Rürup Rente

Rürup-Rente: Änderungen ab 2012

Die Altersvorsorge ist für die meisten Deutschen der zentrale Begriff im Bereich der Absicherungen. Die Sparquote, für die Altersvorsorge, lag im vergangenen Jahr durchschnittliche bei etwa elf Prozent. Besonders beliebt bei den Deutschen: Die Rürup-Rente.

Durch die staatliche Förderung und eine mögliche Auszahlung bereits ab dem 60. Lebensjahr war dieses Altersvorsorgeprodukt seit jeher besonders attraktiv für die Deutschen.

Doch das soll sich nun ändern. Bei abgeschlossenen Verträgen nach dem 31. Dezember 2011 gilt als frühester Auszahlungsbeginn das 62. Lebensjahr. Wer also bereits ab dem 60. Lebensjahr Teile seiner Altersvorsorge genießen möchte, sollte schnell handeln.

Steuervorteile sichern

Mit der Rürup-Rente hat der Gesetzgeber eine Basisversorgung für alle Personen geschaffen, die nicht von der gesetzlichen Rentenversicherung erfasst werden. Entsprechend der Einordnung in die 1. Säule der Alterssicherung ist die Rürup-Rente restriktiv gehalten, was die Auszahlung des angesparten Kapitals betrifft. Dass die Rürup-Rente trotzdem angenommen wird, liegt an den steuerlichen Vorteilen.

Ein Beispiel für das Jahr 2012: Wenn ein Selbstständiger monatlich 500 Euro in seine Rürup-Rente investiert, kann er im Jahr einen Betrag von 4.440 Euro steuermindernd ansetzen, da der steuerliche Sonderausgabenabzug ab dem Jahr 2012 bei 74 Prozent liegt. Liegt sein persönlicher Steuersatz bei 40 Prozent, ergibt sich eine Steuerersparnis in Höhe von knapp 1.776 Euro. Dies mindert den eigentlichen finanziellen Aufwand für die Altersvorsorge erheblich.

Einziger Nachteil dieser Form der Altersvorsorge: Das angesparte Kapital kann nur als monatliche Rente bezogen, und nicht als Einmalzahlung ausgezahlt werden. Die Rentenzahlungen müssen wiederum versteuert werden. Da der persönliche Steuersatz im Alter aber in der Regel niedriger ausfällt, als in der Ansparphase, lohnt sich die Rürup-Rente trotzdem.

Lassen Sie sich von einem Experten beraten.

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