Welchen Versicherungsschutz braucht man als Existenzgründer?

Welche Versicherungen benötigt man als  Existenzgründer? 

Am Anfang seiner Selbständigkeit ist man in den meisten Fällen finanziell noch nicht abgesichert, da die Einnahmen sehr unregelmäßig sind.

Daher kann man sich auch noch nicht die Versicherungsbasis schaffen, die man als Selbständiger eigentlich benötigt. In dieser Phase sollten Sie sich nur die wichtigsten Versicherungen zulegen.

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Tipps für das Beratungsgespräch für Ihre private Altersvorsorge

Eine wichtige Versicherung abzuschließen, wie beispielsweise eine Versicherung für die private Altersvorsorge, löst bei vielen Menschen ein großes Unbehagen aus, denn wie bei allen Versicherungsangeboten gibt es auch in dieser Sparte ein nahezu unübersichtliches Angebot an verschiedenen Finanzprodukten. In dieser Fülle das richtige Produkt für einen zu finden, lässt sich kaum ohne fachliche Beratung bewältigen.

Doch wie sieht eine gute Beratung aus? Geht man zu seiner Hausbank, werden die dortigen Berater ihre eigenen Interessen verfolgen und die Hausprodukte der Bank anpreisen. Ob die aber auch die wirklich besten sind?

Informieren Sie sich im Vorfeld eines Versicherungsabschlusses

Schließen Sie nie eine Versicherung ab, ohne sich vorher ausführlich über die Angebote auf dem Markt und die Grundkonditionen wie Einzahlungsweise, Vertragslaufzeit, Risikoklassen der Geldanlage, Höhe der monatlich garantierten Rente, Folgen einer Vertragskündigung usw. zu informieren.

Sie können und sollten zuerst selbständig und ohne Zwang nach Informationen über die Möglichkeiten, die der Markt der privaten Altersvorsorge hergibt,  online wie offline suchen. Dazu gehören seriöse Versicherungsportale im Internet, Tageszeitungen, Bücher und themenspezifische Magazine wie beispielsweise Finanztest von Stiftung Warentest. Die einzelnen Ausgaben dieses Magazins haben immer ein Schwerpunktthema. Sie finden alle Magazine auf dem Internetauftritt von Finanztest und können dort Hefte bestellen.

Hat man sich ausführlich über die verschiedenen Finanzprodukte informiert, sollte man sich überlegen, welche Versicherungsmöglichkeit für die Altersvorsorge für einen selbst in Betracht kommt. Wichtig auch: Notieren Sie sich die Funktionsweise, die Versicherungsbedingungen und die wahrscheinlich zu erwartenden Ergebnisse des jeweiligen Finanzproduktes. Mit diesem Wissen stehen Sie in dem bevorstehenden Beratungsgespräch dem Versicherungsexperten nicht komplett ahnungslos gegenüber.

Danach sollten Sie Ihre persönliche Vermögenslage abschätzen und errechnen, über welchen Geldbetrag Sie im Alter monatlich verfügen müssen bzw. wollen, um Ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Nehmen Sie sich besonders viel Zeit für das Vergleichen verschiedener Versicherungsvarianten und verschiedener Versicherungsanbieter und deren Tarife. Sie finden im Internet zahlreiche verlässliche Portale, die Ihnen entscheidende Erstinformationen zu den wesentlichen Versicherungsleistungen und Kosten liefern.

Das Beratungsgespräch

Ist-Analyse/Informationsphase

Zu Beginn des Beratungsgespräches wird Sie der Berater ausführlich befragen, und zwar zu Ihrer persönlichen, finanziellen und beruflichen Situation, um sich ein objektives Bild zu machen und auch, um Ihre Lebenssituation richtig beurteilen zu können. Er wird Sie auch über möglicherweise schon bestehende Finanzverträge befragen, nach Ihrer Finanzplanung und Ihren Renditeerwartungen, die Sie an Ihre private Altersvorsorge stellen.

Seien Sie bei dieser Befragung ehrlich und verschweigen Sie nichts. Unvollständige Angaben können für Sie irgendwann schwere Folgen haben, da bei ungenauem Kenntnisstand des Experten mit großer Wahrscheinlichkeit eine ungünstige Anlagestrategie oder ein unpassender Vertrag zustande kommen.

Empfehlung von Vorsorgestrategien und passenden Finanzprodukten

Nach dieser Ist-Analyse wird das Gespräch zur nächsten Stufe überleiten. Dann sollte ein seriöser Berater Ihnen für Ihren Fall empfehlenswerte Vorsorgestrategien vorschlagen.

Werden Finanzprodukte vorgestellt, sollte der Experte detailliert auf die Vorteile, aber auch Nachteile des Produktes eingehen und Sie über Risiken und Kosten informieren. Außerdem sollte er seine Finanzproduktwahl überzeugend begründen können.

Eine gute Beratung zeichnet sich auch dadurch aus, dass der Finanzexperte Sie nicht zu einer schnellen Entscheidung bzw. einem sofortigen Vertragsabschluss drängt, sondern Ihnen Zeit lässt, alles nochmal zu überdenken. Stellen Sie Fragen, falls Sie sich in bestimmten Punkten unsicher oder nicht ausreichend mit Wissen versorgt fühlen. Sind Sie durch das Informationsgespräch für den Augenblick überfordert, sollte es möglich sein, bei einem zweiten Treffen aufgekommene Fragen zu beantworten oder zumindest telefonisch Antworten auf noch bestehende Unsicherheiten zu erhalten.

Nehmen Sie wichtige Unterlagen und Dokumente mit nach Hause und überdenken Sie Ihre Entscheidungsmöglichkeiten und die Vorteile sowie Risiken der empfohlenen Finanzprodukte, bevor Sie zu einer endgültigen Entscheidung kommen.

Vor dem Vertragsabschluss

Haben Sie sich für ein Finanzprodukt der privaten Altersvorsorge entschieden, sollten Sie vor dem Vertragsabschluss das Vertragsangebot mit nach Hause nehmen und das Dokument in Ruhe nochmal genau prüfen.

Lesen Sie auch das Kleingedruckte detailliert durch, denn dort werden oft die ungünstigen Bedingungen wie zusätzliche Kosten bei einer Fonds-Verwaltung oder Leistungskürzungen bei vorzeitiger Vertragsauflösung aufgeführt. Ziehen Sie auch bei langfristigen Verträgen den Zinseszinseffekt in Ihre Überlegungen mit ein. Denn durch diesen können Sie eine höhere Endauszahlung erreichen. Je nachdem, wie hoch der Zinseszinseffekt ausfällt, kann es sich um mehrere Hundert Euro Unterschied handeln.

Unabhängigen Rat holen

Sollten Sie mit der Versicherungsmaterie überhaupt nicht klar kommen, dann können Sie sich gegen einen recht niedrigen Geldbetrag Rat bei Verbraucherschützern oder bei Honorarberatern (da dürfte das Entgelt höher ausfallen) holen.

Sehen Sie die vielen Aufforderungen (auch die Aufforderungen in diesem Artikel) zu unabhängigen Versicherungsvergleichen nicht als leere Phrase, die Sie missachten können. Bedenken Sie, dass es bei den zahlreichen Versicherungsprodukten große Unterschiede hinsichtlich der Konditionen gibt, sodass z. B. ein Prozent mehr Zinsen über einen Zeitraum von 25 Jahren letztendlich mehr als 10.000 Euro an angespartem Betrag bringt.

Pflicht der Dokumentierung

Alle Finanzberater sind verpflichtet, das geführte Kundengespräch schriftlich zu dokumentieren. Folgende Punkte sollten in dem Protokoll aufgeführt werden:

  • Anlass und Dauer des Gesprächs
  • Angaben zur persönlichen Kundensituation (Beruf, Familienverhältnisse)
  • Kundenanliegen
  • Detaillierte Informationen zur Geldanlage wie Anlagedauer, -zweck, Sparrate, Verfügbarkeit
  • Risikobereitschaft des Kunden
  • Begründung für die jeweilige Finanzprodukt-Empfehlung
  • Chancen und Risiken des Produktes
  • Kosten, Nebenkosten und Zuwendungen für den Anbieter
  • Unterlagen für den möglichen Versicherungsnehmer

Wie sieht ein schlechtes Beratungsgespräch aus?

Ein schlechtes Beratungsgespräch beginnt meist mit weit ausgedehntem Small Talk, um den Kunden von seinem eigentlichen Anliegen abzulenken. Die Analyse des Ist-Zustands, also die Informationsphase des Beraters, wird sehr kurz gehalten. Als Begründung hört man oft, dass man den Kunden nicht unnötig mit bürokratischen Dingen belasten will.

Der Berater hat schon von Anfang an ein Finanzprodukt im Kopf, das er unbedingt an den Mann oder die Frau bringen will, daher wird er mit gezielten Fragen versuchen, den Kunden in die gewünschte Richtung zu dirigieren. Dann zaubert er ein großartiges Versicherungsangebot aus dem Ärmel, das anscheinend perfekt ist und alle Probleme des Kunden löst.

Es kann auch vorkommen, dass unseriöse Berater ihrem Produkt, das sie verkaufen wollen, ein deutlich schlechteres gegenüberstellen, nur um die Vorteile des ihrigen noch mehr hervorheben zu können. Das Produkt wird andauernd und über Gebühr gelobt, auf sachliche Argumentation und das Erwähnen von Risiken und Kosten lässt man sich kaum ein. Oder man rechnet die Ausgaben bis auf den Tag herunter, damit sie extra klein erscheinen.

Schlechte Berater werfen auch nur so mit Fachbegriffen um sich, um den Kunden einzuschüchtern, und üben starken Verkaufsdruck aus. Es soll meist noch am Tag des Beratungsgesprächs oder in den Tagen darauf zum Versicherungsabschluss kommen. Lassen Sie davon nicht beeindrucken. Bringen Sie ein solches Gespräch einfach hinter sich und geben Sie sich Bedenkzeit bezüglich des Vertrags. Bei einer Rückfrage seitens des Beraters können Sie dann das Angebot höflich ablehnen.

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Wichtige Informationen zur Sofortrente

Die Sofortrente als Privatrenten-Modell ist in den vergangenen Jahren unter den Versicherten immer beliebter geworden. Mittlerweile machen diese Einmalzahlungen mehr als ein Viertel der gesamten Beitragseinnahmen der Lebensversicherer innerhalb Deutschlands aus.

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Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge für Selbständige

Wer selbständig tätig ist, ist bekannterweise nicht verpflichtet, Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen, sondern kann (und sollte sich auch) privat absichern.

Es bieten sich für Selbständige verschiedene Möglichkeiten an, für die Zeit im Rentenalter vorzusorgen. Die wichtigsten finden Sie in diesem Beitrag erläutert.

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Wissenswertes zur Altersvorsorge für Selbständige

Je früher man mit der Planung seiner Altersvorsorge anfängt, desto mehr Geld hat man im Alter zur Verfügung. So lautet jedenfalls die allgemeine Meinung zu diesem Thema.

Dass ein sehr langer Sparzeitraum aber auch Risiken verbirgt, das wissen nur die wenigsten. Denn niemand weiß genau, wie alt er wirklich wird und welche Entwicklung sein berufliches und privates Leben nimmt. Plant man eine zusätzliche Rente bis zu seinem 75. Lebensjahr und wird dann deutlich älter, muss man wohl noch einige Jahre ohne weitere private Rentenzahlungen auskommen.

Außerdem ist es wichtig zu überdenken, ob der monatlich zu zahlende Sparbetrag für die private Altersvorsorge auch ausreicht, wenn entscheidende Änderungen im Leben eintreten, beispielsweise wenn eine Frau eine Babypause einlegt oder man plötzlich weniger verdient. Hier sollte man wirklich einen unabhängigen Versicherungsexperten zu Rate ziehen, um möglichst wenig Verluste im Ruhestand hinnehmen zu müssen.

Doch was sind nun die besten Anlagestrategien, um im Alter finanziell ausreichend versorgt zu sein, und wann sollte man mit der privaten Altersvorsorge beginnen?

Umfragen haben gezeigt, dass die Deutschen generell zu spät anfangen, für ihren Lebensstandard im Alter Geld anzusparen. Es wird empfohlen, im Alter mindestens 70 Prozent seines letzten beruflichen Nettoeinkommens erreichen zu können, sodass man für diesen Betrag schon am besten mit 20 Jahren anfängt zu sparen.

In jungen Jahren monatliche Belastung noch recht gering

Denn wenn ein 20-Jähriger bei Renteneintritt eine private Zusatzrente von 100 Euro monatlich mit einer Rentengarantiezeit von zehn Jahren bekommen möchte, muss er in der Ansparzeit monatlich gut 16 Euro in die private Rentenversicherung einzahlen.

Will er sogar eine monatliche private Zusatzrente von 1000 Euro, dann muss er mit einem Monatsbeitrag von knapp 150 Euro rechnen.

Wer mit 30 Jahren anfängt, eine private Rentenversicherung abzuschließen,  muss für 100 Euro mehr im Ruhestand ca. 25 Euro monatlich zahlen, für 1000 Euro mehr im Alter sogar ca. 235 Euro Monatsbeitrag. Bei Frauen liegen die Versicherungsbeiträge noch etwas höher wegen ihrer höheren Lebenserwartung.

Wie man an diesen Beiträgen erkennen kann, wird es schließlich für über 40-Jährige unmöglich, an eine entsprechende private Zusatzrente zu gelangen, ohne eine große finanzielle Belastung in der Ansparphase hinzunehmen. Ein 50-Jähriger müsste für eine private Rente von 1000 Euro mehr als 750 Euro monatlich in die private Rentenversicherung einzahlen.

Aktien bringen deutlich höhere Rendite, aber auch größere Schwankungen

Wer einen bestmöglichen Ertrag aus seiner privaten Altersvorsorge herausholen möchte, wird daher um einen Aktienanteil im Versicherungsportfolio nicht herumkommen, da Tages- und Festgeld sehr unattraktiv verzinst sind. Auch Staatsanleihen sind in den letzten Jahren kaum noch eine Alternative wegen ihrer immer geringer ausfallenden Renditen (ca. zwei Prozent).

Die Höhe des Aktienanteils sollte sich dabei nach dem Lebensalter des jeweiligen Versicherten richten, d. h. je jünger man ist, desto größer kann der Aktienanteil ausfallen.

Es gibt eine Standardformel, die folgendermaßen lautet: 100 minus das Alter ergibt den empfehlenswerten Aktienanteil.

So sollte also ein 20-Jähriger eine Aktienquote von 80 Prozent nicht scheuen. Über einen langen Zeitraum lassen sich Rückschläge auf dem Aktienmarkt besser ausgleichen als wenn der Anlagezeitraum recht kurz ist.

Viele Aktien machen Durststrecken durch, um dann nach einigen Jahren wieder deutlich an Wert zu gewinnen.

Je älter man wird, desto niedriger sollte der Aktienanteil in seinem Versicherungsportfolio ausfallen, denn der Anlagezeitraum kann oft keine Verlustphasen von Aktien mehr ausgleichen. Außerdem sollte man ab 40 auf eine Aktien-Zusammensetzung von ertragreichen Unternehmen mit hoher Dividende achten. Die Zahl der unterschiedlichen Aktien sollte nicht zu hoch ausfallen. Zehn bis zwölf verschiedene ist Experten nach sinnvoll.

Wem mit 60 Jahren ein Aktienanteil von 40 Prozent (siehe obige Formel) in seinem Versicherungsportfolio als zu hoch und damit risikoreich erscheint, sollte auf andere Anlagen zurückgreifen, wie beispielsweise Rohstoffe (Gold und Silber) und Anleihen, auch wenn Staatsanleihen momentan nicht allzu viel Rendite bringen, sind sie sicherer als Aktien über einen sehr kurzen Anlagezeitraum von ca. fünf bis sieben Jahren.

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Gesetzliche Rentenversicherung für Selbständige – ist das möglich?

Wer selbständig tätig ist, ist kein Pflichtversicherter mehr in der gesetzlichen Rentenversicherung. Man sollte sich daher privat absichern, beispielsweise mit einer privaten Rentenversicherung oder mit einer Rürup-Rente.

Dennoch gibt es die Möglichkeit, auch als selbständig Tätiger in die gesetzliche Rentenversicherung zurückzukehren.

Gerade wer vor der Existenzgründung schon über mehrere Jahre Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat und diese Leistungsansprüche aufrechterhalten will, wird nur ungern diese Versicherung verlassen.

Innerhalb von fünf Jahren nach Aufnahme Ihrer selbständigen Tätigkeit können Sie mit einer sogenannten Antragspflichtversicherung die Versicherungspflicht beantragen.

Mit dieser Antragspflichtversicherung haben Sie zusätzlich zur freiwilligen Versicherung eine weitere Möglichkeit, Leistungsansprüche in der gesetzlichen Rentenversicherung zu erwerben oder – wie schon oben erwähnt – aufrecht zu erhalten. Außerdem können Sie als Selbständiger in der gesetzlichen Rentenversicherung von der Riester-Rente profitieren.

Beginn der Versicherungspflicht

Ihre Versicherungspflicht bei der gesetzlichen Rentenversicherung beginnt einen Tag nachdem Ihr Antrag bei der Rentenversicherung eingegangen ist, frühestens jedoch, wenn Sie die Voraussetzungen für den Versicherungseintritt erfüllen, nämlich mit der Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit.

Die Versicherungspflicht endet dann, wenn die Voraussetzungen weggefallen sind, also meistens, wenn Sie Ihre selbständige Tätigkeit aufgeben.

Wichtig: Wenn Sie sich für die Antragspflichtversicherung entschlossen haben, können Sie diese nicht wieder kündigen. Solange Sie selbständig sind, bleibt diese bestehen. Daher sollten Sie sich diesen Schritt gut überlegen. Am besten vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch mit einer der Auskunfts- und Beratungsstellen der gesetzlichen Rentenversicherung.

Wie gestaltet sich die Beitragszahlung?

Normalerweise zahlen Sie als Selbständiger einen einheitlichen Regelbetrag pro Monat. Dennoch können Sie auch einen Betrag zahlen, der sich nach Ihrem Einkommen richtet, vor allem wenn Sie in den ersten Jahren der Selbständigkeit noch nicht über entsprechende regelmäßige Einnahmen verfügen.

Junghandwerker müssen beispielsweise in den ersten drei Jahren nach der Existenzgründung nur den halben Regelsatz aufbringen.

Die Pflichtversicherung gestaltet sich in ihren Beiträgen nicht sehr flexibel, was letztendlich ein Nachteil für Selbständige in der gesetzlichen Rentenversicherung sein kann.

Es gibt nur drei unterschiedliche Gestaltungen der Beitragszahlung:

  1. Der halbe Regelsatz für junge Existenzgründer in den ersten drei Jahren nach Aufnahme der selbständigen Tätigkeit. Er beläuft sich in diesem Jahr 2012 auf 257, 25 Euro monatlich in den alten und auf 219,52 Euro monatlich in den neuen Bundesländern.
  2. Der Regelbeitrag, der ohne Berücksichtigung Ihres Einkommens gezahlt wird, beträgt im Jahr 2012 514,50 Euro monatlich in den alten und 439,04 Euro monatlich in den neuen Bundesländern.
  3. Der einkommensgerechte Beitrag kann beantragt werden, wenn Sie ein abweichendes Einkommen anhand Ihres letzten Einkommensteuerbescheids nachweisen können. Für Künstler, Publizisten, Hausgewerbetreibende gibt es Ausnahmen: Diese Berufsgruppen müssen nur die Hälfte der Beiträge zahlen, die andere Hälfte übernimmt die Künstlersozialkasse.

Bedenken Sie also, dass Sie knapp 20 Prozent (19,6 Prozent) von Ihrem Monatseinkommen für die gesetzliche Rentenversicherung aufbringen müssen.

Beratungsgespräch nutzen

Wer sich als Selbständiger gerne in der gesetzlichen Rentenversicherung weiterversichern möchte, der sollte die zahlreichen Beratungsangebote nutzen.

Alle wichtigen Adressen finden Sie online auf der Website www.deutsche-rentenversicherung.de. Außerdem bietet die Deutsche Rentenversicherung ein kostenloses Servicetelefon an, das Sie von montags bis donnerstags von 7:30 bis 19:30 Uhr nutzen können, freitags von 7:30 bis 15:30 Uhr.

Der Berater wird Ihnen in dem Gespräch auch sagen können, ob es sich für Sie lohnt, in der gesetzlichen Rentenversicherung weiter Mitglied zu sein oder ob private Alternativversicherungen für Sie rentabler sind.

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Altersvorsorge-Pflicht für Selbständige ab 2013 – Neuigkeiten

Ständig kommen neue Meldungen zu der geplanten Altersvorsorge-Pflicht für Selbständige im nächsten Jahr. Geplant war, dass alle Selbständigen unter 30 Jahren nach einer Übergangsfrist von drei bis fünf Jahren verpflichtet werden sollten, selbst für ihre Rentenvorsorge aktiv zu werden. Für über 30-jährige Selbständige gelten abgeschwächte Regelungen.

Nun scheint sich diese Pflichtvorsorge doch noch hinauszuzögern. Ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums hat der Presse mitgeteilt, dass man erst eine im September anstehende Machbarkeitsstudie abwarten wolle. Somit ist es wirklich ungewiss, ob die Bundesregierung dieses Gesetz noch vor den Bundestagswahlen im Herbst 2013 beschließen wird.

Anscheinend muss die Bundesregierung vorab klären lassen, wer von den Selbständigen schon eine Altersvorsorge abgeschlossen hat und wie diese aussieht. Ebenfalls scheinen noch gar keine konkreten Zahlen vorzuliegen, wie viele Menschen von dieser Pflichtvorsorge betroffen sein werden.

Diese Entwicklung lässt manche hoffen oder glauben, dass die Altersvorsorge-Pflicht für Selbständige vor dem Aus steht. Doch dies wird vom Bundesarbeitsministerium dementiert. Man sei weiterhin bestrebt, diese Neuregelung noch in dieser Legislaturperiode umzusetzen.

Währenddessen steigt die Zahl der selbständig Tätigen weiter an. 2011 waren 4,4 Millionen Menschen ihr eigener Arbeitgeber, 2,4 Millionen arbeiten auf sich allein gestellt, verfügen also über keine Angestellten. Diese Zahl hat sich in den letzten 20 Jahren fast verdoppelt.

Genauso steigt die Zahl der Selbständigen, die nicht genügend verdienen, um davon leben zu können. 2011 haben ca. 125.000 Menschen ihr Einkommen mit Hartz IV aufgestockt.

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Altersvorsorge-Pflicht für Selbständige ab 2013 – Zwischenstand

In den vergangenen Monaten wurde viel über dieses Thema geschrieben und diskutiert. Ab dem nächsten Jahr sollen Selbständige dazu verpflichtet werden, sich um ihre private Altersvorsorge zu kümmern und eine Privatversicherung zur Absicherung des Ruhestands abzuschließen – oder Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zu zahlen.

Noch ist es jedem Selbständigen oder Freiberufler selbst überlassen, seine Altersvorsorge über eine private Versicherung oder die gesetzliche Rentenversicherung zu planen.

Da viele selbständig Tätige nicht genügend für die finanzielle Sicherung ihres Ruhestandes unternehmen (von 4,3 Millionen Selbständigen sind gut 3 Millionen nicht abgesichert) und somit von der Altersarmut bedroht sind, beschloss die Regierung die Altersvorsorge-Pflicht für Selbständige.

Wie soll diese neue Regelung aussehen?

Bisher war im Gespräch, dass alle Selbständigen unter 30 Jahren von diesem Gesetz betroffen sein werden. Für alle Selbständigen zwischen 30 und 50 Jahren sollen abgeschwächte Regelungen gelten. Und wer über 50 Jahre alt ist oder weniger als 400 Euro pro Monat verdient, ist von der Altersvorsorge-Pflicht nicht betroffen.

Außerdem sollte ein Pauschalbetrag von 400 Euro pro Monat für eine solche Absicherung fällig werden. In neueren Presseberichten stehen dagegen moderatere Absichten.

Danach gelten zunächst einmal Übergangsfristen von drei bis fünf Jahre nach der Unternehmensgründung, in denen die Altersvorsorge-Pflicht nicht gleich umgesetzt werden muss. Existenzgründer müssen also nicht sofort einen bestimmten Betrag Monat für Monat zurücklegen. Genauso wenig gibt es Pläne für einen pauschalen Monatsbetrag von 400 Euro.

Jeder Selbständige hat die freie Wahl, wie er sich fürs Alter finanziell absichern möchte – entweder in der gesetzlichen Rentenversicherung, privat oder über eine Lebensversicherung.

Über 80.000 Bürger und Bürgerinnen wehren sich in einer Online-Petition gegen diesen anstehenden Rentenversicherungszwang. Dadurch seien viele junge Freiberufler in ihrer Existenz bedroht.

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Altersvorsorge für Selbständige soll zur Pflicht werden

Nach den Plänen der Bundesregierung sollen Selbständige ab dem nächsten Jahr in die Pflicht genommen werden, was deren Altersvorsorge angeht. Diese Neuerung ist schon seit längerem bekannt und wird nun in ihren Regelungen allmählich konkret.

Der von der Regierung genannte Hauptgrund für die geplante Altersvorsorgepflicht von Selbständigen ist die hohe Wahrscheinlichkeit von Altersarmut, denn viele Selbständige verfügen über keine private Rentenversicherung.

Wann die Regelung in Kraft tritt, wird in den meisten Pressemitteilungen nicht genau genannt, wahrscheinlich ist der 1. Juli 2013.

Wer bis zu diesem Zeitpunkt keine finanzielle Vorsorge getroffen hat, sei es mit dem Abschluss einer Rürup-Rente, einer privaten Renten- oder Lebensversicherung, der soll dazu verpflichtet werden, in die gesetzliche Rentenversicherung monatliche Beiträge einzuzahlen.

Unter 30jährige am stärksten belastet

Wer bei Inkrafttreten des Gesetzes unter 30 Jahre alt ist, eine selbständige Tätigkeit ausübt oder demnächst ausüben wird, soll einen einkommensunabhängigen Betrag von 250 bis 350 Euro pro Monat in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, plus 100 Euro für eine Absicherung gegen Erwerbsminderung.

Für selbständig Tätige zwischen 30 und 50 Jahren soll eine abgeschwächte Regelung geplant sein. Von der Vorsorgepflicht ausgenommen werden Selbständige, die weniger als 400 Euro pro Monat verdienen.

Freiberufler wie Ärzte, Architekten und Rechtsanwälte, die in ihren berufsständischen Versorgungswerken versichert sind, und auch Mitglieder der Künstlersozialkasse seien von den neuen Regelungen nicht betroffen.

Zusatzrente oberhalb des Grundsicherungbetrags

Mit den Renten-Beiträgen von ca. 400 Euro monatlich sollen Selbständige Ansprüche auf eine Zusatzrente erwerben, die oberhalb der Grundsicherung von (momentan) 700 Euro liegt. Um diese Rentenhöhe zu erreichen, sind allerdings 45 Einzahlungsjahre in die gesetzliche Rentenversicherung erforderlich.

Fazit und eigene Meinung

Dass Selbständige mehr für ihre Altersvorsorge tun sollten, ist hinlänglich bekannt. Dennoch kann ich persönlich diese neue Regelung nur als unsozial bewerten. Einmal ist der einkommensunabhängige Beitrag für die Rentenversicherung ungerecht und wird einige Existenzgründer abschrecken, in die Selbständigkeit einzutreten.

Und wer mit  einem Monatsbeitrag von mindestens 400 Euro über einen Zeitraum von 45 Jahren gerade mal einen Rentenanspruch erwirbt, der minimal über dem Grundsicherungsbetrag liegt, wirft eigentlich Geld aus dem Fenster.

Anscheinend sind die Politiker der Vorstellung verfallen, dass Selbständige die Großverdiener der Nation sind. Ein absoluter Trugschluss.

Wer sich also in jungen Jahren selbständig macht, hat gleich Kosten von mehr als 700 Euro am Hals, Krankenversicherung, Rentenversicherung usw.

Deutschland und seine Selbständigen brauchen andere, gerechtere Reformen als diese angeblich sinnvolle Neuregelung.

Dass viele so ähnlich denken, zeigen die zahlreichen Kommentare zu dem Beitrag Von der Leyen will Selbständige zu Altersvorsorge zwingen auf Spiegel.de.

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Altersvorsorgepflicht für junge Selbstständige wird immer wahrscheinlicher

Die  Bundesarbeitsministerin von der Leyen sieht vor, dass ab dem nächsten Jahr, also ab 2013, Selbständige dazu verpflichtet werden sollen, eine private Altersvorsorge abzuschließen.

Für welche Vorsorge man sich letztendlich entscheidet, bleibt dem einzelnen überlassen. Als Alternativen stehen Lebensversicherung, private oder gesetzliche Rentenversicherung als auch die Rürup-Rente zur Auswahl. In einem früheren Artikel zur Altersvorsorgepflicht für Selbständige und Existenzgründer habe ich diese Optionen schon erwähnt.

Wer als Selbständiger bis dahin keinen Abschluss, entweder als Lebensversicherung oder als private Rentenversicherung bzw. Rürup-Rente vorweisen kann, der soll in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert werden.

Diese neue Regelung wird wahrscheinlich für alle selbständig Tätigen gelten, die bei Gesetzeseinführung jünger als 30 Jahre sind oder erst in diesem Alter in die Selbständigkeit eintreten.

Für ältere Selbständige (zwischen 30 bis 50 Jahren) sollen nur abgeschwächte Regeln eintreten. Selbständige über 50 Jahren werden in die neue Altersvorsorgepflicht nicht einbezogen. Genauso werden auch Selbständige, die weniger als 400 Euro monatlich verdienen , nicht in diese neue Regelung mit aufgenommen.

Dieses neue Gesetz wird wegen der sehr großen Gefahr der Altersarmut von der Regierung angestrebt, denn schließlich ist man als Selbständiger nicht verpflichtet, für das Rentenalter finanziell vorzusorgen.

Wichtig zu erwähnen ist auch noch, dass die neue Vorsorgepflicht mit Übergangsfristen sowie Ausnahmenregelungen kommen wird: Freiberufler wie Architekten, Ärzte oder Anwälte, die über ihre berufsständischen Versorgungswerke abgesichert sind sowie Mitglieder der Künstlersozialkasse sind von den neuen Regeln nicht betroffen.

Von der Zusatzrente für Selbständige wird von der Regierung erwartet, dass sie über der Grundsicherung im Alter liegt, die augenblicklich ungefähr 700 Euro monatlich ausmacht.

Wer auf diese Rentenhöhe kommen will, muss mit 45 Jahren Beitragszahlungen von 250 bis 300 Euro monatlich rechnen. 100 Euro zusätzlich sollten noch für eine Erwerbsminderungsrente eingeplant werden.

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Ab 2013 Altersvorsorge-Pflicht für Selbständige?

Verschiedenen Pressemeldungen zufolge will die Regierung ab 2013 selbständig Tätige verpflichten, eine private Altersvorsorge abzuschließen.

Bis jetzt steht es jedem Selbständigen oder Freiberufler frei, sich für eine private Altersvorsorge, beispielsweise mit einer privaten Rentenversicherung, oder für die gesetzliche Rentenversicherung oder für keines von beiden zu entscheiden.

Als Begründung wird die Altersarmut angegeben, da viele Selbständige sich um ihre Absicherung im Alter nicht ausreichend kümmern und so im Rentenalter oft zum Sozialfall werden. Vor allem Kleinst-Betriebe wie Ein-Mann-Unternehmen sind von dieser Gefahr betroffen.

Andere vermuten hinter dieser möglichen Entscheidung, dass man den angeschlagenen Lebensversicherern unter die Arme greifen will, denn deren Geschäfte laufen seit Jahren schlecht. Und auch die Zahl der neu abgeschlossenen Riester-Verträge steigt nur unwesentlich an. Es hat sich schließlich rumgesprochen, dass die Konditionen sehr schlecht sind und die Garantieverzinsung nach Kostenabzug im negativen Bereich liegt.

Wie diese verpflichtende Altersvorsorge genau aussehen soll, ist bisher nicht bekannt, Details liegen der Öffentlichkeit noch nicht vor.

Staatliche Subventionierung von Versicherungsunternehmen?

Generell finde ich eine Versicherungspflicht für Selbständige für die Altersvorsorge auf den ersten Blick nicht verwerflich, denn wirklich viele tun in diesem Bereich nichts, teils weil sie zu leichtfertig sind, teils auch weil das Geld für solche Ausgaben nicht vorhanden ist.

Allerdings sollten die Politiker den Betroffen mehrere Alternativen für die private Altersvorsorge anbieten und sie nicht per Gesetz in die private Rentenversicherung drängen. Eine anständige Verzinsung der Versicherungsprodukte ist ein wesentliches Stichwort, denn momentan liegt der Höchstrechnungszins für Kapitallebens- und Rentenversicherungen bei nur ungefähr 1,75 Prozent, Tendenz fallend. Da kann man gleich ein Tagesgeldkonto anlegen und seine Ersparnisse dort verzinsen lassen.

Ebenfalls schlecht und mit einem Subventionierungsbeigeschmack für kränkelnde Versicherungsunternehmen versehen wäre die Entscheidung, bisher abgeschlossene Verträge für die Altersvorsorge als ungültig zu deklarieren und Neuabschlüsse  von Selbständigen zu verlangen.

Außerdem wäre die bessere Alternative für eine Altersvorsorge-Pflichtversicherung steuerliche Förderungen oder Entlastungen der Selbständigen, damit mehr Geld für die private Vorsorge übrig bleibt. Daran scheint bei der momentanen Regierung niemand zu denken.

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Tipps zur sozialen Absicherung für Existenzgründer und Selbständige

Wer sich selbständig macht und damit gerade am Anfang der Existenzgründung steht, muss bei seiner privaten und beruflichen Absicherung erst einmal Kompromisse machen. D. h. man schließt zuerst die wichtigsten Versicherungen ab und die weniger wichtigen kommen mit der Zeit dazu, wenn sich die finanzielle Situation stabilisiert hat.

Allerdings sollten Sie mit den weiteren Versicherungen nicht allzu lange warten, damit für Sie keine Nachteile entstehen, wie beispielsweise bei der privaten Rentenversicherung. Je älter Sie sind, desto höhere Beiträge müssen Sie zahlen, um am Ende eine attraktive Rente zu erhalten.

Außerdem gibt es Pflichtversicherungen wie beispielsweise die Krankenversicherung, die jeder – auch Existenzgründer – haben muss. Viele junge Selbständige informieren sich zuerst auf den unterschiedlichsten Websites, welche Versicherungen sie benötigen und welche sinnvoll sind und verlieren schnell mal den Überblick in den ganzen Versicherungstipps und -empfehlungen, sodass oft gar nichts mehr hinsichtlich des Versicherungsschutzes getan wird.

Am besten gehen Sie an die ganze Sache systematisch heran. Krankenversichert müssen Sie und auch Ihre Familienmitglieder sein, so sind Sie in diesem Bereich schon mal grundlegend abgesichert. Dann sollten Sie allerdings Schwerpunkte setzen.

Schwerpunkte setzen: Die weiteren wichtigen Versicherungen sind eine private Haftpflichtversicherung, die meistens sehr günstige Tarife hat, eine private Rentenversicherung für die finanzielle Absicherung im Alter und eine Berufsunfähigkeitsversicherung, falls Sie irgendwann nicht mehr arbeitsfähig sein sollten. Überlegen Sie, welche Risiken bei Ihnen besonders groß sind, gegen die Sie sich absichern sollten.

Verschiedene Angebote vergleichen: Versicherungen unterscheiden sich bei Leistungen, Bedingungen und Tarifen. Daher sollten Sie nicht gleich die erstbeste Versicherung abschließen, sondern mehrere Angebote einholen und vergleichen. Das ist zwar zeitaufwändig, aber letztendlich kann der Vergleich Ihnen viel Geld sparen.

Welche Leistungen sind für Sie wichtig, welche weniger? Nicht benötigte Leistungen sollten Sie auch nicht mit in die Versicherungspolice aufnehmen, denn das schlägt sich auf die Versicherungspreise nieder.

Beratung suchen: Gerade „große“ Versicherungen wie die private Rentenversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung sollte man nicht spontan abschließen. Lassen Sie sich nach den ersten Angeboten besser von einem unabhängigen Versicherungsmakler beraten, damit Sie das bestmögliche für sich aus den Versicherungen und Versicherungsleistungen herausholen.

PKV oder GKV: Sind Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert, dann sollten Sie nicht gleich in der ersten Phase der Selbständigkeit einen Wechsel in die PKV planen, es sei denn, Sie verdienen wirklich sehr gut und die Einnahmen sind stabil. Auch wenn die PKV mit günstigen Einsteigertarifen locken, so günstig bleiben sie meistens nicht und ein Wechsel in die GKV ist dann kaum mehr möglich.

Gesetzliche Rentenversicherung: Auch hier sollten Sie vorher abwägen, ob Sie weiter in die gesetzliche Rentenversicherung als Selbständiger einzahlen wollen oder nicht. Waren Sie viele Jahre als Angestellte/r tätig und haben damit schon einige Zeit Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt, dann sollten Sie sich mit dem Rententräger in Verbindung setzen und auch deren Argumente in Ihre Entscheidung mit einbeziehen. Denn verlassen Sie die gesetzliche Rentenversicherung, können Sie Ihre erworbenen Anwartschaften verlieren.

Lange Vertragslaufzeiten vermeiden: Lange Vertragslaufzeiten sollten Sie möglichst umgehen. Außer bei der Lebens- und BU-Versicherung, die natürlich lange Laufzeiten haben, sollten die anderen Versicherungen nur eine Laufzeit von einem Jahr haben. Denn entdecken Sie irgendwann ein günstigeres Versicherungsangebot, dann haben Sie bei langen Laufzeiten keine Chance, die Versicherung zu wechseln.

Auf korrekte Antragstellung achten: Wenn Sie den Vertrag ausfüllen, achten Sie darauf, alle Felder auszufüllen. Fehlende Angaben können sich zu Ihrem Nachteil entwickeln. Sie müssen für alle fehlenden oder falschen Angaben selbst haften. Außerdem kann bei Unwahrheit die Versicherungsleistung ausfallen.

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