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Im vergangenen Jahr 2013 konnten einige gesetzlich Krankenversicherte sich über eine Rückzahlung ihrer Krankenkasse freuen. Und dies soll im Jahr 2014 so weitergehen.

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Die gesetzlichen Krankenversicherungen nehmen immer mehr ein, sodass ihre Überschüsse mittlerweile eine ansehnliche Höhe erreicht haben. Dennoch werden viele ihre Gewinne (ca. 22 Milliarden Euro insgesamt) zunächst einmal horten oder in bessere Versicherungsleistungen investieren wollen und nicht an ihre Kunden auszahlen. Eigentlich dürften die GKV nur Rücklagen in der Höhe des Anderthalbfachen einer Monatsausgabe anhäufen.

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Am Ende eines jeden Jahres stellt sich für Versicherte die Frage, was ändert sich im nächsten Jahr bei den wichtigen Versicherungen, vor allem bei den Krankenversicherungen.

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Wer sich selbständig macht und damit gerade am Anfang der Existenzgründung steht, muss bei seiner privaten und beruflichen Absicherung erst einmal Kompromisse machen. D. h. man schließt zuerst die wichtigsten Versicherungen ab und die weniger wichtigen kommen mit der Zeit dazu, wenn sich die finanzielle Situation stabilisiert hat.

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Das Europa-Parlament in Straßburg hat nach Jahre dauernden Auseinandersetzungen ein Gesetz verabschiedet, das verbindlich festhält, dass ab 2013 die Krankenversicherungen Behandlungskosten im Ausland übernehmen, die auch in Deutschland anfallen würden.

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Wenn Sie sich selbständig machen und dabei den Gründungszuschuss der Bundesagentur für Arbeit erhalten, werden Sie am Anfang bei der gesetzlichen Krankenversicherung als freiwillig Versicherte/r in die niedrige Beitragsbemessung (1.277,50 Euro) eingeordnet, sodass Sie einschließlich gesetzlicher Pflegeversicherung einen Krankenkassenbetrag von ungefähr 226 Euro monatlich zahlen werden.

Danach werden Sie jährlich über Ihren Einkommensteuerbescheid neu eingestuft. Wenn Sie zum ersten Mal einen Einkommensteuerbescheid vorlegen müssen, werden Sie nochmal in die geringe Beitragsbemessung wegen Ihres Gründungszuschusses eingeordnet.

Doch im zweiten Jahr werden Sie schließlich als hauptberuflich Selbständige/r eingestuft. Das heißt, wenn Sie immer noch geringverdienend sind, müssen Sie trotzdem einen deutlich höheren Krankenkassenbeitrag bezahlen, weil die Beitragsbemessungsgrenze für Mindesteinkommen für hauptberuflich Selbständige bei 1.916,25 Euro liegt.

Damit steigt der monatliche Beitrag einschließlich Pflegeversicherung auf knapp 340 Euro an.

Daher müssen Sie bei der Krankenkasse nachweisen, dass Sie immer noch geringverdienend und nichtvermögend sind. Bei diesem Nachweis ist es erforderlich, dass Sie auch die Vermögensverhältnisse Ihres Partners (falls Sie mit jemandem in einer sogenannten Bedarfsgemeinschaft leben) offenlegen und nachweisen.

Generell gilt, dass Ihr persönliches Vermögen, wie Sparguthaben, Tagesgeldguthaben, weitere Kontoeinlagen usw., nicht den Betrag von 10.220 Euro überschreiten dürfen (in den Formularen der Krankenkassen lautet die Formulierung: „das Vierfache der monatlichen Bezugsgröße = 4 x 2.555 Euro = 10.220 Euro“), damit Sie immer noch als geringverdienend und damit den niedrigeren Krankenkassenbeitrag zahlen können.

Liegen Sie über dem Wert und sind dennoch nach dem Einkommensteuerbescheid geringverdienend, werden Sie trotzdem in die höhere Beitragsbemessung eingestuft und müssen mehr zahlen.

Was passiert mit den Versicherungspolicen, wenn der Versicherte stirbt. Es gibt Versicherungen, die weiterlaufen, andere erlöschen automatisch, manche wiederum müssen gekündigt werden.

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Bevor näher auf die Vorteile der Anwartschaftsversicherung eingegangen wird, sollte geklärt werden, was unter dem Begriff zu verstehen ist. Als die Krankenversicherung noch keine Pflichtversicherung war, konnte man – wenn man über einen längeren Zeitraum keinen Krankenversicherungsschutz benötigte – entweder aus der Versicherung austreten oder aber eine Anwartschaftsversicherung abschließen. Dieser Schritt war deutlich sinnvoller als komplett die Versicherung zu verlassen, erstens weil die versicherungslose Zeit mit Risiken behaftet ist und zweitens, weil es aufwändiger ist, wieder einen neuen Versicherungsantrag zu stellen.

Die Anwartschaftsversicherung sah vor, dass über einen bestimmten Zeitraum die Versicherungspflichten und -rechte der Versicherungspartner ruhen, der Versicherer aber zusichert, nach der Anwartschaftszeit dem Versicherungsnehmer zu den alten Konditionen erneuten Versicherungsschutz zu leisten. In der Zeit, in der die Versicherungsleistungen ruhen, zahlt der Versicherungsnehmer einen geringen Anwartschaftsbetrag.

Und obwohl seit 2007 die Krankenversicherung eine Pflichtversicherung ist, gibt es doch noch Situationen, in denen die Anwartschaftsversicherung sinnvoll ist.

Die verschiedenen Gründe für eine Anwartschaftsversicherung führe ich nachfolgend auf:

1. Wenn Sie einen Auslandsaufenthalt aus beruflichen oder anderen Gründen vorhaben und danach eine selbständige Tätigkeit in Deutschland ausüben wollen als freiwillig Versicherter in der GKV, ist eine Anwartschaftsversicherung zu empfehlen. So erhalten Sie sich Ihren Anspruch auf Krankengeld.

2.  Sie kommen während eines längeren Auslandsaufenthaltes ab und zu für kurze Zeit nach Deutschland zurück, ohne den Wohnsitz wieder dorthin zu verlegen. Die klassische Versicherungspflicht setzt aber nur ein, wenn Ihr Wohnsitz wieder in Deutschland liegt, nicht aber bei kurzzeitigen Aufenthalten. Um auch in einem solchen Fall abgesichert zu sein, sollten Sie eine Anwartschaftsversicherung abschließen.

3. Sie verlegen Ihren Wohnsitz in ein anderes Land der EU, des Europäischen Wirtschaftsraumes oder in die Schweiz und sind dort privat krankenversichert. Damit verwirken Sie sich die Möglichkeit, bei einer Rückkehr nach Deutschland erneut Pflichtmitglied der GKV zu werden. Mit der Anwartschaft wahren Sie sich die Option, nach der Rückkehr nach Deutschland wieder in die GKV eintreten zu können.

4. Die Anwartschaftsversicherung wird ebenfalls bei der Vorversicherungszeit für Pflegeleistungen berücksichtigt. Leistungen der Pflegeversicherung werden nur gewährt, falls Sie in einem Zeitraum von 10 Jahren vor der Antragstellung eine Vorversicherungszeit von zwei Jahren nachweisen können.

5. Die gesetzliche Krankenversicherung darf auch einen Leistungsauschluss verhängen und zwar dann, wenn Sie Ihren ausländischen Wohnsitz nach Deutschland zurückverlegen, nur um missbräuchlicherweise Leistungen der GKV in Anspruch zu nehmen. Haben Sie eine Anwartschaftsversicherung, wird Ihnen eine Versicherungsaufnahme bzw. -fortführung ohne Probleme ermöglicht.

6. Wollen Sie später Pflichtmitglied in der Krankenversicherung der Rentner werden, müssen Sie als Voraussetzung dafür in der zweiten Hälfte Ihres Erwerbsleben 9/10 dieser Zeit in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert gewesen sein. Sollten Sie während Ihres Berufslebens einige Jahre im Ausland gearbeitet haben, wäre die 9/10-Regel wahrscheinlich hinfällig. Auch in diesem Fall ist eine Anwartschaftsversicherung sinnvoll.

Wer also einen langjährigen Auslandsaufenthalt vorhat, der sollte aus rechtlichen Sicherheitsgründen auf jeden Fall eine Anwartschaftsversicherung erwägen.

Wer als Selbständiger weiterhin in der gesetzlichen Krankenversicherung als freiwilliges Mitglied bleibt, der muss – je nach Einnahmenhöhe – mit deutlich ansteigenden Versicherungsbeiträgen rechnen. Doch wie gestalten sich diese Beitragssteigerungen?

Für Existenzgründer, die ihren Eintritt in die Selbständigkeit mit dem Gründungszuschuss über den Zeitraum von 15 Monaten finanzieren, zahlen einen Mindestbetrag, der im Augenblick bei gut 226 Euro monatlich liegt.

Hohe Belastung für gering verdienende Selbständige

Danach erfolgt eine neue Einstufung auf Grundlage der letzten Steuererklärung, wobei die Krankenkassen für die Ermittlung des neuen Versicherungsbetrages ein festgelegtes Mindestbruttoeinkommen von 1890 Euro definieren. Das heißt, auch wenn Sie Einnahmen unterhalb dieser Höhe erzielen, müssen Sie den Versicherungsbeitrag zahlen, der für Bruttoeinnahmen ab 1890 Euro monatlich festgelegt wurde.

Schon bei einem Bruttoeinkommen von 2000 Euro liegt der durchschnittliche Versicherungsbetrag bei den GKV für Selbständige um 300 Euro monatlich.

Bei 3000 Euro brutto steigt er wiederum deutlich an auf ungefähr 465 Euro monatlich. Die Beitragsbemessungsgrenze der GKV liegt bei 3.712,50 €, d. h. wenn Sie diese Brutto-Einnahmen im Monat überschreiten, werden Sie in eine einkommensunabhängige Beitragsklasse eingeordnet und müssen den festen Versicherungsbetrag von 575,44 € monatlich bezahlen. Mit der Pflegeversicherung steigt der Monatsbeitrag dann auf 694,25 €. Ab diesem Zeitpunkt also sollten Sie an einen Wechsel in eine PKV denken.

An dieser Beitragssteigerung lässt sich ableiten, dass gerade für die gering sowie mittelmäßig verdienenden Selbständigen die Krankenversicherung eine deutliche finanzielle Belastung darstellt. Vor allem, wenn Sie alleinstehend sind. Haben Sie eine Familie mit Kindern, dann relativiert sich der Beitrag, denn Familienmitglieder sind in der GKV kostenlos mitversichert.

Wer vor dieser Belastung zurückschreckt, wird wahrscheinlich über einen Wechsel in die PKV nachdenken. Aber die niedrigen Einstiegstarife bei vielen privaten Versicherungsunternehmen sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass im Laufe der Zeit auch hier die Beträge deutlich ansteigen werden. Daher sollte ein PKV-Wechsel nicht allzu spontan passieren, sondern gut überlegt sein. Aber auch bei den günstigen PKV müssen Sie schon am Anfang mit einem durchschnittlichen Versicherungsbeitrag von knapp 200 Euro monatlich rechnen. Allerdings hängt dieser auch von Ihrem Alter ab.

Deshalb sollten Sie sich mehrere Versicherungsangebote einholen und auch  mit einem unabhängigen Versicherungsvertreter ein Beratungsgespräch führen.

Sie können die Tarife der GKV in dem GKV-Vergleichsrechner gut selbst testen, mit ihren eigenen Angaben wie Geschlecht, Alter, Bundesland, Bruttoeinkommen, Ihrer jährlichen Anzahl an Arztbesuchen und Ihren gewünschten Leistungsansprüchen und kontrollieren, wie sich die Beiträge innerhalb der verschiedenen GKV unterscheiden. Meistens sind die Unterschiede nicht sehr groß.

Wenn man bedenkt, dass nur noch wenige Medikamente bezahlt werden und auch hier der Eigenanteil der Versicherten in den letzten Jahren immer größer wird, so sind die GKV wirklich nicht preiswert.

Ein niedrigerer Beitragssatz gerade bei gering Verdienenden wäre wünschenswert, wird aber wahrscheinlich niemals in die Realität umgesetzt, wenn man bedenkt, dass die GKV auf dem Solidarprinzip aufbauen und ohnehin einige GKV vor der Pleite stehen.

Wenn Sie selbständig tätig sind bzw. gerade eine Existenzgründung als Selbständige/r oder Freiberufler planen, dann haben Sie sowohl die Option, sich freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung weiterversichern zu lassen oder Sie suchen sich eine private Krankenversicherung. Dieser Vorgang geht ganz leicht vonstatten.

Doch was passiert, wenn Sie von der PKV wieder in die GKV wechseln wollen, weil Ihnen beispielsweise die PKV-Versicherungsprämie zu hoch wird oder Sie Ihre Selbständigkeit aufgeben (müssen)?

Für die verschiedenen Einzelfälle gibt es bestimmte Regelungen:

1. Fall:
Wenn Sie als Selbständiger in die private Krankenversicherung eingetreten sind, dann führt auch kaum ein Weg heraus zurück zur GKV. Gerade dann, wenn Sie Ihre selbständige Berufstätigkeit aufrechterhalten und Sie vielleicht nur wechseln wollen, weil Ihnen die monatlichen Versicherungsbeiträge zu hoch geworden sind, müssen Sie weiterhin in der PKV bleiben.

2. Fall:
Ein anderer Fall liegt vor, wenn Sie Ihre Selbständigkeit aufgeben und wieder als Arbeitnehmer/in in ein Angestelltenverhältnis zurückkehren. Dann können Sie aufgrund Ihrer Arbeitnehmertätigkeit zurück zur GKV. Allerdings sollten Sie unter 55 Jahre alt sein.

3. Fall:
Denn hier kommt die nächste Sonderregelung zum Zuge. Wenn Sie über 55 Jahre alt sind, ob nun selbständig tätig oder auch Arbeitnehmer/in, kommen Sie nicht mehr in die GKV zurück. Auch über 55-jährige, die ihre Arbeit verlieren oder unter die Pflichtversicherungsgrenze zurückfallen, haben keine Wechselmöglichkeit mehr.

Sollten Sie wirklich nur wechseln wollen, weil Ihre PKV-Versicherungsprämie zu hoch geworden ist, dann sollten Sie mit Ihrer PKV reden und versuchen, in einen billigeren Basistarif innerhalb der PKV zurückgestuft zu werden.

Auch wenn mehrere gesetzliche Krankenversicherungen sich in einer finanziellen Schieflage befinden und dadurch Zusatzbeiträge von ihren Mitgliedern verlangen, sollte man sich vorher gut überlegen, ob ein Wechsel in die private Krankenversicherung auch wirklich sinnvoll ist. Neben Selbständigen können auch Arbeitnehmer, deren Bruttoeinkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt, in die PKV eintreten. Doch ein Wechsel sollte immer gut durchdacht sein, sowohl bei Arbeitnehmern als auch bei Selbständigen.

Auch wenn viele PKV günstige Einstiegsbeiträge anbieten, sollte man sich davon nicht blenden lassen, denn diese steigen mit den Jahren deutlich an und sind dann meist deutlich höher als die Beiträge der GKV. Außerdem haben auch private Krankenversicherungen mit Finanzierungsproblemen zu kämpfen, die sie letztendlich auch auf ihre Versicherten abschieben, indem sie die Beiträge erhöhen.

Im vergangenen Jahr 2011 stiegen die PKV-Beiträge durchschnittlich um 5 Prozent, auch Erhöhungen um 10 Prozent sind keine Seltenheit. Neben dem Vergleichen verschiedener Versicherungsunternehmen und deren Angeboten sollten sich daher die Verbraucher bei Verbraucherschutzorganisationen, Verbraucherzentralen oder Versicherungsmaklern unabhängig und neutral beraten lassen, bevor sie einen Krankenkassenwechsel durchführen.

(Bildquelle oben: © SP-PIC #32774013/Fotolia.com)

Selbständige und Existenzgründer müssen ihre Arbeitskraft noch mehr schützen als Arbeitnehmer, denn diese ist ihr größtes und auch anfälligstes Kapital, das bei Ausfall wegen Krankheit oder eines Unfalls ihre Existenz grundlegend bedrohen kann.

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