Wichtiges zur Krankentagegeld-Versicherung

Wie sieht der Krankenkassen-Beitrag für selbständige Geringverdiener aus?

Wenn Sie sich selbständig machen und dabei den Gründungszuschuss der Bundesagentur für Arbeit erhalten, werden Sie am Anfang bei der gesetzlichen Krankenversicherung als freiwillig Versicherte/r in die niedrige Beitragsbemessung (1.277,50 Euro) eingeordnet, sodass Sie einschließlich gesetzlicher Pflegeversicherung einen Krankenkassenbetrag von ungefähr 226 Euro monatlich zahlen werden.

Danach werden Sie jährlich über Ihren Einkommensteuerbescheid neu eingestuft. Wenn Sie zum ersten Mal einen Einkommensteuerbescheid vorlegen müssen, werden Sie nochmal in die geringe Beitragsbemessung wegen Ihres Gründungszuschusses eingeordnet.

Doch im zweiten Jahr werden Sie schließlich als hauptberuflich Selbständige/r eingestuft. Das heißt, wenn Sie immer noch geringverdienend sind, müssen Sie trotzdem einen deutlich höheren Krankenkassenbeitrag bezahlen, weil die Beitragsbemessungsgrenze für Mindesteinkommen für hauptberuflich Selbständige bei 1.916,25 Euro liegt.

Damit steigt der monatliche Beitrag einschließlich Pflegeversicherung auf knapp 340 Euro an.

Daher müssen Sie bei der Krankenkasse nachweisen, dass Sie immer noch geringverdienend und nichtvermögend sind. Bei diesem Nachweis ist es erforderlich, dass Sie auch die Vermögensverhältnisse Ihres Partners (falls Sie mit jemandem in einer sogenannten Bedarfsgemeinschaft leben) offenlegen und nachweisen.

Generell gilt, dass Ihr persönliches Vermögen, wie Sparguthaben, Tagesgeldguthaben, weitere Kontoeinlagen usw., nicht den Betrag von 10.220 Euro überschreiten dürfen (in den Formularen der Krankenkassen lautet die Formulierung: „das Vierfache der monatlichen Bezugsgröße = 4 x 2.555 Euro = 10.220 Euro“), damit Sie immer noch als geringverdienend und damit den niedrigeren Krankenkassenbeitrag zahlen können.

Liegen Sie über dem Wert und sind dennoch nach dem Einkommensteuerbescheid geringverdienend, werden Sie trotzdem in die höhere Beitragsbemessung eingestuft und müssen mehr zahlen.

(Bildquelle Artikelanfang: © Wolfgang-S #16176778/Fotolia.com)

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