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Wie sinnvoll ist eine Pflegetagegeldversicherung?

Gegenwärtig beziehen schon gut zwei Millionen Menschen Pflegegeld in Deutschland. Die meisten der Pflegebedürftigen werden von ihren Angehörigen betreut, andere erhalten diesen Service von professionellen Pflegediensten. Diese Zahl der pflegebedürftigen Menschen wird in den nächsten Jahrzehnten weiterhin ansteigen.

Nach der demografischen Entwicklung schätzt man, dass 2020 2,7 Millionen Deutsche pflegebedürftig sind.

Da die gesetzliche Pflegeversicherung mit der höchsten Pflegestufe III momentan knapp 1.500 Euro zahlt, ein Platz in einem Senioren- oder Pflegeheim oft mindestens das Doppelte kostet, nämlich 3.000 Euro, muss diese Lücke entweder mit der Rente, dem Vermögen oder von den Familienangehörigen bzw. dem Sozialamt geschlossen werden.

Mit einer privaten Pflegeversicherung die Lücke schließen

Wenn Sie eine private Pflegetagegeldversicherung abschließen, können Sie diese Finanzierungslücke schließen, ohne das Geld von Familienmitgliedern oder Hartz IV beanspruchen zu müssen.

Die Höhe der Versicherung sollte so ausgerichtet sein, dass pro Tag mindestens 50 Euro Pflegetagegeld ausgezahlt werden. Das wären im Monat 1.500 Euro und würde die oben genannte Lücke bei Pflegestufe III und Pflegeheimkosten von 3.000 Euro genau schließen.

Natürlich hängen die Pflegekosten von der Schwere der Pflegebedürftigkeit und der Pflegestufe selbst ab. Werden nur Pflegestufe I oder II gezahlt, dann gibt es weniger Geld von der gesetzlichen Pflegeversicherung, allerdings sind dann auch die Pflegekosten, die das Senioren- oder Pflegeheim erhebt, ebenfalls niedriger.

Aus diesem Grund ist ein Pflegetagegeld von mindestens 50 Euro eine gute Grundlage für die Absicherung im Pflegefall.

Eine solche Versicherung können alle Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung und einer privaten Krankenversicherung abschließen. Allerdings werden nicht automatisch alle Familienmitglieder in diesen Versicherungsschutz mit aufgenommen, sondern nur die, für die der Versicherungsschutz vertraglich abgeschlossen wird.

Leistungen der Pflegetagegeldversicherung

Bei den Leistungen sollten Sie genau überlegen, wie diese gestaffelt sein sollen. Manche Versicherungen zahlen das Pflegetagegeld erst bei Pflegestufe III. Wollen Sie das Geld oder einen Teil des Betrages schon in den Pflegestufen I oder II, dann müssen Sie darauf achten, dass dies vertraglich so geregelt ist. Die Versicherung ist dann auch teurer.

Außerdem sollte keine Warte- oder Karenzzeit in dem Vertrag drin stehen, sodass Sie bei Pflegebedürftigkeit gleich Ihr Pflegetagegeld erhalten.

Wichtig als Vertragsinhalt ist auch der Punkt, dass Sie bei Pflegebedürftigkeit in Pflegestufe III keine weiteren Beiträge mehr an die Pflegetagegeldversicherung zahlen müssen und sich die Pflegetagegeldsätze regelmäßig erhöhen und so die Inflation ausgleichen.

Die Pflegetagegeldversicherung wird in zwei Modellen angeboten, wobei der Versicherungsnehmer die Wahl zwischen statischen und flexiblen Tarifen hat.

Bei den statischen Tarifen wird das in Pflegestufe III gezahlte Pflegetagegeld individuell festgelegt. Für die beiden Pflegestufen I und II wird das Pflegetagegeld dann auf einen bestimmten Anteil. Meistens beträgt dieser ca. 30 Prozent der für Pflegestufe III festgesetzten Summe in Pflegestufe I und in Pflegestufe II ca. 60 Prozent.

Bei flexiblen Tarifen hat der Versicherungsnehmer die Möglichkeit, die Pflegetagesätze in den Pflegestufen I und II frei zu bestimmten, was natürlich den Vorteil hat, dass man sich für diese Pflegestufen ausreichend absichern kann.

Außerdem kann man bei einem flexiblen Tarif auch für die Pflegestufe 0  für den Fall einer Demenzerkrankung eine finanzielle Absicherung festlegen.

Versicherungsvergleich

Bei Interesse können Sie vorab online eine kostenlose und unverbindliche Anfrage zur Pflegeversicherung stellen und sich die verschiedenen Angebote in Ruhe anschauen, vergleichen und vielleicht dann entscheiden, was für Sie konkret in Frage kommt.

(Bildquelle Artikelanfang: © Kaarsten #41463120/Fotolia.com)

Pflege Bahr Versicherung – Grundlegende Informationen

Eine private Pflegeversicherung gehört mittlerweile schon fast zu den Pflichtversicherungen, da die Lebenserwartung der Deutschen stetig ansteigt und damit auch die Wahrscheinlichkeit, im hohen Alter pflegebedürftig zu werden. Die Pflegekosten können meist von der Rente, dem Privatvermögen und dem Pflegegeld nicht vollständig abgedeckt werden, vor allem wenn man in einem Pflegeheim lebt. Oft werden dann Familienangehörige finanziell belangt.

Um dies zu vermeiden, sollte man sich rechtzeitig über die Leistungen einer privaten Pflegezusatzversicherung informieren.

Daher lohnt es sich auf alle Fälle auch für junge Menschen, sich Gedanken über die finanzielle Absicherung im Alter zu machen, auch wenn das zeitlich noch lange hin ist. Denn wer früh eine private Pflegezusatzversicherung abschließt, braucht nur niedrige Beiträge zu zahlen und kann über die Jahre viel ansparen für den Fall der Pflegebedürftigkeit.

Seit dem 1. Januar 2013 werden die Bürger und Bürgerinnen vom Staat durch die sogenannte Pflege Bahr Versicherung in der privaten Pflegevorsorge unterstützt. Der Name der Versicherung geht auf den damaligen Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) zurück, auf dessen Initiative diese Versicherung ins Leben gerufen wurde.

Wie gestaltet sich die Pflege Bahr?

Wer in die gesetzliche Pflegeversicherung einzahlt – und das machen alle gesetzlich Krankenversicherten – hat noch die Möglichkeit, eine private Pflegeversicherung abzuschließen, die staatlich gefördert wird.

Das Modell sieht folgendermaßen aus:

Maximal 60 Euro Zuschuss im Jahr bekommt man, wenn man selbst mindestens 120 Euro im Jahr in die private Pflegeversicherung einzahlt.

Darüber hinaus muss die staatlich geförderte Versicherungspolice noch weitere gesetzliche Kriterien erfüllen.

Das heißt auch, dass nicht jede private Pflegezusatzversicherung vom Staat finanziell unterstützt wird, wenn nicht alle festgeschriebenen Auflagen erfüllt werden.

Die Auflagen gestalten sich folgendermaßen:

  • Man muss als Versicherungsnehmer mindestens 18 Jahre alt sein.
  • Man muss eine Pflegetagegeldversicherung abschließen.
  • Man muss in der gesetzlichen Pflegeversicherung bereits versichert sein und darf weder aktuelle Leistungen beziehen noch in der Vergangenheit bezogen haben.
  • Man muss einen Eigenanteil für die private Vorsorge leisten.

Die Versicherungsleistungen der Pflege Bahr bestehen aus Geldzahlungen, die in jeder Pflegestufe fällig werden als auch bei einer Demenzerkrankung (Demenzleistung / Pflegestufe 0). Der Mindestauszahlungsbetrag liegt in der Pflegestufe III bei 600 Euro.

Die private Pflegetagegeldversicherung unterscheidet die folgenden Pflegestufen:

  • Pflegestufe 0: erheblich eingeschränkt Pflegebedürftige wie Demenzkranke
  • Pflegestufe I: erheblich Pflegebedürftige
  • Pflegestufe II: Schwerpflegebedürftige
  • Pflegestufe III: Schwerstpflegebedürftige

Die Vorteile der Pflege Bahr Versicherung

  • Als wesentliche Vorteile der Pflege Bahr Versicherung sind zu nennen, dass man sie schon mit 18 Jahren abschließen kann (man darf zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht schon pflegebedürftig sein).
  • Die Beitragshöhe ist unabhängig von den Versicherungsleistungen sowie dem Eintrittsalter.
  • Man muss sich keiner Gesundheitsprüfung unterziehen.
  • Es gibt keine Altersbeschränkung nach oben für den Versicherungsabschluss.
  • Die Versicherungsgesellschaften dürfen keinen Antrag ablehnen oder gar Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse mit dem Versicherungsnehmer vereinbaren.

Die Nachteile der Pflege Bahr Versicherung

Doch die Pflege Bahr hat auch ein paar Nachteile.

  • So muss man fünf Jahre nach dem Versicherungsabschluss warten, um Leistungen beanspruchen zu können.
  • Die Mindestvertragslaufzeit beträgt zwei Jahre mit einer anschließenden dreimonatigen Kündigungsfrist.
  • Im Pflegefall müssen weiterhin Versicherungsbeiträge gezahlt werden. Nur wer arbeitsunfähig oder arbeitslos ist, hat die Möglichkeit, die Versicherung für maximal drei Jahre ruhend zu stellen. In dieser Zeit hat man dann aber auch keinen Leistungsanspruch.
  • Die Versorgungslücke bei Pflegebedürftigkeit wird nicht vollständig geschlossen, verkleinern wird sie sich schon. Wer will, kann seinen Versicherungsschutz weiter aufstocken, um die noch klaffende Lücke von ca. 1000 Euro bei der höchsten Pflegestufe zu schließen. Das bedeutet dann aber auch spürbar höhere Versicherungsbeiträge für den einzelnen.

Dennoch lohnt sich die Pflege Bahr vor allem für Menschen mit Vorerkrankungen, denn schließlich erfolgt keine Gesundheitsprüfung.

Weitere Informationen zur Pflege Bahr Versicherung finden Sie unter http://www.pflege-bahr-tarif.de.

Sie können online auch die Pflege Bahr vergleichen und verschiedene Tarife von großen Versicherungsanbietern wie Allianz, Barmenia oder DKV genau studieren, um für sich die optimale Absicherung bei Pflegebedürftigkeit zu finden.

(Bildquelle Artikelanfang: #7127001 – © Lisa F. Young/Fotolia.com)

Gesetzliche Pflegeversicherung: Wie beantrage ich Pflegegeld?

Die im Pflegefall erbrachten Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung sind durchaus vielfältig und reichen vom Pflegegeld für pflegende Angehörige, über Sach- und Geldleistungen, bis hin zu den Zuschüssen für eine Heimunterbringung oder nötige Wohnungsumbauten für körperbehinderte Pflegebedürftige.

Um Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung zu beziehen, muss ein entsprechender Antrag bei der Pflegekasse gestellt werden. Aufgrund der Vielfalt möglicher Leistungen sollte man bei der Beantragung schon genau wissen, welche Leistungen man überhaupt beantragen möchte. Wer hierbei unsicher ist, sollte sich zuvor über das Beratungs- und Informationsangebot der Pflegekasse erkundigen.

Nötige Pflegehilfsmittel und technische Hilfsmittel wie beispielsweise medizinische Geräte oder ein spezielles Bett können problemlos bei der Krankenkasse beantragt werden. Wird jedoch eine Pflegekraft  benötigt, oder wird gar eine Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung notwendig, so ist ein Antrag bei der Pflegekasse eine nötige Voraussetzung.

Ist der Antrag eingereicht, wird ein Termin mit einem Arzt des Medizinischen Dienstes der Krankenkasse vereinbart. Der Arzt überprüft bei seinem Besuch in der Wohnung des Pflegebedürftigen die Art und den Umfang der Pflegebedürftigkeit. Aufgrund seiner Beurteilung erfolgt die Zuweisung zu einer Pflegestufe. Dabei spielt auch die Vorlage eines Pflegetagebuchs durch die pflegende Person eine Rolle.

Hierin sollten die täglichen Aufwendungen für die Pflege genau aufgezeichnet sein. Wurde das Führen eines Pflegetagebuchs versäumt, wird der Arzt der pflegenden Person bezüglich des Pflegeaufwands genaue Fragen stellen. Mit der Führung des Pflegetagebuchs sollte schon mit dem Tag der Antragstellung unbedingt begonnen werden. Abschließend erfolgt eine Einstufung in eine Pflegestufe, nach der sich der Umfang der späteren Leistungen richten wird.

Wer sich nicht allein auf die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung verlassen und zusätzliche Vorsorge für den Fall einer späteren Pflegebedürftigkeit treffen möchte, der sollte in Erwägung ziehen, für sich zusätzlich eine private Pflegeversicherung abzuschließen.

Hierzu stehen in der Praxis drei verschiedene Versicherungsmodelle zur Verfügung: Pflegerentenversicherung, Pflegetagegeldversicherung, sowie die Pflegekostenversicherung.

Mehr Informationen dazu finden Sie auch im kostenlosen Ebook Pflegeversicherung.

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Wichtiges zur Pflegerentenversicherung

Nachdem ich in den letzten Artikeln auf die Pflegetagegeldversicherung und Pflegekostenversicherung eingegangen bin, steht heute die letzte Variante der privaten Pflegezusatzversicherungen im Mittelpunkt, die Pflegerentenversicherung.

Im Gegensatz zu den oben genannten Pflegeversicherungsarten ist die Pflegerentenversicherung eine Form der Lebensversicherung.

Werden Sie pflegebedürftig, dann erhalten Sie eine im Versicherungsvertrag festgelegte Rente. Wie hoch diese ausfällt, hängt vom Tarif ab, den Sie gewählt haben.

Pflegerentenversicherung nur bei wenigen Versicherern im Angebot

Die Pflegerentenversicherung haben nur wenige Versicherungsunternehmen in ihrem Angebot. Ein Grund ist die Ausrichtung der Pflegerentenversicherung, die sich ähnlich einer kapitalbildenden Lebensversicherung gestaltet. Das heißt, es muss erst vom Versicherungsnehmer Kapital angespart werden, was diese Versicherungsart recht teuer gegenüber den beiden Varianten Pflegetagegeld- und Pflegekostenversicherung macht.

Dem Nachteil, dass diese Pflegezusatzversicherung recht teuer ist, stehen die Vorteile einer lebenslangen Beitragsgarantie und die Beitragsfreiheit in der sogenannten Leistungsphase gegenüber. Das heißt, tritt Pflegebedürftigkeit ein, brauchen Sie keine weiteren Versicherungsbeiträge in die Pflegerentenversicherung zu zahlen.

Leistungen der Pflegerentenversicherung

Können Sie wegen Krankheit, einer schweren Verletzung oder altersbedingten Kräftezerfalls nicht mehr alleine Ihr alltägliches Leben meistern, zahlt Ihnen die Pflegerentenversicherung einen monatlichen Betrag, der sich an der offiziell bestätigten Schwere Ihrer Pflegebedürftigkeit orientiert.

Dabei ist es egal, ob Sie zuhause von Angehörigen, einem Pflegedienst oder in einem Seniorenheim betreut werden, die Pflegerentenversicherung zahlt in jedem dieser Fälle eine Pflegerente.

Fazit Pflegerentenversicherung

Diese Form der privaten Pflegezusatzversicherung hat wie jede Versicherung ihre Vor- und Nachteile. Auf jeden Fall sollten Sie prüfen, ob es nicht doch günstigere Versicherungsformen für Sie gibt, bevor Sie eine Pflegerentenversicherung abschließen.

Vermeiden Sie eine Kombination von Pflegerentenversicherung mit einer Kapitallebensversicherung, denn dies wird unvorteilhaft teuer. Generell lässt sich die Pflegerentenversicherung als eine solide Absicherungsform einstufen.

Versicherungsvergleich

Sie haben die Möglichkeit, bei Interesse eine kostenlose und unverbindliche Online-Anfrage zur Pflegeversicherung zu stellen. Vergleichen Sie in Ruhe mehrere Angebote und holen Sie sich eventuell professionellen Rat, bevor Sie einen Versicherungsvertrag abschließen.

Wie sinnvoll ist eine Pflegekostenversicherung?

In einem der vergangenen Artikel habe ich die Pflegetagegeldversicherung näher erläutert.

Im Bereich der privaten Pflegezusatzversicherungen gibt neben dieser Versicherungsart noch zwei weitere Versicherungsvarianten, einmal die Pflegekostenversicherung und die Pflegerentenversicherung.

Im Mittelpunkt dieses Beitrags steht die Pflegekostenversicherung. Die Pflegekostenversicherung zahlt im Gegensatz zur Pflegetagegeldversicherung nicht tageweise, sondern richtet sich an den tatsächlich anfallenden Pflegekosten aus.

Die Pflegekostenversicherung zahlt die noch bestehenden Kosten nach Abzug der Leistungen, die die gesetzliche Pflegeversicherung übernommen hat. Dabei können Sie sich entscheiden, ob die Pflegekostenversicherung diese anteilig oder zu hundert Prozent übernimmt.

Dafür müssen Sie alle Rechnungen, Belege und Nachweise der Versicherung zukommen lassen, um so Ihre Kosten korrekt beweisen zu können. Je nach Tarifumfang müssen manche Versicherungsnehmer Verpflegung und Unterkunft in einem Pflegeheim selbst bezahlen.

Häufige Leistungen der Pflegekostenversicherung

Im Idealfall übernimmt die Pflegekostenversicherung alle übrig bleibenden Kosten, die die gesetzliche Pflegeversicherung nicht mehr abdeckt. Dennoch beschränken einige Versicherungsunternehmen die Kostensumme auf eine jährliche Höchstgrenze. Was an Pflegekosten darüber liegt, muss der Versicherte selbst übernehmen.

Achten Sie darauf, dass folgende Leistungen sowie Konditionen in Ihrem Tarif enthalten sind:

  • Alle Pflegestufen sind mit eingeschlossen.
  • Die Versicherung sollte bei der Leistungsübernahme nicht zwischen privater und professioneller Pflege differenzieren.
  • Bei Steigerung der Pflegekosten sollte auch die Leistungsübernahme dementsprechend angepasst werden, ohne dass Sie einem wiederholten Gesundheitscheck zustimmen müssen.
  • Die Versicherung sollte die Kosten für behindertengerechten Umbau, Rollstuhl usw. übernehmen.
  • Werden Sie durch einen Unfall zum Pflegefall, sollte die Versicherung sofort leisten.
  • Ihre festgelegte Pflegestufe der gesetzlichen Pflegeversicherung sollte auch Ihre Pflegekostenversicherung übernehmen und Sie keinesfalls zurückstufen.
  • Der Versicherungsschutz sollte lebenslang gelten.

Warte- und Karenzzeiten in der Pflegekostenversicherung

Achten Sie auch auf bestimmte Leistungs-Ausschlusszeiten nach Vertragsabschluss. Einige Versicherungen legen eine Wartezeit fest, in der sie keine Leistungen aus Ihrer Pflegebedürftigkeit übernehmen. Sind Sie schon älter, kann das ein großer Nachteil für Sie sein, weil Sie dann trotz privater Pflegeversicherung selbst für teure Pflegeleistungen finanziell aufkommen müssen und dazu noch Versicherungsbeiträge zahlen – falls Sie während der Wartezeit pflegebedürftig werden.

Viele Pflegekostenversicherungen legen eine Wartezeit von drei Jahren fest. Manche verzichten aber auch darauf.

Auch ein Nachteil ist die sogenannte Karenzzeit. Denn tritt der Leistungsfall, also die Pflegebedürftigkeit ein, sehen einige Versicherungsunternehmen von der sofortigen Leistung ab und zahlen erst nach einer festgelegten Karenzzeit. Diese beträgt oft drei Monate. Sind Ihre finanziellen Reserven gering, ist dieser Punkt ein großer Nachteil für Sie.

Versuchen Sie daher eine Versicherungspolice ohne Warte- und Karenzzeit abzuschließen.

Kosten der Pflegekostenversicherung

Wie hoch der monatliche Beitrag für die Pflegekostenversicherung ausfällt, hängt natürlich von den zu übernehmenden Leistungen und dem  persönlichen Risiko, pflegebedürftig zu werden, ab.

Generell liegen die Beiträge über denen einer Pflegetagegeldversicherung. Und auch Frauen müssen wegen ihrer höheren Lebenserwartung mehr zahlen als Männer.

Wer als 40jähriger eine Pflegekostenversicherung abschließt mit Leistung der Pflegestufe I muss durchschnittlich 9 Euro pro Monat zahlen, eine 40jährige Frau ungefähr 20 Euro.

Eine Pflegekostenversicherung abzuschließen lohnt vor allem dann, wenn man im Alter mit hohen Pflegekosten rechnet und man professionelle Pflege in einem Senioren- oder Pflegeheim in Anspruch nehmen wird.

Versicherungsvergleich

Bei Interesse an einer Pflegekostenversicherung können Sie vorab online eine kostenlose und unverbindliche Anfrage zur Pflegeversicherung stellen und sich die verschiedenen Angebote in Ruhe anschauen, vergleichen und eventuell dann entscheiden, was für Sie in Frage kommt.

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Wichtiges zur Pflegeversicherung

Knapp drei Millionen Deutsche erhalten Leistungen aus gesetzlichen Pflegeversicherung. Und in den nächsten Jahren wird diese Zahl weiter deutlich ansteigen.

Zwar will man sich als junger und vitaler Mensch mit diesem eher unangenehmen Thema „Pflegebedürftigkeit im Alter“ nicht gern beschäftigen, doch irgendwann kann es jeden treffen, wenn er das entsprechende Alter erreicht hat.

Außerdem kommen dazu regelmäßig Fragen von Betroffenen und Angehörigen auf, was die Leistungshöhe der Pflegeversicherung sowie den Anspruch auf die Leistungen angeht und wann Kinder für ihre Eltern zahlen müssen.

Hier finden Sie grundlegende Informationen zu diesen Fragen.

Welche Kosten bezahlt die Pflegeversicherung?

Immer noch wird ein Großteil der Pflegebedürftigen in ihren eigenen vier Wänden von Familienangehörigen gepflegt und betreut. Zusätzlich zu den Pflegekosten pro Monat oder der Kostenübernahme von gewerblichen Pflegediensten übernimmt die gesetzliche Pflegeversicherung auch die Kosten für eine behindertengerechte Umgestaltung einer Wohnung, den Kauf und Einbau eines Badewannen-Lifts usw. Sollte eine Pflegeperson mal krankheitsbedingt ausfallen oder eine Erholungszeit (Urlaub) brauchen, zahlt die Versicherung auch diese Kosten.

Wie werden die Pflegeleistungen beantragt?

Wer pflegebedürftig ist, der muss für mögliche Leistungen einen Antrag bei seiner Krankenkasse oder bei der privaten Krankenversicherung stellen. Schließlich wird ein Gutachter vorbeikommen und testen, welche alltäglichen Verrichtungen Sie noch selbst ausüben können, wie beispielsweise Essen kochen, sich waschen und rasieren, sich anziehen usw., und bei welchen Aufgaben Sie fremde Hilfe brauchen. Nach der Schwere Ihrer Hilfebedürftigkeit richtet sich dann die Pflegestufe, von der letztendlich die Höhe der Pflegeleistungen abhängt.

Die Pflegeversicherung ist in drei Stufen gegliedert, wobei die dritte Stufe die höchsten Leistungen zahlt.

Wann müssen Kinder für pflegebedürftige Eltern zahlen?

Gerade die professionelle Pflege in einem Senioren- oder Pflegeheim ist sehr teuer und kostet oft mehrere Tausend Euro im Monat. Zuerst werden für die Kostenbegleichung die Zahlungen aus der Pflegeversicherung, die Rente und das Vermögen der Eltern herangezogen. Reicht das alles nicht aus, um die Pflegekosten zu decken, übernimmt zuerst das Sozialamt den fehlenden Betrag.
Allerdings wird das Sozialamt versuchen, dieses Geld bei den nächsten Angehörigen, also den Kindern, zurückzuholen. Für den Selbsterhalt dürfen die Kinder nach der Düsseldorfer Tabelle 1.500 Euro in Anspruch nehmen, für den Ehepartner kommen weitere 1.200 Euro hinzu, in der Summe also 2.700 Euro. Der Rest (falls der noch vorhanden ist) muss dann für die Pflege der Eltern abgeführt werden.

Müssen auch Schwiegertöchter und -söhne für die Pflege zahlen?

Meistens nein, da sie nicht mit den Schwiegereltern verwandt sind. Dennoch gibt es Fälle, wo sie doch indirekt zahlen müssen: Wenn der Schwiegersohn etwa mehr verdient als seine Ehefrau und beide gemeinsam über ein Nettoeinkommen von mehr als 2.700 Euro pro Monat verfügen.

Das Sozialamt bewertet diese Situation so, dass der Ehemann den Großteil des Einkommens beisteuert, sodass die Ehefrau dadurch über einen größeren finanziellen Spielraum für die elterliche Pflege verfügt. So kann es auch dazu kommen, dass eine Tochter doch für den Unterhalt der Eltern einspringen muss, obwohl sie ein geringeres Nettoeinkommen als 1.500 Euro hat.

Mit privaten Pflegezusatzversicherungen sich rechtzeitig absichern

Wer im Alter nicht vom Sozialamt oder den eigenen Kindern finanziell abhängig werden möchte, kann sich rechtzeitig mit einer privaten Pflegezusatzversicherung absichern. Es gibt drei verschiedene Pflegeversicherungsarten, die noch näher erläutert werden: die Pflegetagegeldversicherung, die Pflegekostenversicherung und die Pflegerentenversicherung. Jede hat ihre Vor- und Nachteile, die in weiteren Artikeln genauer beleuchtet werden.

» zum Tarifrechner für die private Pflegeversicherung

» zum Anfrageformular für die private Pflegeversicherung

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Mit der Pflegeversicherung sich fürs Alter absichern

Zwar sind wir alle pflicht-pflegeversichert und erhalten im Fall der Pflegebedürftigkeit im Alter entsprechende Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung. Die Leistungshöhe hängt dabei von dem Grad der Pflegebedürftigkeit ab.

Es gibt drei Pflegestufen, in der ersten zahlt die Pflegeversicherung  bis zu 450 Euro, in der zweiten bis zu 1040 Euro und in dritten und höchsten Pflegestufe werden augenblicklich nicht mehr als 1510 Euro gezahlt.

Wie viel Geld Sie für eine umfassende Pflege in zwei oder drei Jahrzehnten benötigen, kann momentan schwer abgeschätzt werden, jedenfalls wird die Pflege in den nächsten Jahren teurer werden. Versicherungsexperten haben ausgerechnet, dass bei der Einstufung in die Pflegestufe I und einer häuslichen Betreuung schon eine Lücke von ungefähr 500 Euro klafft.

Werden Sie dagegen noch in einem Seniorenheim betreut und befinden sich in der gleichen Pflegestufe steigt das Finanzloch auf ungefähr 700 Euro an. Die größte Lücke errechnet sich, wenn Sie Pflegestufe III erhalten und zuhause betreut werden. Dann kommen Kosten von über 2000 Euro auf Sie zu, die Sie selbst zahlen müssen, da diese nicht von der Pflegeversicherung komplett übernommen werden.

Die Bundesregierung ist zwar dabei, die Pflegeversicherung umzugestalten und plant eine Zusatzprämie, aber auch die Neuerungen werden finanzielle Notlage der Pflegeversicherung kaum entspannen.

Um die großen Versorgungslücken zu schließen, gibt es beispielsweise Pflegetagegeldversicherungen von privaten Krankenversicherungen. Dabei wird Ihnen im Pflegefall täglich ein vereinbarter Geldbetrag gezahlt. Meistens wird Ihnen die volle Summe erst in der höchsten Stufe ausgezahlt.

Bei einem Vertragsabschluss sollten Sie auf alle Fälle darauf achten, dass die Leistungen in den Stufen I und II nicht zu niedrig angesetzt sind. Denn um 80 Prozent der Pflegebedürftigen sind in den unteren beiden Pflegestufen.

Die Tarifhöhe hängt von Alter und Geschlecht ab, Ältere und Frauen zahlen mehr, Frauen deshalb, weil sie eine höhere Lebenserwartung haben und im Alter oft alleinstehend oder verwitwet sind.

Um den sich verschlechternden Versicherungsbedingungen mit zunehmendem Alter zu entziehen, empfiehlt es sich, eine solche Versicherung rechtzeitig abzuschließen. Denn auch chronische Erkrankungen wirken sich ungünstig auf die Versicherungskonditionen aus, dass es gar unmöglich werden kann, eine Pflegetagegeldversicherung zu finden, die einen aufnimmt.

Vorab können Sie auch online eine Anfrage zur privaten Pflegeversicherung stellen und einen Vergleich anfordern.

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Pflegeversicherung schützt nicht vor Altersarmut

Sollten Sie im Alter pflegebedürftig werden, sind Sie nicht ausreichend vor Altersarmut geschützt. Benötigen Sie beispielsweise sogar Betreuung rund um die Uhr, dann werden im Durchschnitt ungefähr 3000 Euro an die jeweilige Pflegeeinrichtung gezahlt. Davon übernimmt die gesetzliche Pflegeversicherung etwas mehr als die Hälfte. Für die andere Hälfte müssen Sie mit Ihrem Privatvermögen oder Ihrer Rente aufkommen.

Die Bundesregierung will in diesem oder im nächsten Jahr die gesetzliche Pflegeversicherung grundlegend reformieren, was bedeutet, dass neben der gesetzlichen Versicherung noch eine zweite private Versicherung, die staatlich gefördert wird, hinzukommen soll.

Dennoch wird eine umfassende Reform der Pflegeversicherung mehr Geld für Pflegebedürftige bedeuten. Die Kosten für Heimunterbringung und -pflege werden also auch nicht in Zukunft vollständig von der gesetzlichen Pflegeversicherung aufgebracht.

Da unsere Gesellschaft zunehmend altert und die Zahl der Pflegebedürftigen bis 2050 sich fast verdoppelt, raten Experten zu einer privaten Absicherung, um im Alter nicht von Kinder oder Staat abhängig zu sein.

Wer sich privat absichern will, der sollte allerdings einiges beachten, so zum Beispiel dass die Versicherungsbeiträge zur privaten Pflegeversicherung mit Anstieg des Lebensalters ansteigen werden.

Es gibt drei verschiedene Arten von privaten Pflegeversicherungen:

1. Pflegekostenversicherung: Diese Versicherung orientiert sich an den tatsächlich anfallenden Kosten für die Pflege. Je nach gewählten Tarif können die nach Abzug der gesetzlichen Pflegeleistungen bleibenden Kosten anteilig oder sogar vollständig übernommen werden.

2. Pflegerentenversicherung: Diese Versicherungsart ist eine Kombination aus Sparvertrag und Versicherung. Das heißt, über einen bestimmten Zeitraum sparen Sie Beträge an, die dann als fest vereinbarte Pflegerente im Pflegefall ausgezahlt werden.

3. Pflegetagegeldversicherung: Diese Versicherung zahlt im Falle der Pflegebedürftigkeit ein vorher vertraglich vereinbartes, tägliches Pflegegeld. Der volle Tagessatz wird meist erst bei Pflegestufe 3 ausgezahlt.

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