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Welchen Versicherungsschutz braucht man als Existenzgründer?

Welche Versicherungen benötigt man als  Existenzgründer? Am Anfang seiner Selbständigkeit ist man in den meisten Fällen finanziell noch nicht abgesichert, da die Einnahmen sehr unregelmäßig sind.

Daher kann man sich auch noch nicht die Versicherungsbasis schaffen, die man als Selbständiger eigentlich benötigt. In dieser Phase sollten Sie sich nur die wichtigsten Versicherungen zulegen.

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Krankenkassen-Prämien 2014: Diese Kassen zahlen

Im vergangenen Jahr 2013 konnten einige gesetzlich Krankenversicherte sich über eine Rückzahlung ihrer Krankenkasse freuen. Und dies soll im Jahr 2014 so weitergehen.

Diejenigen, die von ihrer gesetzlichen Krankenversicherung keine Prämie erhalten, können diese Versicherten durch einen Kassenwechsel eine Rückzahlung von der neuen Krankenkasse erhalten und worauf sollte man als gesetzlich Krankenversicherter noch achten?

Krankenkassen-Prämien auch an neue Mitglieder

Manche Krankenkassen zeigen sich gegenüber ihren Mitgliedern recht großzügig und zahlen ihre Überschüsse aus, die sie dank einer sehr gut verlaufenen Konjunktur erwirtschaftet haben. 22 gesetzliche Krankenkasse wollen in diesem Jahr Prämien an ihre Mitglieder zahlen, die Höhe des Betrags beläuft sich dabei zwischen 30 bis 130 Euro.

Doch nicht alle zahlen Prämien, sondern wollen die Überschüsse für schlechtere Zeiten ansparen bzw. ihre Versicherungs- und Serviceleistungen verbessern. Wer nun als Versicherter in den Genuss von Rückzahlungen kommen will, muss also Mitglied in der “richtigen” Krankenkasse sein oder über einen Kassenwechsel nachdenken. Die Frage ist natürlich, ob die 22 Kassen auch an neue Mitglieder die Prämie zahlen. Und tatsächlich haben sich einige gesetzliche Krankenkassen entschlossen, auch an neue Mitglieder Prämien auszuzahlen, sofern sie einen bestimmten Stichtag für den Kassenwechsel einhalten.

So erhält man beispielsweise eine Dividende von 80 Euro, wenn man bis zum 1. Dezember 2014 zur TK (Techniker Krankenkasse) wechselt. Diese Rückzahlung wurde schon im vergangenen Jahr von der TK getätigt, was wohl letztendlich dazu führte, dass die TK die Barmer GEK als mitgliederstärkste gesetzliche Krankenkasse abgelöst hat.

Außer der TK zahlen die BKK Mobil Oil 120 Euro Prämie, die hkk 100 Euro und die Hanseatische Krankenkasse 75 Euro. Die großen Kassen wie Barmer, AOK und DAK haben sich gegen eine Prämienauszahlung entschieden.

Auch Leistungen der Krankenkassen beim Wechsel abwägen

Allerdings sollte man sich nicht nur wegen einer Prämienzahlung für eine bestimmte gesetzliche Krankenkasse entscheiden, sondern auch darauf schauen, was die Krankenkasse an Leistungen für ihre Mitglieder im Angebot hat. Zwar ist zwischen den einzelnen gesetzlichen Krankenkassen der Leistungs- und Serviceunterschied nicht mehr allzu groß, doch in speziellen Bereichen wie beispielsweise beim Zuschuss zur professionellen Zahnreinigung schwanken die Angebote doch.

Daher sollte man vor einem Krankenkassenwechsel die Angebote der einzelnen Kassen genau vergleichen.

Wer die Krankenkasse wechseln will, muss die festgelegte Kündigungsfrist einhalten. Man kann jeweils zum übernächsten Kalendermonat die Kündigung aussprechen und wechseln. Wenn Sie also jetzt im Februar kündigen, läuft Ihre Mitgliedschaft noch bis zum 30. April 2014. Zum 1. Mail 2014 wäre dann eine Mitgliedschaft in einer anderen gesetzlichen Krankenkasse möglich. Allerdings muss man mindestens 18 Monate Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse gewesen sein, bevor man zur nächsten wechseln kann.

(Bildquelle Artikelanfang: © Wolfgang-S #16176778/Fotolia.com)

Gesetzliche Krankenversicherungen: Prämienzahlungen 2012 nur von wenigen Versicherern geplant

Die gesetzlichen Krankenversicherungen nehmen immer mehr ein, sodass ihre Überschüsse mittlerweile eine ansehnliche Höhe erreicht haben. Dennoch werden viele ihre Gewinne (ca. 22 Milliarden Euro insgesamt) zunächst einmal horten oder in bessere Versicherungsleistungen investieren wollen und nicht an ihre Kunden auszahlen. Eigentlich dürften die GKV nur Rücklagen in der Höhe des Anderthalbfachen einer Monatsausgabe anhäufen.

Der Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr hat die gesetzlichen Krankenkassen aufgefordert, die Überschüsse an die Versicherungsmitglieder in Form einer Prämie auszuzahlen.

Doch wenn sich noch die meisten gesetzlichen Krankenversicherer zieren, Rückzahlungen zu starten, so gibt es doch 17 Krankenkassen, die Beiträge an ihre Versicherten zurückzahlen.

Drei Krankenkassen bieten sogar eine Prämie für Versicherte an, die bis zu einem Stichtag die GKV wechseln. Dazu gehören die BIG direkt gesund (01.01.2013), die Hanseatische Krankenkasse (01.05.2013) und die BKK A.T.U. (31.12.2012). Die anderen gesetzlichen Krankenversicherungen zahlen die Prämien meist anteilig nach den Versicherungstagen oder -monaten, während denen der Kunde bei ihnen Mitglied war.

Die G&V BKK beispielsweise zahlt Prämien nur an Mitglieder aus, die das komplette Jahr dort versichert waren.

Prämien an Versicherungsmitglieder deutschlandweit

Die meisten Krankenversicherungen zahlen die Prämien in ganz Deutschland. Nur bei wenigen gibt es Einschränkungen. So zahlt z. B. die BKK Schwarzwald-Baar-Heuberg nur für Mitglieder in Baden-Württemberg.

Die Prämien werden wohl erst Ende April 2013 ausgezahlt.

Prämienhöhe unterschiedlich

Die Rückzahlungen bei den gesetzlichen Krankenkassen schwanken deutlich. Die niedrigste Prämie liegt bei ca. 50 Euro, die höchste bei ca. 120 Euro. Die Krankenkassen, die wechselwillige Kunden locken wollen, bieten sogar bis zu 140 Euro (genauer gesagt: die BIG direkt gesund).

Nachfolgend finden Sie eine Aufführung der gesetzlichen Krankenkassen und ihrer geplanten Prämienhöhe:

  • Techniker Krankenkasse (TK): 60 bis 120 Euro
  • Handelskrankenkasse (HKK): 60 Euro
  • Hanseatische Krankenkasse (HEK): 75 Euro
  • BKK Gildemeister Seidensticker: Höhe noch nicht bekannt, 2011: 60 Euro
  • BKK Verband Plus: ca. 60 Euro
  • BKK Schwarzwald-Baar-Heuberg: mindestens 50 Euro
  • BKK Wirtschaft und Finanzen: 72 Euro
  • BKK Textilgruppe Hof: ca. 60 Euro
  • G&V BKK: 72 Euro

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Änderungen bei den Krankenkassen 2012

Am Ende eines jeden Jahres stellt sich für Versicherte die Frage, was ändert sich im nächsten Jahr bei den wichtigen Versicherungen, vor allem bei den Krankenversicherungen.

Schon längere Zeit sind bei den GKV Zusatzbeträge im Gespräch, doch so wie es aussieht, werden viele gesetzliche Krankenversicherungen darauf im nächsten Jahr verzichten. Zumindest vorerst einmal.

Auf der Website von Krankenkassen.de finden Sie eine Übersicht über alle GKV, die 2012 auf einen Zusatzbeitrag verzichten wollen.

Dennoch kann man als Versicherter davon ausgehen, dass die Krankenkassenbeiträge demnächst wieder steigen werden. Und auch die Zahnbehandlungen werden teurer (siehe weiter unten).

Änderungen bei den PKV 2012

Wer als Selbständiger sich für eine private Krankenversicherung entschieden hat, muss ebenfalls mit Beitragserhöhungen im nächsten Jahr rechnen. Denn einmal wurde ja vor einigen Wochen gemeldet, dass die Gebührenordnung der Zahnärzte überarbeitet wurde und deren Honorare im kommenden Jahr wohl deutlich steigen werden.

GKV-Versicherte müssen dann für bestimmte Leistungen wie Kronen, Zahnersatz usw. höhere private Zuzahlungen leisten und auch die privat Versicherten werden die Kostensteigerung spüren.

Außerdem wurde die Versicherungspflichtgrenze für Arbeitnehmer von 49.500 auf 50.850 Euro angehoben. Unter der Versicherungspflichtgrenze ist die Einnahmensgrenze zu verstehen, bis zu der eine Versicherungspflicht für Arbeitnehmer in der GKV besteht. Liegt ihr Jahresbruttoeinkommen über diesem Betrag, haben sie die Möglichkeit, in die private Krankenversicherung zu wechseln. Diese Versicherungspflichtgrenze wird vom Gesetzgeber Jahr für Jahr neu festgelegt.

Da nun der Grenzbetrag um 1.350 Euro ansteigt, werden auch weniger Arbeitnehmer die Möglichkeit haben, in die PKV zu wechseln, was viele private Krankenversicherungen dazu verleitet, die Versicherungsbeiträge anzuheben.

Diese Beitragserhöhungen wirken sich natürlich auch auf die Tarife von Selbständigen aus. Normalerweise gilt ja für den Versicherungswechsel eine dreimonatige Kündigungsfrist vor dem Jahreswechsel, bei Erhöhungen entfällt diese aber.

Lohnt es sich zu wechseln?

Jedes Jahr die PKV zu wechseln, weil diese regelmäßig teurer wird, ist nicht sinnvoll. Denn man sollte bedenken, dass die privaten Krankenversicherungen für jeden Versicherten Altersrückstellungen ansparen. Denn schließlich ist man im fortgeschrittenen Alter krankheitsanfälliger und beansprucht deutlich häufiger Versicherungsleistungen, weil man mehr zum Arzt geht, Operationen hat usw.

Daher ist es wichtig, auf ein angemessenes Preis-/Leistungsverhältnis zu achten und nicht gleich den supergünstigen, aber leistungsschwachen Einsteigertarif zu wählen. Das können und sollten nur ganz junge Versicherte tun.

Seit der Gesundheitsreform im Jahr 2009 kann man als Versicherter die Altersrückstellungen zum Teil bei einem Wechsel der PKV mitnehmen. Man muss aber die Versicherung nach dem 1.1.2009 abgeschlossen haben, um diesen Vorteil nutzen können. Abschlüsse vor dem genannten Datum verlieren ihre Altersrückstellungen der vergangenen Jahre, was man schon als großen Nachteil bewerten kann. Aber auch die Abschlüsse nach dem 1.1.2009 müssen Verluste in den Altersrückstellungen hinnehmen, denn man kann nur einen bestimmten Anteil „rüberretten“. Auch aus diesem Grund ist ein regelmäßiger PKV-Wechsel nicht zu empfehlen.

PKV oder GKV für Gründer?

Wer jung und fit ist, der „fährt“ als Existenzgründer mit einer PKV mit Sicherheit nicht schlecht. Denn bei den GKV muss man ja als Selbständiger den kompletten Versicherungsbetrag, also Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil, bezahlen, was nicht ohne ist und daher auch schnell über einem günstigen Einsteigertarif von PKV liegt.

Dennoch sollte man nicht zu schnell wechseln, auch wenn die Kosten einem dazu verleiten. Ich habe schon einen Artikel verfasst, in dem ich über die Nachteile von PKV schreibe und dass eine Rückkehr zu den GKV kaum noch möglich ist.

Diese Entscheidung eines sogenannten Systemwechsel in der Krankenversicherung sollte man sich genauestens überlegen, sich zahlreiche PKV-Angebote einholen, Leistungen und Tarife vergleichen, wissen, was man selbst als zufriedenstellende Absicherung benötigt und erst dann eine Entscheidung fällen.

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Tipps zur sozialen Absicherung für Existenzgründer und Selbständige

Wer sich selbständig macht und damit gerade am Anfang der Existenzgründung steht, muss bei seiner privaten und beruflichen Absicherung erst einmal Kompromisse machen. D. h. man schließt zuerst die wichtigsten Versicherungen ab und die weniger wichtigen kommen mit der Zeit dazu, wenn sich die finanzielle Situation stabilisiert hat.

Allerdings sollten Sie mit den weiteren Versicherungen nicht allzu lange warten, damit für Sie keine Nachteile entstehen, wie beispielsweise bei der privaten Rentenversicherung. Je älter Sie sind, desto höhere Beiträge müssen Sie zahlen, um am Ende eine attraktive Rente zu erhalten.

Außerdem gibt es Pflichtversicherungen wie beispielsweise die Krankenversicherung, die jeder – auch Existenzgründer – haben muss. Viele junge Selbständige informieren sich zuerst auf den unterschiedlichsten Websites, welche Versicherungen sie benötigen und welche sinnvoll sind und verlieren schnell mal den Überblick in den ganzen Versicherungstipps und -empfehlungen, sodass oft gar nichts mehr hinsichtlich des Versicherungsschutzes getan wird.

Am besten gehen Sie an die ganze Sache systematisch heran. Krankenversichert müssen Sie und auch Ihre Familienmitglieder sein, so sind Sie in diesem Bereich schon mal grundlegend abgesichert. Dann sollten Sie allerdings Schwerpunkte setzen.

Schwerpunkte setzen: Die weiteren wichtigen Versicherungen sind eine private Haftpflichtversicherung, die meistens sehr günstige Tarife hat, eine private Rentenversicherung für die finanzielle Absicherung im Alter und eine Berufsunfähigkeitsversicherung, falls Sie irgendwann nicht mehr arbeitsfähig sein sollten. Überlegen Sie, welche Risiken bei Ihnen besonders groß sind, gegen die Sie sich absichern sollten.

Verschiedene Angebote vergleichen: Versicherungen unterscheiden sich bei Leistungen, Bedingungen und Tarifen. Daher sollten Sie nicht gleich die erstbeste Versicherung abschließen, sondern mehrere Angebote einholen und vergleichen. Das ist zwar zeitaufwändig, aber letztendlich kann der Vergleich Ihnen viel Geld sparen.

Welche Leistungen sind für Sie wichtig, welche weniger? Nicht benötigte Leistungen sollten Sie auch nicht mit in die Versicherungspolice aufnehmen, denn das schlägt sich auf die Versicherungspreise nieder.

Beratung suchen: Gerade „große“ Versicherungen wie die private Rentenversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung sollte man nicht spontan abschließen. Lassen Sie sich nach den ersten Angeboten besser von einem unabhängigen Versicherungsmakler beraten, damit Sie das bestmögliche für sich aus den Versicherungen und Versicherungsleistungen herausholen.

PKV oder GKV: Sind Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert, dann sollten Sie nicht gleich in der ersten Phase der Selbständigkeit einen Wechsel in die PKV planen, es sei denn, Sie verdienen wirklich sehr gut und die Einnahmen sind stabil. Auch wenn die PKV mit günstigen Einsteigertarifen locken, so günstig bleiben sie meistens nicht und ein Wechsel in die GKV ist dann kaum mehr möglich.

Gesetzliche Rentenversicherung: Auch hier sollten Sie vorher abwägen, ob Sie weiter in die gesetzliche Rentenversicherung als Selbständiger einzahlen wollen oder nicht. Waren Sie viele Jahre als Angestellte/r tätig und haben damit schon einige Zeit Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt, dann sollten Sie sich mit dem Rententräger in Verbindung setzen und auch deren Argumente in Ihre Entscheidung mit einbeziehen. Denn verlassen Sie die gesetzliche Rentenversicherung, können Sie Ihre erworbenen Anwartschaften verlieren.

Lange Vertragslaufzeiten vermeiden: Lange Vertragslaufzeiten sollten Sie möglichst umgehen. Außer bei der Lebens- und BU-Versicherung, die natürlich lange Laufzeiten haben, sollten die anderen Versicherungen nur eine Laufzeit von einem Jahr haben. Denn entdecken Sie irgendwann ein günstigeres Versicherungsangebot, dann haben Sie bei langen Laufzeiten keine Chance, die Versicherung zu wechseln.

Auf korrekte Antragstellung achten: Wenn Sie den Vertrag ausfüllen, achten Sie darauf, alle Felder auszufüllen. Fehlende Angaben können sich zu Ihrem Nachteil entwickeln. Sie müssen für alle fehlenden oder falschen Angaben selbst haften. Außerdem kann bei Unwahrheit die Versicherungsleistung ausfallen.

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Ab 2013 steigender Medizintourismus wahrscheinlich

Das Europa-Parlament in Straßburg hat nach Jahre dauernden Auseinandersetzungen ein Gesetz verabschiedet, das verbindlich festhält, dass ab 2013 die Krankenversicherungen Behandlungskosten im Ausland übernehmen, die auch in Deutschland anfallen würden.

Wenn die Krankenkassen einen solchen Antrag auf Bezahlung von ausländischen Behandlungskosten ablehnen, sind sie verpflichtet, eine genaue Begründung abzugeben.

Erleichterung einer medizinischen Behandlung im Ausland

Mit dieser neuen Gesetzverabschiedung wird deutschen Patienten eine medizinische Behandlung im Ausland  deutlich erleichtert, was mit Sicherheit auch zu einem ansteigenden Medizintourismus ab 2013 führen wird.

Der sogenannte Medizintourismus hat sich schon in den letzten Jahren entwickelt, weil die Deutschen sehr oft in den europäischen Nachbarstaaten Therapien oder Operationen wie Zahnersatz, Schönheitsoperationen oder Lasereingriffe durchführen lassen. Diese Behandlungen kosten im Ausland deutlich weniger als in Deutschland selbst.

Wenn Sie jetzt schon eine medizinische Behandlung im europäischen Ausland vorhaben, dann sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Benötigen Sie nach einer medizinischen Therapie oder OP eine Nachbehandlung oder Nachbesserung, dann muss diese meistens wieder bei dem gleichen Arzt im Ausland gemacht werden. Ein deutscher Arzt hat nur in einem Notfall eine Behandlungspflicht. Erkundigen Sie sich daher schon vorher, ob deutsche Ärzte eine Nachbesserung oder -behandlung von im Ausland durchgeführten Operationen und Therapien anbieten.
  • Wenn der ausländische Arzt einen Behandlungsfehler begeht, werden eventuelle Haftungsansprüche gegen den Arzt nach dem jeweiligen Landesrecht geltend gemacht. Wenn Sie keinen Prozess möchten, sollten Sie mit dem Arzt im Ausland eine sogenannte Garantievereinbarung abschließen.
  • Empfehlenswert ist auch, vor der OP die Klinik vor Ort zu besichtigen und sich genau den Service und die medizinische Ausrüstung und Ausstattung anzuschauen. Der Arzt sollte auch gut Ihre Sprache sprechen können oder Sie die seine, um Verständigungsprobleme auszuschließen.
  • Wenn Sie in der GKV versichert sind, dürfen Sie in einem anderen EU-Mitgliedsstaat eine medizinische Therapie durchführen lassen. Ihre Krankenversicherung ist aber nicht verpflichtet, die gesamten Kosten zu zahlen, wenn diese Therapie auch in Deutschland zu günstigeren Preisen hätte erfolgen können. Die Krankenkasse muss nur die Kosten übernehmen, die auch bei einer Therapie oder Behandlung in Deutschland angefallen wären.
  • Fragen Sie vor einer Auslandsbehandlung bei Ihrer Krankenkasse nach und lassen Sie sich diesbezüglich von ihr beraten, was Kostenerstattung und andere wichtige Punkte angeht.
  • Reichen Sie nach Ende der Behandlung im Ausland eine aufgeschlüsselte Rechnung in Deutsch bei der Krankenkasse ein. Der im Ausland behandelnde Arzt soll Ihnen diese erstellen.
  • Wenn Sie sich einen Zahnersatz im Ausland anfertigen lassen wollen, dann sollten Sie sich vorher einen Kostenplan bei einem deutschen Arzt erstellen lassen. Diese Kosten wird Ihre Krankenversicherung übernehmen. Auf der Grundlage dieses Kostenplans sollte der ausländische Arzt einen Kostenplan entlehnt an den deutschen Kostenplan aufstellen. Diesen Plan reichen Sie dann bei Ihrer Krankenversicherung ein, damit er genehmigt werden kann.

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Wie sieht der Krankenkassen-Beitrag für selbständige Geringverdiener aus?

Wenn Sie sich selbständig machen und dabei den Gründungszuschuss der Bundesagentur für Arbeit erhalten, werden Sie am Anfang bei der gesetzlichen Krankenversicherung als freiwillig Versicherte/r in die niedrige Beitragsbemessung (1.277,50 Euro) eingeordnet, sodass Sie einschließlich gesetzlicher Pflegeversicherung einen Krankenkassenbetrag von ungefähr 226 Euro monatlich zahlen werden.

Danach werden Sie jährlich über Ihren Einkommensteuerbescheid neu eingestuft. Wenn Sie zum ersten Mal einen Einkommensteuerbescheid vorlegen müssen, werden Sie nochmal in die geringe Beitragsbemessung wegen Ihres Gründungszuschusses eingeordnet.

Doch im zweiten Jahr werden Sie schließlich als hauptberuflich Selbständige/r eingestuft. Das heißt, wenn Sie immer noch geringverdienend sind, müssen Sie trotzdem einen deutlich höheren Krankenkassenbeitrag bezahlen, weil die Beitragsbemessungsgrenze für Mindesteinkommen für hauptberuflich Selbständige bei 1.916,25 Euro liegt.

Damit steigt der monatliche Beitrag einschließlich Pflegeversicherung auf knapp 340 Euro an.

Daher müssen Sie bei der Krankenkasse nachweisen, dass Sie immer noch geringverdienend und nichtvermögend sind. Bei diesem Nachweis ist es erforderlich, dass Sie auch die Vermögensverhältnisse Ihres Partners (falls Sie mit jemandem in einer sogenannten Bedarfsgemeinschaft leben) offenlegen und nachweisen.

Generell gilt, dass Ihr persönliches Vermögen, wie Sparguthaben, Tagesgeldguthaben, weitere Kontoeinlagen usw., nicht den Betrag von 10.220 Euro überschreiten dürfen (in den Formularen der Krankenkassen lautet die Formulierung: „das Vierfache der monatlichen Bezugsgröße = 4 x 2.555 Euro = 10.220 Euro“), damit Sie immer noch als geringverdienend und damit den niedrigeren Krankenkassenbeitrag zahlen können.

Liegen Sie über dem Wert und sind dennoch nach dem Einkommensteuerbescheid geringverdienend, werden Sie trotzdem in die höhere Beitragsbemessung eingestuft und müssen mehr zahlen.

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Was passiert beim Tod des Versicherungsnehmers mit dessen Policen?

Was passiert mit den Versicherungspolicen, wenn der Versicherte stirbt. Es gibt Versicherungen, die weiterlaufen, andere erlöschen automatisch, manche wiederum müssen gekündigt werden.

Private/Gesetzliche Krankenversicherung
Diese Versicherung endet, wenn der Versicherungsnehmer verstirbt. Die Beitragspflicht läuft mit Ende des letzten Versicherungsmonats ab. Sind weitere Angehörige mitversichert, dann haben diese das Recht, unter Benennung eines neuen Versicherungsnehmers in den Vertrag einzusteigen und diesen weiter zu führen.

Privathaftpflichtversicherung
Mit dem Tod des Versicherungsnehmers wird auch dieses Versicherungsverhältnis automatisch beendet. Es muss also nicht extra gekündigt werden. Wurde schon ein Jahresbeitrag gezahlt, dann wird dieser anteilsmäßig zurückerstattet, sobald die Versicherungsgesellschaft den Todesfall schriftlich bestätigt bekommen hat.

Bei einer Familienhaftpflichtversicherung bleibt die Versicherung bis zur nächsten Beitragszahlung bestehen. Wenn der noch lebende Partner den Versicherungsbetrag weiter zahlt, wird die Versicherung automatisch weitergeführt.

Rechtsschutzversicherung
Verstirbt der Versicherungsnehmer einer Rechtsschutzversicherung, so läuft der Vertrag weiter, bis das Ende des aktuellen Beitragszahlungsraumes erreicht ist. Der Erbe hat die Möglichkeit, den Vertrag zu übernehmen, indem er die Beiträge weiterzahlt. Wird der Vertrag nicht übernommen und keine weiteren Versicherungsbeiträge gezahlt, erlischt der Vertrag ohne Kündigungspflicht.

Hausratversicherung
Die Hausratversicherung geht auf die Hinterbliebenen über, falls diese den Hausrat des Verstorbenen im Zeitraum von zwei Monaten nach dessen Tod unverändert übernehmen.
Haben die Erben schon eine eigene Hausratversicherung, müssen sie die andere kündigen.
Wird der Hausrat nicht übernommen, beendet die Versicherung den Vertrag spätestens bei Wohnungsauflösung. In diesem Fall muss der Versicherer eine schriftliche Bestätigung über den Todesfall erhalten.

KFZ-Haftpflichtversicherung
Falls der Verstorbene einen Wagen hinterlässt, so besaß er zwangsläufig auch eine KFZ-Haftpflichtversicherung. Da sich die KFZ-Haftpflichtversicherung nicht nur auf eine bestimmte Person bezieht, sondern auf ein Kraftfahrzeug, besteht die Versicherung so lange, wie die Erben das Auto behalten. Dabei kann der Versicherungsbetrag ansteigen, wenn sich das versicherte Risiko erhöht. In diesem Fall der KFZ-Haftpflichtversicherung stehen den Erben kein Sonderkündigungsrecht zu. Der Vertrag kann nur gekündigt werden, wenn das Auto weiterverkauft wird.

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Anwartschaftsversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung – ja oder nein?

Bevor näher auf die Vorteile der Anwartschaftsversicherung eingegangen wird, sollte geklärt werden, was unter dem Begriff zu verstehen ist. Als die Krankenversicherung noch keine Pflichtversicherung war, konnte man – wenn man über einen längeren Zeitraum keinen Krankenversicherungsschutz benötigte – entweder aus der Versicherung austreten oder aber eine Anwartschaftsversicherung abschließen. Dieser Schritt war deutlich sinnvoller als komplett die Versicherung zu verlassen, erstens weil die versicherungslose Zeit mit Risiken behaftet ist und zweitens, weil es aufwändiger ist, wieder einen neuen Versicherungsantrag zu stellen.

Die Anwartschaftsversicherung sah vor, dass über einen bestimmten Zeitraum die Versicherungspflichten und -rechte der Versicherungspartner ruhen, der Versicherer aber zusichert, nach der Anwartschaftszeit dem Versicherungsnehmer zu den alten Konditionen erneuten Versicherungsschutz zu leisten. In der Zeit, in der die Versicherungsleistungen ruhen, zahlt der Versicherungsnehmer einen geringen Anwartschaftsbetrag.

Und obwohl seit 2007 die Krankenversicherung eine Pflichtversicherung ist, gibt es doch noch Situationen, in denen die Anwartschaftsversicherung sinnvoll ist.

Die verschiedenen Gründe für eine Anwartschaftsversicherung führe ich nachfolgend auf:

1. Wenn Sie einen Auslandsaufenthalt aus beruflichen oder anderen Gründen vorhaben und danach eine selbständige Tätigkeit in Deutschland ausüben wollen als freiwillig Versicherter in der GKV, ist eine Anwartschaftsversicherung zu empfehlen. So erhalten Sie sich Ihren Anspruch auf Krankengeld.

2.  Sie kommen während eines längeren Auslandsaufenthaltes ab und zu für kurze Zeit nach Deutschland zurück, ohne den Wohnsitz wieder dorthin zu verlegen. Die klassische Versicherungspflicht setzt aber nur ein, wenn Ihr Wohnsitz wieder in Deutschland liegt, nicht aber bei kurzzeitigen Aufenthalten. Um auch in einem solchen Fall abgesichert zu sein, sollten Sie eine Anwartschaftsversicherung abschließen.

3. Sie verlegen Ihren Wohnsitz in ein anderes Land der EU, des Europäischen Wirtschaftsraumes oder in die Schweiz und sind dort privat krankenversichert. Damit verwirken Sie sich die Möglichkeit, bei einer Rückkehr nach Deutschland erneut Pflichtmitglied der GKV zu werden. Mit der Anwartschaft wahren Sie sich die Option, nach der Rückkehr nach Deutschland wieder in die GKV eintreten zu können.

4. Die Anwartschaftsversicherung wird ebenfalls bei der Vorversicherungszeit für Pflegeleistungen berücksichtigt. Leistungen der Pflegeversicherung werden nur gewährt, falls Sie in einem Zeitraum von 10 Jahren vor der Antragstellung eine Vorversicherungszeit von zwei Jahren nachweisen können.

5. Die gesetzliche Krankenversicherung darf auch einen Leistungsauschluss verhängen und zwar dann, wenn Sie Ihren ausländischen Wohnsitz nach Deutschland zurückverlegen, nur um missbräuchlicherweise Leistungen der GKV in Anspruch zu nehmen. Haben Sie eine Anwartschaftsversicherung, wird Ihnen eine Versicherungsaufnahme bzw. -fortführung ohne Probleme ermöglicht.

6. Wollen Sie später Pflichtmitglied in der Krankenversicherung der Rentner werden, müssen Sie als Voraussetzung dafür in der zweiten Hälfte Ihres Erwerbsleben 9/10 dieser Zeit in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert gewesen sein. Sollten Sie während Ihres Berufslebens einige Jahre im Ausland gearbeitet haben, wäre die 9/10-Regel wahrscheinlich hinfällig. Auch in diesem Fall ist eine Anwartschaftsversicherung sinnvoll.

Wer also einen langjährigen Auslandsaufenthalt vorhat, der sollte aus rechtlichen Sicherheitsgründen auf jeden Fall eine Anwartschaftsversicherung erwägen.

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Wie fallen die GKV-Beiträge für Selbständige aus?

Wer als Selbständiger weiterhin in der gesetzlichen Krankenversicherung als freiwilliges Mitglied bleibt, der muss – je nach Einnahmenhöhe – mit deutlich ansteigenden Versicherungsbeiträgen rechnen. Doch wie gestalten sich diese Beitragssteigerungen?

Für Existenzgründer, die ihren Eintritt in die Selbständigkeit mit dem Gründungszuschuss über den Zeitraum von 15 Monaten finanzieren, zahlen einen Mindestbetrag, der im Augenblick bei gut 226 Euro monatlich liegt.

Hohe Belastung für gering verdienende Selbständige

Danach erfolgt eine neue Einstufung auf Grundlage der letzten Steuererklärung, wobei die Krankenkassen für die Ermittlung des neuen Versicherungsbetrages ein festgelegtes Mindestbruttoeinkommen von 1890 Euro definieren. Das heißt, auch wenn Sie Einnahmen unterhalb dieser Höhe erzielen, müssen Sie den Versicherungsbeitrag zahlen, der für Bruttoeinnahmen ab 1890 Euro monatlich festgelegt wurde.

Schon bei einem Bruttoeinkommen von 2000 Euro liegt der durchschnittliche Versicherungsbetrag bei den GKV für Selbständige um 300 Euro monatlich.

Bei 3000 Euro brutto steigt er wiederum deutlich an auf ungefähr 465 Euro monatlich. Die Beitragsbemessungsgrenze der GKV liegt bei 3.712,50 €, d. h. wenn Sie diese Brutto-Einnahmen im Monat überschreiten, werden Sie in eine einkommensunabhängige Beitragsklasse eingeordnet und müssen den festen Versicherungsbetrag von 575,44 € monatlich bezahlen. Mit der Pflegeversicherung steigt der Monatsbeitrag dann auf 694,25 €. Ab diesem Zeitpunkt also sollten Sie an einen Wechsel in eine PKV denken.

An dieser Beitragssteigerung lässt sich ableiten, dass gerade für die gering sowie mittelmäßig verdienenden Selbständigen die Krankenversicherung eine deutliche finanzielle Belastung darstellt. Vor allem, wenn Sie alleinstehend sind. Haben Sie eine Familie mit Kindern, dann relativiert sich der Beitrag, denn Familienmitglieder sind in der GKV kostenlos mitversichert.

Wer vor dieser Belastung zurückschreckt, wird wahrscheinlich über einen Wechsel in die PKV nachdenken. Aber die niedrigen Einstiegstarife bei vielen privaten Versicherungsunternehmen sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass im Laufe der Zeit auch hier die Beträge deutlich ansteigen werden. Daher sollte ein PKV-Wechsel nicht allzu spontan passieren, sondern gut überlegt sein. Aber auch bei den günstigen PKV müssen Sie schon am Anfang mit einem durchschnittlichen Versicherungsbeitrag von knapp 200 Euro monatlich rechnen. Allerdings hängt dieser auch von Ihrem Alter ab.

Deshalb sollten Sie sich mehrere Versicherungsangebote einholen und auch  mit einem unabhängigen Versicherungsvertreter ein Beratungsgespräch führen.

Sie können die Tarife der GKV in dem GKV-Vergleichsrechner gut selbst testen, mit ihren eigenen Angaben wie Geschlecht, Alter, Bundesland, Bruttoeinkommen, Ihrer jährlichen Anzahl an Arztbesuchen und Ihren gewünschten Leistungsansprüchen und kontrollieren, wie sich die Beiträge innerhalb der verschiedenen GKV unterscheiden. Meistens sind die Unterschiede nicht sehr groß.

Wenn man bedenkt, dass nur noch wenige Medikamente bezahlt werden und auch hier der Eigenanteil der Versicherten in den letzten Jahren immer größer wird, so sind die GKV wirklich nicht preiswert.

Ein niedrigerer Beitragssatz gerade bei gering Verdienenden wäre wünschenswert, wird aber wahrscheinlich niemals in die Realität umgesetzt, wenn man bedenkt, dass die GKV auf dem Solidarprinzip aufbauen und ohnehin einige GKV vor der Pleite stehen.

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Wechsel von der PKV in die GKV als Selbständiger – was ist möglich?

Wenn Sie selbständig tätig sind bzw. gerade eine Existenzgründung als Selbständige/r oder Freiberufler planen, dann haben Sie sowohl die Option, sich freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung weiterversichern zu lassen oder Sie suchen sich eine private Krankenversicherung. Dieser Vorgang geht ganz leicht vonstatten.

Doch was passiert, wenn Sie von der PKV wieder in die GKV wechseln wollen, weil Ihnen beispielsweise die PKV-Versicherungsprämie zu hoch wird oder Sie Ihre Selbständigkeit aufgeben (müssen)?

Für die verschiedenen Einzelfälle gibt es bestimmte Regelungen:

1. Fall:
Wenn Sie als Selbständiger in die private Krankenversicherung eingetreten sind, dann führt auch kaum ein Weg heraus zurück zur GKV. Gerade dann, wenn Sie Ihre selbständige Berufstätigkeit aufrechterhalten und Sie vielleicht nur wechseln wollen, weil Ihnen die monatlichen Versicherungsbeiträge zu hoch geworden sind, müssen Sie weiterhin in der PKV bleiben.

2. Fall:
Ein anderer Fall liegt vor, wenn Sie Ihre Selbständigkeit aufgeben und wieder als Arbeitnehmer/in in ein Angestelltenverhältnis zurückkehren. Dann können Sie aufgrund Ihrer Arbeitnehmertätigkeit zurück zur GKV. Allerdings sollten Sie unter 55 Jahre alt sein.

3. Fall:
Denn hier kommt die nächste Sonderregelung zum Zuge. Wenn Sie über 55 Jahre alt sind, ob nun selbständig tätig oder auch Arbeitnehmer/in, kommen Sie nicht mehr in die GKV zurück. Auch über 55-jährige, die ihre Arbeit verlieren oder unter die Pflichtversicherungsgrenze zurückfallen, haben keine Wechselmöglichkeit mehr.

Sollten Sie wirklich nur wechseln wollen, weil Ihre PKV-Versicherungsprämie zu hoch geworden ist, dann sollten Sie mit Ihrer PKV reden und versuchen, in einen billigeren Basistarif innerhalb der PKV zurückgestuft zu werden.

(Bildquelle Artikelanfang: © Wolfgang-S #16176778/Fotolia.com)

Wechsel in die PKV gut überlegen

Auch wenn mehrere gesetzliche Krankenversicherungen sich in einer finanziellen Schieflage befinden und dadurch Zusatzbeiträge von ihren Mitgliedern verlangen, sollte man sich vorher gut überlegen, ob ein Wechsel in die private Krankenversicherung auch wirklich sinnvoll ist. Neben Selbständigen können auch Arbeitnehmer, deren Bruttoeinkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt, in die PKV eintreten. Doch ein Wechsel sollte immer gut durchdacht sein, sowohl bei Arbeitnehmern als auch bei Selbständigen.

Auch wenn viele PKV günstige Einstiegsbeiträge anbieten, sollte man sich davon nicht blenden lassen, denn diese steigen mit den Jahren deutlich an und sind dann meist deutlich höher als die Beiträge der GKV. Außerdem haben auch private Krankenversicherungen mit Finanzierungsproblemen zu kämpfen, die sie letztendlich auch auf ihre Versicherten abschieben, indem sie die Beiträge erhöhen.

Im vergangenen Jahr 2011 stiegen die PKV-Beiträge durchschnittlich um 5 Prozent, auch Erhöhungen um 10 Prozent sind keine Seltenheit. Neben dem Vergleichen verschiedener Versicherungsunternehmen und deren Angeboten sollten sich daher die Verbraucher bei Verbraucherschutzorganisationen, Verbraucherzentralen oder Versicherungsmaklern unabhängig und neutral beraten lassen, bevor sie einen Krankenkassenwechsel durchführen.

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