Vorfälle in der Mitarbeiterakte oder im Arbeitszeugnis vermerkt wurden.

Eine Vertrauensschadenversicherung lohnt sich besonders für solche Unternehmen und Betriebe, die mit sehr teuren und sensiblen Daten arbeiten oder Handel betreiben als auch für Unternehmen, die hochwertige und teure Produkte herstellen oder verkaufen.

Beim Vertragsabschluss sollte man mit dem Versicherungsunternehmen die individuellen Bedingungen einzeln aushandeln. Entscheidend für die Beitragshöhe der Versicherung ist die Anzahl der Mitarbeiter und die Branche des Unternehmens.