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HUK-Coburg Versicherungsgruppe: Vorstellung der Versicherungsangebote

Die HUK-Coburg Versicherungsgruppe gibt es seit dem Jahr 1933, als sie als “Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter e.V., Sitz Erfurt” gegründet wurde. 1950 erfolgte die Sitzverlegung nach Coburg, 1968 wurde die HUK-Coburg-Leben, 1987 die HUK-Coburg-Krankenversicherung gegründet, 1993 zählt die HUK-Coburg-Versicherungsgruppe mehr als fünf Millionen Mitglieder.

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Berufsunfähigkeitsversicherung: Keine Versicherungsleistung bei falschen Angaben zum Gesundheitszustand

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt und dabei falsche oder unvollständige Angaben hinsichtlich seines Gesundheitszustandes und vergangener Erkrankungen macht, der muss damit rechnen, im Falle einer Berufsunfähigkeit keine Versicherungsleistung zu erhalten.

Dazu liegt ein Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe vor, das sich damit auf die Seite der Versicherungen stellt.

Das heißt auch, dass man als Versicherungsnehmer wirklich alles angeben muss, was an körperlichen und seelischen Erkrankungen, Verletzungen und Unfällen im Laufe des Lebens zusammengekommen ist.

Auch solche Vorfälle, die einem nicht wichtig oder erwähnenswert erscheinen, wie beispielsweise eine Fußverstauchung oder ein Handgelenksbruch.

Vollständige Angaben zur Gesundheit Pflicht

Jetzt wird jeder natürlich denken, was hat eine zurückliegende Handverletzung mit einer Berufsunfähigkeit zu tun, die durch ein chronisches Rückenleiden ausgelöst wurde? Sicherlich nichts, aber die Versicherungsgesellschaften haben damit einen Angriffspunkt, um Zahlungen zu umgehen. Und wenn ihnen in diesem Punkt von Gerichten Recht gegeben wird, dann sollte man sich als Versicherungsnehmer an die Spielregeln halten.

Der konkrete Fall, der hier erwähnt wird, sah folgendermaßen aus:

Ein Bauschlosser hat 2011 wegen Rückenbeschwerden die Berufsunfähigkeit eingereicht. Da er zehn Jahre zuvor beim Versicherungsabschluss einige Vorerkrankungen (u. a. auch eine Bindehautentzündung) verschwiegen hatte, weigerte sich die Versicherung, eine Berufsunfähigkeitsrente zu zahlen.

Vor Gericht wurde die Klage des Bauschlossers abgewiesen. Das Gericht wies in seinem Urteil darauf hin, dass Versicherungen Zahlungen verweigern können, wenn der Versicherungsnehmer keine korrekten oder vollständigen Angaben hinsichtlich seiner Erkrankungen gemacht hat.

Wer also eine Berufsunfähigkeitspolice abschließt, sollte sich ausführlich Gedanken zu seinen vergangenen Erkrankungen jeglicher Art machen und niederschreiben. Nur so gelingt eine vollständige Krankheits-Geschichte.

Gerne würde jeder Versicherungsnehmer diese ausführlichen Gesundheitsbefragungen umgehen, doch es gibt kaum Versicherungen, die dies ihren Versicherungsnehmern ersparen. Denn an bestimmten Vorerkrankungen, die auf eine recht hohe Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit hindeuten, sind schon viele Vertragsabschlüsse gescheitert oder die Versicherung wurde für den Kunden dementsprechend teuer.

Schließlich wollen die Versicherungsgesellschaften genau wissen, ob sie bei dem jeweiligen Kunden fast sicher sein können, irgendwann eine BU-Rente zahlen zu müssen (was schlecht wäre) oder nicht.

Kaum Versicherungen mit oberflächlichen Gesundheitsbefragungen

Finanzen.de erwähnt in einem Fachartikel, dass es mittlerweile BU-Versicherungen gibt, die auf ausführliche Gesundheitsbefragungen verzichten, wie beispielsweise die Standard Life Versicherung.

In einer befristeten Aktion warb diese damit, dass man als Versicherungsnehmer nur zwei Gesundheitsfragen beantworten müsse. Man wollte nur wissen, ob der potenzielle Kunde im zurückliegenden Jahr mehr als 20 Tage arbeitsunfähig war und ob er länger als zwei Wochen an einem Stück ein Medikament eingenommen hat, das ihm von einem Arzt verordnet wurde.

Wurden beide Fragen mit Nein beantwortet, konnte der Kunde einen Versicherungsschutz abschließen, der ihm im Falle einer Berufsunfähigkeit eine monatliche BU-Rente von 500 Euro garantierte.

Der Haken an der Versicherung von Standard Life war allerdings, dass es sich dabei um eine Kombination aus BU-Schutz und Altersvorsorge handelte, und der größte Beitragsanteil in die Altersvorsorge floss. Endet der der BU-Schutz im Alter von 65 Jahren, wird das angesparte Kapital an den Versicherungsnehmer ausgezahlt. Für diese Versicherung mussten die Versicherungsnehmer einen akademischen oder kaufmännischen Beruf ausüben und nicht älter als 45 Jahre sein.

Versicherungsexperten bewerten die Kombination von Berufsunfähigkeitsversicherung und Altersvorsorge eher nachteilig, denn einmal fällt die BU-Rente nicht allzu hoch aus, sodass man als Versicherungsnehmer damit kaum seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, und wenn man keine Beiträge mehr für die Altersvorsorge einzahlen kann, verliert man auch den BU-Schutz.

Daher sind die klassischen Berufsunfähigkeitsversicherungen solchen Kombi-Angeboten vorzuziehen.

Wenn Sie sich für eine Berufsunfähigkeitsversicherung interessieren, dann verwenden Sie einen Online-Tarifvergleich, um ein passendes Angebot zu finden.

(Bildquelle oben: © Doc RaBe #34221481/Fotolia.com)

Berufsunfähigkeitsversicherung soll attraktiver werden

Jeder Selbständige wie auch jeder Arbeitnehmer weiß, wie wichtig eine BU-Versicherung ist, dennoch haben nur ungefähr 25 Prozent aller berufstätigen Deutschen eine solche Versicherung abgeschlossen.

Diese schlechte Quote hängt zum größten Teil mit den hohen Versicherungsbeiträgen zusammen, denn eine BU-Versicherung ist oft sehr teuer.

Während in den letzten beiden Jahren die Kosten für eine Berufsunfähigkeitsversicherung für ungefähr 30 Berufsarten angestiegen ist, gingen für über 100 die BU-Prämien runter. Von günstigeren Nettobeiträgen waren vor allem Ökonomen, Reiseführer, Modeschöpfer, Regisseure und Volkswirte betroffen.

Um mehr Menschen zu einem BU-Abschluss zu bringen, haben einige Versicherungsunternehmen deutlich an der Preisschraube gedreht und die Berufseinteilungen verfeinert. Gab es früher vier Kategorien, in die die verschiedenen Berufe je nach Berufsunfähigkeitsrisiko eingeteilt wurden, hat man jetzt bei manchen Versicherungsanbietern Zwischenstufen eingeschoben, um einzelne Berufe preislich zu begünstigen.

Akademiker und Selbständige mit Personalverantwortung profitieren von günstigen Versicherungsprämien

Es ist von Versicherungsunternehmen zu Versicherungsunternehmen unterschiedlich, wer von den neuen Einteilungen profitiert. Somit kann es also vorkommen, dass ein Beruf bei einigen Versicherungsanbietern preiswerter geworden ist, bei anderen dagegen teurer.

Meistens werden die Preise für die entsprechenden Zielgruppen des jeweiligen Versicherungsunternehmens gesenkt. Generell gilt auch: Je höher die berufliche Qualifikation, desto niedriger ist die monatliche Versicherungsprämie. Dahinter steckt der Gedanke, dass Hochqualifizierte sich viel mehr für eine berufliche Reintegration einsetzen als niedrig Qualifizierte und dadurch den Versicherer weniger Geld kosten.

Aber auch andere Kriterien senken die Beitragshöhe für die Berufsunfähigkeitsversicherung. So hat ein Handwerker mit Angestellten günstigere Voraussetzungen für eine preislich attraktive BU-Prämie, weil er mehr Zeit im Büro verbringt und dadurch seinen Körper und damit seine Gesundheit schont. Daher bieten einige Versicherungsunternehmen Selbständigen mit Angestellten niedrigere Prämien an.

Unqualifizierte müssen höhere Beiträge hinnehmen

Dagegen sind die Versicherungsbeiträge für Unqualifizierte und für Berufe mit hoher körperlicher Beanspruchung deutlich angestiegen. Diese Berufsgruppen zahlen zwischen 15 und 20 Prozent mehr als noch vor zwei Jahren.

Unisex-Tarife, die gegen Ende des Jahres eingeführt werden, können das neue Preisgefüge nochmals durcheinander bringen. Denn dann dürfen die Versicherer für Frauen und Männer nur noch einheitliche  Tarife anbieten. Einige Versicherungen rechnen damit, dass die Beiträge für Frauen um gut 10 Prozent ansteigen werden und somit die Beiträge der Männer subventionieren. Bis jetzt zahlten Frauen wegen des geringeren Berufsunfähigkeitsrisikos weniger.

Andere vermuten, dass auch die Beiträge der Männer ansteigen werden. Wie man sieht, sind sich auch in diesem Punkt die Unternehmen uneins.

(Bildquelle oben: © Doc RaBe #34221481/Fotolia.com)

Tipps zur sozialen Absicherung für Existenzgründer und Selbständige

Wer sich selbständig macht und damit gerade am Anfang der Existenzgründung steht, muss bei seiner privaten und beruflichen Absicherung erst einmal Kompromisse machen. D. h. man schließt zuerst die wichtigsten Versicherungen ab und die weniger wichtigen kommen mit der Zeit dazu, wenn sich die finanzielle Situation stabilisiert hat.

Allerdings sollten Sie mit den weiteren Versicherungen nicht allzu lange warten, damit für Sie keine Nachteile entstehen, wie beispielsweise bei der privaten Rentenversicherung. Je älter Sie sind, desto höhere Beiträge müssen Sie zahlen, um am Ende eine attraktive Rente zu erhalten.

Außerdem gibt es Pflichtversicherungen wie beispielsweise die Krankenversicherung, die jeder – auch Existenzgründer – haben muss. Viele junge Selbständige informieren sich zuerst auf den unterschiedlichsten Websites, welche Versicherungen sie benötigen und welche sinnvoll sind und verlieren schnell mal den Überblick in den ganzen Versicherungstipps und -empfehlungen, sodass oft gar nichts mehr hinsichtlich des Versicherungsschutzes getan wird.

Am besten gehen Sie an die ganze Sache systematisch heran. Krankenversichert müssen Sie und auch Ihre Familienmitglieder sein, so sind Sie in diesem Bereich schon mal grundlegend abgesichert. Dann sollten Sie allerdings Schwerpunkte setzen.

Schwerpunkte setzen: Die weiteren wichtigen Versicherungen sind eine private Haftpflichtversicherung, die meistens sehr günstige Tarife hat, eine private Rentenversicherung für die finanzielle Absicherung im Alter und eine Berufsunfähigkeitsversicherung, falls Sie irgendwann nicht mehr arbeitsfähig sein sollten. Überlegen Sie, welche Risiken bei Ihnen besonders groß sind, gegen die Sie sich absichern sollten.

Verschiedene Angebote vergleichen: Versicherungen unterscheiden sich bei Leistungen, Bedingungen und Tarifen. Daher sollten Sie nicht gleich die erstbeste Versicherung abschließen, sondern mehrere Angebote einholen und vergleichen. Das ist zwar zeitaufwändig, aber letztendlich kann der Vergleich Ihnen viel Geld sparen.

Welche Leistungen sind für Sie wichtig, welche weniger? Nicht benötigte Leistungen sollten Sie auch nicht mit in die Versicherungspolice aufnehmen, denn das schlägt sich auf die Versicherungspreise nieder.

Beratung suchen: Gerade „große“ Versicherungen wie die private Rentenversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung sollte man nicht spontan abschließen. Lassen Sie sich nach den ersten Angeboten besser von einem unabhängigen Versicherungsmakler beraten, damit Sie das bestmögliche für sich aus den Versicherungen und Versicherungsleistungen herausholen.

PKV oder GKV: Sind Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert, dann sollten Sie nicht gleich in der ersten Phase der Selbständigkeit einen Wechsel in die PKV planen, es sei denn, Sie verdienen wirklich sehr gut und die Einnahmen sind stabil. Auch wenn die PKV mit günstigen Einsteigertarifen locken, so günstig bleiben sie meistens nicht und ein Wechsel in die GKV ist dann kaum mehr möglich.

Gesetzliche Rentenversicherung: Auch hier sollten Sie vorher abwägen, ob Sie weiter in die gesetzliche Rentenversicherung als Selbständiger einzahlen wollen oder nicht. Waren Sie viele Jahre als Angestellte/r tätig und haben damit schon einige Zeit Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt, dann sollten Sie sich mit dem Rententräger in Verbindung setzen und auch deren Argumente in Ihre Entscheidung mit einbeziehen. Denn verlassen Sie die gesetzliche Rentenversicherung, können Sie Ihre erworbenen Anwartschaften verlieren.

Lange Vertragslaufzeiten vermeiden: Lange Vertragslaufzeiten sollten Sie möglichst umgehen. Außer bei der Lebens- und BU-Versicherung, die natürlich lange Laufzeiten haben, sollten die anderen Versicherungen nur eine Laufzeit von einem Jahr haben. Denn entdecken Sie irgendwann ein günstigeres Versicherungsangebot, dann haben Sie bei langen Laufzeiten keine Chance, die Versicherung zu wechseln.

Auf korrekte Antragstellung achten: Wenn Sie den Vertrag ausfüllen, achten Sie darauf, alle Felder auszufüllen. Fehlende Angaben können sich zu Ihrem Nachteil entwickeln. Sie müssen für alle fehlenden oder falschen Angaben selbst haften. Außerdem kann bei Unwahrheit die Versicherungsleistung ausfallen.

(Bildquelle Artikelanfang: © detailblick #15588238/Fotolia.com)

Welche privaten Versicherungen sind für Künstler wichtig?

Zu den Selbständigen gehören auch künstlerisch schaffende Menschen sowie Publizisten.

Für diesen Personenkreis gibt es gerade was die Kranken- und Rentenversicherung angeht, eine besondere Absicherung, die sogenannte Künstlersozialversicherung.

Diese ist für Künstler und Publizisten Pflicht, das heißt, sie müssen sich dort krankenversichern.

Künstlersozialversicherung – die „soziale Absicherung“ der Künstler

Durch die Künstlersozialversicherung sind Künstler wie Arbeitnehmer abgesichert, mit einer kleinen Ausnahme: Sie können keine Leistungen der Arbeitslosenversicherung und der Unfallversicherung beanspruchen.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, sich privat krankenversichern zu lassen, und zwar unter der Bedingung, dass man zu den Besserverdienenden zählt oder Berufsanfänger ist.

Weitere wichtige Versicherungen, die man als selbständiger Künstler oder Publizist benötigt, werden im folgenden Beitrag aufgeführt.

Gerade am Anfang seiner künstlerischen Tätigkeit ist es mit Sicherheit schwierig, viel Geld in weitere Versicherungen zu stecken. Daher sollte man sich genau überlegen, welche Prioritäten man setzen sollte.

Private Haftpflichtversicherung

Empfehlenswert – und nicht nur für Künstler – ist eine private Haftpflichtversicherung. Mit dieser Versicherung decken Sie nicht nur Schäden, die von Ihnen privat verursacht wurden, ab, sondern auch von Ihren Familienmitgliedern. Ihre Haftungsrisiken als Künstler können Sie damit allerdings nicht abdecken, dafür benötigen Sie eine betriebliche Haftpflichtversicherung.

Private Rentenversicherung

Wenn Sie über die Künstlersozialversicherung versichert sind, dann sind Sie auch automatisch rentenversichert, neben der Kranken- und Pflegeversicherung. Dennoch sollten Sie sich im Laufe Ihrer Selbständigkeit auch Gedanken über eine private Rentenversicherung machen, um mehr Rente im Alter zu bekommen.

Lebensversicherung

Eine Lebensversicherung für Sie als Künstler ist mit Sicherheit nicht eine der wichtigsten Versicherungen, vor allem wenn Sie alleinstehend sind. Wer aber eine Familie zu versorgen hat, der sollte zumindest eine Risiko-Lebensversicherung abschließen, die den festgelegten Versicherungsbetrag im Falle Ihres Todes an Ihre Hinterbliebenen auszahlt und diese damit finanziell (wenigstens für einen bestimmten Zeitraum) abgesichert sind.

Unfallversicherung

Da Sie als Künstler über die Künstlersozialversicherung nicht unfallversichert ist, sollten Sie sich privat unfallversichern. Denn schließlich passieren die meisten Unfälle nicht während der Arbeitszeit, sondern zuhause, beim Sport oder in der Freizeit.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Und auch Künstler sollten daran denken, dass sie arbeits- bzw. berufsunfähig werden können. Da die meisten Künstler nicht gerade eine risikoreiche Arbeit ausführen, dürfte die Einstufung von der Berufsunfähigkeitsversicherung noch ganz attraktiv sein, da das BU-Risiko nicht so hoch ist wie beispielsweise bei Dachdeckern.

(Bildquelle Artikelanfang: © SP-PIC #38758578/Fotolia.com)