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Welchen Versicherungsschutz braucht man als Existenzgründer?

Welche Versicherungen benötigt man als  Existenzgründer? Am Anfang seiner Selbständigkeit ist man in den meisten Fällen finanziell noch nicht abgesichert, da die Einnahmen sehr unregelmäßig sind.

Daher kann man sich auch noch nicht die Versicherungsbasis schaffen, die man als Selbständiger eigentlich benötigt. In dieser Phase sollten Sie sich nur die wichtigsten Versicherungen zulegen.

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Freiwillige Arbeitslosenversicherung: Immer mehr Selbständige verzichten darauf

Wer sich selbständig macht und mit seiner Geschäftsidee keinen Erfolg hat, dem droht ohne eine entsprechende finanzielle Absicherung, der Absturz. Aus diesem Grund wurde vor einigen Jahren die freiwillige Arbeitslosenversicherung ins Leben gerufen, um Existenzgründern und Selbständigen die Möglichkeit einer Absicherung im Falle des Scheiterns zu bieten.

Diese Absicherungsoption war noch von der rot-grünen Bundesregierung eingeführt worden, weil man nicht wollte, dass gescheiterte Existenzgründer auf Hartz IV angewiesen sein sollten. Damals waren die monatlichen Beiträge auch sehr günstig, man musste bis Ende 2010 nur 17,89 Euro zahlen (im Osten 15,89 Euro), ganz gleich wie viel man selbst verdiente.

Rasant steigende Beiträge durch veränderte Berechnungsgrundlage

Doch diese niedrigen Beiträge waren bald Geschichte. In den letzten knapp fünf Jahren kam es zu einer rasanten Beitragssteigerung. Grund dafür ist eine veränderte Berechnungsgrundlage, die 2010 von der damaligen schwarz-gelben Bundesregierung beschlossen wurde. Man sah in den niedrigen Beiträgen ungerechtfertigte Vorteile für Selbständige gegenüber den Arbeitnehmern und das sollte nicht sein.

Mittlerweile zahlen alle Selbständigen in die freiwillige Arbeitslosenversicherung monatlich 85,05 Euro (im Osten 72,45 Euro), was einer knappen  Verfünffachung des ursprünglichen Beitrags entspricht.

Die Folge: Immer mehr Gründer kehren der freiwilligen Arbeitslosenversicherung den Rücken, weil sie sich diese Beiträge wohl nicht mehr leisten können. Das zeigen die Versichertenzahlen, die sich seit 2010 mehr als halbiert haben. Zahlten noch 2010 mehr als eine Viertel Million Existenzgründer und Selbständige in diese Versicherung ein, waren es Ende 2014 nur noch gut 120 000.

Die aktuellen Zahlen aus dem Februar 2015 belegen, dass die Versichertenzahl nun sogar unter die 100 000-Marke gefallen ist. (Quelle: Saarbrücker Zeitung, 2./3. Mai 2015). Aus dem “ungerechtfertigten Vorteil” scheint sich ein ungerechtfertigter Nachteil entwickelt zu haben. Denn wer am Anfang auf jeden Cent schauen muss, weil sich die Einnahmen noch nicht stabilisiert haben, wird auf jede Ausgabe, die nicht unbedingt sein muss, verzichten. Eine ungute Entwicklung.

Persönliche Stellungnahme

Ich selbst habe vor gut sechs Jahren auch diesen Versicherungsschutz in Anspruch genommen, um mich vor dem Scheitern meiner Selbständigkeit abzusichern und Anspruch auf Arbeitslosengeld I zu erwerben. Die niedrigen Beiträge haben meine Entscheidung für den Eintritt in die freiwillige Arbeitslosenversicherung sicherlich begünstigt.

Der starke Beitragsanstieg finde ich komplett überzogen und gerade die Begründung, dass Selbständige keine Vorteile gegenüber anderen Berufstätigen haben sollen, ist mehr als lachhaft, denn letztendlich haben wir mehr Nachteile als Vorteile: Ich brauche nur daran zu erinnern, dass wir unsere Sozialversicherungsbeiträge zu 100 Prozent selbst zahlen müssen, im Gegensatz zu den Arbeitnehmern.

Will man die Gründerfreudigkeit in Deutschland fördern, dann sollte man den Menschen, die das Risiko eingehen, einen eventuell sicheren Arbeitsplatz gegen die unsichere Selbständigkeit einzutauschen, nicht noch mehr Steine in den Weg legen. Aus meiner Sicht gehört diese Versicherungsleistung wieder auf den Prüfstand und nicht nur die, sondern auch die damit verbundenen Leistungsansprüche, denn die sind auch veraltet.

Bisher ist es so, dass die Höhe des Arbeitslosengeldes sich an der formen beruflichen Qualifikation des Empfängers orientiert. Hat man studiert, bekommt man mehr als wenn man “nur” eine Berufsausbildung absolviert hat, obwohl die Betroffenen die gleichen Beiträge in die freiwillige Arbeitslosenversicherung einbezahlt haben.

Ebenfalls nachteilig: Nur in den ersten drei Monaten der Selbständigkeit kann ein Existenzgründer einen Antrag auf Arbeitslosenversicherung stellen.

Ob die augenblickliche Bundesregierung in der nächsten Zeit wieder mehr an die Selbständigen in Deutschland denkt, bleibt zu bezweifeln, denn unsere Lobby ist nicht sehr stark. Eher kommen noch mehr Nachteile für uns auf, als dass diese abgebaut werden. Ich werde die Entwicklung jedenfalls aufmerksam beobachten.

(Bildquelle Artikelanfang: © Markus Bormann #20155544/Fotolia.com)

Arbeitslosenversicherung: Bei Zahlungsverzug verlieren Selbständige den Versicherungsschutz

In einem Urteil vom vergangenen Jahr hat das Bundessozialgericht bestätigt, dass ein Selbständiger automatisch aus der freiwilligen Arbeitslosenversicherung ausscheidet, falls die letzte Beitragszahlung zur Versicherung drei Monate zurückliegt.

Seit sechs Jahren haben Selbständige – und hier sind vor allem Existenzgründer gemeint -, unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, sich weiterhin freiwillig in der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung oder Antragspflichtversicherung versichern zu lassen. Dabei muss der Selbständige oder Existenzgründer den entsprechenden Antrag in den ersten drei Monaten der Selbständigkeit stellen.

In einem konkreten Fall hatte eine Selbständige ihre Versicherungsbeiträge monatlich gezahlt bis April 2007. Daraufhin stellte sie weitere Zahlungen ein. Im September 2007 bekräftigte die Arbeitslosenversicherung das Ende des Versicherungsverhältnisses und zwar rückwirkend zum 30. April 2007, dem Monat, in dem die letzte Beitragszahlung erfolgte.

Schon im Bescheid der freiwilligen Arbeitslosenversicherung wurde die Selbständige informiert, dass bei Zahlungseinstellung bzw. -verzug das Versicherungsverhältnis beendet wird und kein Versicherungsschutz mehr besteht.

Ende Oktober 2007 zahlte die Frau die ausstehenden Beiträge von Mai bis Oktober 2007, was aber nichts mehr nutzte. Ebenfalls blieb die Klage vor Gericht auf Versicherungsweiterführung erfolglos. Das Bundessozialgericht sah an der Vorgehensweise der Arbeitslosenversicherung keine Beanstandung und bestätigte, dass die Versicherung kein Mahnungsschreiben versenden muss, um auf den bevorstehenden Ausschluss aus der Versicherung hinzuweisen. Schließlich stand diese Information schon im Versicherungsbescheid.

Durch die nachträglichen Zahlungen wurde der Versicherungsausschluss nicht mehr aufgehoben. (BSG, Urteil vom 30.3.2011, B 12 AL 2/09R, DB 2012 S. 104)

Also immer daran denken, den Versicherungsbetrag rechtzeitig zu überweisen! Empfehlenswert ist es daher, einen Dauerauftrag bei der Bank einzurichten.

(Bildquelle Artikelanfang: © Markus Bormann #20155544/Fotolia.com)

Freiwillige Arbeitslosenversicherung – Beiträge 2012 verdoppelt

Schon in den letzten Tagen des vergangenen Jahres flatterte das Schreiben der Bundesagentur für Arbeit bei mir ein mit den neuen Beitragszahlungen für die freiwillige Arbeitslosenversicherung im Jahr 2012.

Ich wusste es ja schon vorher, dass sich die Beiträge mal wieder verdoppeln, daher war es auch kein großer Schreck zu lesen, dass nun monatlich 78,75 Euro fällig werden, zumindest in den alten Bundesländern. In den neuen liegt der Beitrag bei 67,20 Euro.

Soweit ich weiß, gibt es für Neu-Selbständige im ersten Jahr eine besondere Regelung: Sie müssen nur die Hälfte des Beitrages zahlen.

Wer kann sich freiwillig weiterversichern?

Nicht jeder Selbständige kann sich über die freiwillige Arbeitslosenversicherung (oder Antragspflichtversicherung) weiter versichern. Dies ist nur möglich, wenn neue Existenzgründer

  • vor Beginn ihrer Selbständigkeit versicherungspflichtig in der Arbeitslosenversicherung waren
  • und sie müssen für die vergangenen 24 Monate mindestens 12 versicherungspflichtige Monate nachweisen können. Meistens sind dies Beschäftigungszeiten, aber auch Erziehungszeiten von Kindern unter drei Jahren fallen darunter.

Erfüllen Sie diese Auflagen nicht, reicht es auch, wenn Sie vor der Existenzgründung ALG I bezogen haben.

Existenzgründer, die noch nie arbeitslosenversichert waren, können sich nicht freiwillig gegen Arbeitslosigkeit versichern, wie beispielsweise Hochschulabgänger.

Innerhalb der ersten drei Monate der Existenzgründung muss der Antrag auf Weiterversicherung bei der örtlichen Arbeitsagentur gestellt werden.

Warum sind die Beiträge in den letzten Jahren so deutlich gestiegen?

So wie ich es gelesen habe, werden die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung auf Grundlage einer monatlichen Bezugsgröße berechnet, die jährlich neu festgelegt wird.

Diese Bezugsgröße entspricht ungefähr dem Durchschnittseinkommen aller Beschäftigten. Im Jahr 2012 liegt die Bezugsgröße in den alten Bundesländern bei 2.625 Euro, in den neuen Bundesländern bei 2.240 Euro.

Für Selbständige wird der Beitrag nun auf Grundlage der vollen Bezugsgröße berechnet, in den Jahren zuvor waren es nur 25 Prozent, im vergangenen Jahr schon 50 Prozent. Drei Prozent von dieser Bezugsgröße müssen Selbständige als Versicherungsbeitrag zahlen. Diese Beitragshöhe zahlt auch ein Arbeitnehmer. Aus Gründen der Gerechtigkeit wurde deshalb auch der Beitrag der Selbständigen angepasst.

Fiktive Gehaltseinstufungen bei Arbeitslosigkeit

Wird ein Selbständiger (der freiwillig arbeitslosenversichert war) arbeitslos, hat er Anspruch auf Arbeitslosengeld. Dabei wird er zunächst in eine fiktive Gehaltsstufe eingeordnet, die sich nach der jeweiligen beruflichen Qualifikation richtet.

Generell sehen die ALG I-Zahlungen folgendermaßen aus:

Höhe des monatlichen Arbeitslosengeld I nach fiktiver Einstufung für freiwillige Versicherte in 2012*

Steuer-
klasse
I/IV

Steuer-
klasse
II

Steuer-
klasse
III

Steuer-
klasse
V

Berufliche Qualifikation** ohne Kind mit Kind mit Kind ohne Kind mit Kind ohne Kind mit Kind
Alte Bundesländer
Ohne Berufsausbildung 669,00 747,00 767,70 746,40 833,40 550,50 614,70
Ausbildungsberuf 839,70 937,80 958,50 962,40 1.074,60 693,30 774,00
Meister 1.005,90 1.123,20 1.146,00 1.149,30 1.283,40 828,30 924,90
Uni/Fachhochschule 1.164,90 1.300,80 1.325,70 1.320,00 1.473,90 956,10 1.067,40
Neue Bundesländer
Ohne Berufsausbildung 595,50 664,80 680,10 636,90 711,30 497,40 550,30
Ausbildungsberuf 738,90 825,00 845,10 842,10 940,20 607,20 678,30
Meister 885,00 988,20 1.009,80 1.014,00 1.132,50 731,10 816,60
Uni/Fachhochschule 1.025,40 1.144,80 1.167,90 1.169,40 1.305,60 843,60 942,00

 

* Zugrunde gelegt wurden die Bezugsgrößen des Jahres 2012 und der Arbeitslosengeld-Rechner der Bundesagentur für Arbeit für 2011        

** berufliche Qualifikation, die für die Tätigkeit erforderlich ist, in die vermittelt wird

Wie aus der Tabelle ersichtlich ist, erhalten arbeitslose Selbständige mit Uni- oder Fachhochschulabschluss den höchsten ALG I-Betrag, Geringqualifizierte bekommen nur gut die Hälfte, obwohl sie ja denselben Versicherungsbeitrag zahlen.

Daraus lässt sich ableiten, dass sich die freiwillige Arbeitslosenversicherung  – auch wenn sie jetzt deutlich teurer geworden ist – vor allem für Selbständige mit höherem Bildungsabschluss weiterhin lohnt.

Und auch für Selbständige über 50 ist es empfehlenswert, in der Arbeitslosenversicherung zu bleiben, weil sie im Falle der Arbeitslosigkeit ein paar Monate mehr ALG I-Zahlungen erhalten.

Gering Qualifizierte sollten sich die Sache genau überlegen, denn die Leistungen für sie sind so niedrig, dass sie oft noch mit Hartz IV aufstocken müssen, um sich den Lebensunterhalt sichern zu können. Daher ist für diese Berufsgruppe die freiwillige Arbeitslosenversicherung am wenigsten zu empfehlen.

Wann ist man als Selbständiger arbeitslos?

Wann man als Selbständiger arbeitslos ist, lässt sich nicht so einfach definieren. Grundsätzlich gilt, dass ein Selbständiger ohne Arbeit ist, wenn die selbständige Tätigkeit so schlecht läuft, dass diese weniger als 15 Stunden pro Woche in Anspruch nimmt. Dann kann man sich als arbeitslos bzw. arbeitssuchend melden.

Die selbständige Tätigkeit können Sie weiterhin als Nebeneinkommen weiterführen, allerdings dürfen Sie nicht mehr als 165 Euro Gewinn erzielen. Ein höherer Betrag wird dann auf das ALG I angerechnet.

Und natürlich müssen Sie bereit sein, jede zumutbare Arbeit anzunehmen.

Ausstieg aus der freiwilligen Arbeitslosenversicherung

Seit 2011 gibt es eine offizielle Kündigungsmöglichkeit, allerdings erst nach fünf Versicherungsjahren. Man kann aber auch seine Zahlungen einstellen und wird dann nach drei Monaten aus der Versicherung ausgesteuert, rückwirkend ab dem Monat, in dem keine Zahlung mehr erfolgte.

Sind Sie aus der freiwilligen Arbeitslosenversicherung ausgestiegen, haben Sie immer noch Versicherungsschutz. Wenn Sie einen Antrag auf ALG I stellen, haben Sie darauf Anspruch, wenn Sie in den vergangenen 24 Monaten mindestens 12 Monate Versicherungsbeiträge gezahlt haben.

(Bildquelle Artikelanfang: © Markus Bormann #20155544/Fotolia.com)

Antragspflichtversicherung – Ja oder nein für Existenzgründer?

Wie schon auf der Erläuterungsseite zur Antragspflichtversicherung bzw. Freiwillige Arbeitslosenversicherung aufgeführt, bietet die Bundesagentur für Arbeit Existenzgründern die Möglichkeit an, sich weiterhin freiwillig in der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung zu versichern.

Allein diese Option ist sicherlich eine gute Sache, denn diese Absicherung lässt noch junge Selbständige etwas ruhiger an ihr großes Projekt „Eigene berufliche Existenz aufbauen“ herangehen.

Bevor Sie sich für die freiwillige Weiterversicherung entscheiden, müssen Sie als Existenzgründer einmal bestimmte Voraussetzungen erfüllen:

  1. Sie müssen vor Aufnahme Ihrer selbständigen Tätigkeit innerhalb der letzten zwei Jahre mindestens ein Jahr in einem versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis gestanden haben.
  2. Sie müssen unmittelbar vor Ihrer Selbständigkeit ALG I bezogen haben.

Doch auch wenn Sie diese beiden wesentlichen Punkte erfüllen, sollten Sie sich mittlerweile ausreichend Gedanken machen, ob Sie sich freiwillig weiterversichern wollen.

Da die Versicherungsbedingungen sich seit diesem Jahr deutlich verschärft haben, ist es schwer, einen Rat für oder gegen die Antragspflichtversicherung auszusprechen. Letztendlich muss es jeder Existenzgründer mit sich selbst ausmachen, ob er sich auf diese Art und Weise bei seinem Scheitern absichern will.

Contra Antragspflichtversicherung

Die wesentlichen ungünstigen Entwicklungen der Antragspflichtversicherung sind einmal der deutliche Anstieg des monatlichen Versicherungsbeitrags: Im Jahr 2011 liegt er im Westen Deutschlands bei 38,33 Euro monatlich, im Osten bei gut 33 Euro.

Und im folgenden Jahr wird er sich nochmals verdoppeln, sodass im Westen über 75 Euro monatlich in die Versicherung eingezahlt werden müssen. Außerdem müssen Sie nun mindestens fünf Jahre in dieser Versicherung bleiben. Zumindest sieht es nach den aktuellen Regelungen so aus. Ob im nächsten Jahr in dieser Beziehung eine Änderung eintritt, weiß noch niemand.

Gerade wer am Anfang seiner Selbständigkeit noch keine dauerhaften Einnahmen erzielt, der wird sich wahrscheinlich mehrmals überlegen, ob er die gut 38 Euro bzw. gut 76 Euro im nächsten Jahr über einen Zeitraum von fünf Jahren zahlen kann oder will. Meistens zeigt es sich ja nach drei Jahren, ob man auf dem Markt bestehen kann und so wird die Arbeitslosenversicherung spätestens dann uninteressant, sodass man zu diesem Zeitpunkt gerne aussteigen und sich die Versicherungsbeiträge sparen würde. Das geht nun nicht mehr.

Pro Antragspflichtversicherung

Auf der anderen Seite – sollte man als Selbständiger wirklich scheitern – hat man Anspruch auf zumindest sechs Monate Arbeitslosengeld (ALG I), dessen Höhe sich nach einem fiktiven Arbeitsentgelt richtet. Die Höhe des fiktiven Arbeitsentgelts ist u. a. von der Beschäftigung, auf die sich die Vermittlungsbemühungen der Bundesagentur für Arbeit für den Arbeitslosen richten, und der für die Ausübung dieser Beschäftigung erforderlichen Qualifikation abhängig.

Wenn Sie nicht freiwillig arbeitslosenversichert sind und Ihre Selbständigkeit scheitert, können Sie nur ALG II (Hartz IV) geltend machen. Also auch keine gute Alternative.

Fazit

Als Fazit bleibt, dass auch trotz der zunehmenden unattraktiven Versicherungsbedingungen die Antragspflichtversicherung immer noch eine gute Option ist, sich den Bezug von ALG I nach Aufgabe der Selbständigkeit für einen Mindestzeitrahmen von sechs Monaten zu sichern.

Wer auch noch eine Familie zu ernähren hat, dem sollte man doch empfehlen, diese Versicherung abzuschließen.

(Bildquelle Artikelanfang: © Markus Bormann #20155544/Fotolia.com)

Freiwillige Arbeitslosenversicherung: Angeblich Rauswurf nach Einstellung der Beitragszahlungen möglich

Auch wenn ich es bisher anders gehört habe, so soll es doch möglich sein, dass Selbständige, die die Beiträge zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung (auch jetzt Antragspflichtversicherung) drei Monate lang nicht zahlen, aus der Versicherung ohne Ermahnung rausgeworfen werden.

Der Versicherungsschutz ist damit auch hinfällig. So ist es einer Existenzgründerin ergangen, die den Zahlungen drei Monate lang nicht nachkam und schließlich aus der Versicherung rausflog.

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