Private Krankenversicherung für Selbständige

Private Krankenversicherung

Selbständige, Freiberufler sowie Existenzgründer haben die Option: Entweder sie bleiben weiter freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichert oder sie suchen sich eine entsprechende private Krankenversicherung aus.

Eine private Krankenversicherung hat Vor- wie Nachteile.

Vorteile einer privaten Krankenversicherung für Selbständige

Da die monatlichen Versicherungsbeiträge bei einer privaten Krankenversicherung (PKV) unabhängig vom durchschnittlichen Einkommen festgelegt werden, können auch Existenzgründer, die noch nicht über stabile Einnahmen verfügen, sich günstig privat versichern lassen.

Aus unterschiedlichen Faktoren setzt sich der private Krankenversicherungsbeitrag zusammen, was letztendlich bedeutet: Je komfortabler und umfassender der Versicherungsschutz, desto höher der monatliche Versicherungsbeitrag.

Wenn Sie eine stabile Gesundheit haben und z. B. festlegen, dass Sie einen bestimmten Betrag an Arztrechnungen im Jahr aus Ihrer eigenen Kasse bezahlen (Selbstbeteiligung), dann wird der Tarif sehr günstig. Mit fortschreitendem Alter ändert sich das aber.

Weitere beitragsbeeinflussende Faktoren sind Chefarztbehandlung und Einbettzimmer bei Krankenhausaufenthalt, Tagesgeld im Krankheitsfall usw.

Die Preisspanne für eine private Krankenversicherung ist ziemlich variabel. So ist für jüngere Versicherungsnehmer unter 30 Jahren schon ein monatlicher Versicherungsbeitrag von unter 100 € möglich. Darin sind meistens Operationen sowie Vor- und Nachuntersuchungen enthalten.

Nachteile einer privaten Krankenversicherung für Selbständige

Sind Sie schon 40+ und/oder leiden an chronischen Erkrankungen, dann wird es schwierig, einen günstigen Tarif bei der PKV zu erhalten. Außerdem wird bei Versicherungsabschluss verlangt, dass Sie Vorerkrankungen und chronische Erkrankungen im Vertrag angeben.

Da das Prinzip der PKV darauf ausgerichtet ist, Rückstellungen für das Alter anzusparen, ist es auch für Versicherungsnehmer über 40 nicht mehr allzu günstig, in die PKV einzutreten. Sie haben nicht mehr genügend Zeit zur Verfügung, um entsprechende Rücklagen zu bilden.

Ein weiterer großer Nachteil: Sind Sie erst einmal in der PKV, können Sie kaum noch zurück in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Außer wenn Sie sich als Selbständiger wieder arbeitssuchend melden, wird die Arbeitsagentur Sie bei einer GKV anmelden.

Zusammenfassung

All diese Punkte sollten Sie sich genau durch den Kopf gehen lassen und sich auch mehrere Angebote von verschiedenen PKV einholen, bevor Sie sich zu einem Wechsel in eine private Krankenversicherung entschließen.

Wenn der günstigste monatliche Versicherungsbeitrag bei einer PKV über 300 € liegt, ist ein Wechsel in die private Krankenversicherung kaum noch lohnenswert.

Jedenfalls kann man keine pauschale Empfehlung an Selbständige geben, dass eine Versicherung in einer PKV besser als ist als eine in einer GKV. Jeder muss für sich selbst entscheiden, auf welche Versicherungsleistungen er Wert legt.

» Hier geht es zum umfassenden Tarifvergleich für private Krankenversicherungen