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Welchen Versicherungsschutz braucht man als Existenzgründer?

Welche Versicherungen benötigt man als  Existenzgründer? Am Anfang seiner Selbständigkeit ist man in den meisten Fällen finanziell noch nicht abgesichert, da die Einnahmen sehr unregelmäßig sind.

Daher kann man sich auch noch nicht die Versicherungsbasis schaffen, die man als Selbständiger eigentlich benötigt. In dieser Phase sollten Sie sich nur die wichtigsten Versicherungen zulegen.

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HUK-Coburg Versicherungsgruppe: Vorstellung der Versicherungsangebote

Die HUK-Coburg Versicherungsgruppe gibt es seit dem Jahr 1933, als sie als “Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter e.V., Sitz Erfurt” gegründet wurde. 1950 erfolgte die Sitzverlegung nach Coburg, 1968 wurde die HUK-Coburg-Leben, 1987 die HUK-Coburg-Krankenversicherung gegründet, 1993 zählt die HUK-Coburg-Versicherungsgruppe mehr als fünf Millionen Mitglieder.

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Berufsunfähigkeitsversicherung mit Rentenversicherung: Wie sinnvoll ist das?

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen will, der kann sich auch für eine Kombiversicherung von Berufsunfähigkeit und Rente entscheiden.

In dieser „doppelten“ Versicherung ist die private Rentenversicherung die Hauptversicherung und die Berufsunfähigkeitsversicherung die Zusatzversicherung.

Aus diesem Grund gibt es für diese Versicherungsmöglichkeit die Bezeichnung Berufsunfähigkeitszusatzversicherung oder als Abkürzung BUZ.

Außer einer privaten Rentenversicherung lässt sich die BUZ auch mit einer Riester-Rente, einer Rürup-Rente oder einer fondsgebundenen Rentenversicherung kombinieren.

Oder auch mit einer Risiko- oder Kapitallebensversicherung bzw. Unfallversicherung.

Vorteile und Nachteile der Berufsunfähigkeitsversicherung mit Rentenversicherung

Doch was bringt diese Kombiversicherung? Viele Experten sehen dieses Versicherungspaket aus Berufsunfähigkeitsversicherung und privater Rentenversicherung eher skeptisch. Denn um dem Versicherungsnehmer nicht allzu hohe Versicherungsbeiträge abzuverlangen, setzen die Versicherungsgesellschaften die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente oft zu niedrig an.

Damit können im Ernstfall – sollte wirklich eine Arbeitsunfähigkeit des Versicherungsnehmers eintreten – kaum die Lebenshaltungskosten abgedeckt werden. Somit wird das eigentliche Ziel, nämlich dem Versicherungsnehmer einen ausreichenden finanziellen Schutz bei Berufsunfähigkeit zu bieten, verfehlt.

Eine andere negative Variante der Kombiversicherung kann sein, dass die Altersrente nicht entsprechend hoch genug ausfällt. Was bei dieser Versicherungskombi ungünstig ist, ist das „Zusammentreffen“ von Sparen und Versicherungsschutz. Bei der einen Versicherung wird Kapital für die Altersvorsorge aufgebaut und bei der anderen Versicherung wird man gegen das Risiko der Berufsunfähigkeit abgesichert.

Besser zwei separate Versicherungen abschließen

Daher empfehlen Experten, solch zwei unterschiedlich ausgerichtete Versicherungsziele nicht miteinander zu kombinieren, weil die Versicherungspolicen meist kein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen können oder schlechtere Bedingungen bieten, als wenn man beide Versicherungen getrennt abschließen würde.

Was kann noch passieren? Melden Sie sich als Selbständiger oder Freiberufler irgendwann arbeitslos und Ihr Einkommen reicht nicht mehr aus, um die Versicherungsbeiträge zu zahlen, muss der Versicherungsvertrag komplett gekündigt werden. D. h. Sie können nicht entscheiden, beispielsweise die Berufsunfähigkeitsversicherung weiterzuführen und die Rentenversicherung für eine gewisse Zeit beitragsfrei zu stellen. Kündigen Sie die Kombiversicherung, verlieren Sie dann auch den BU-Schutz.

Bei zwei separaten Versicherungspolicen haben Sie dagegen die Möglichkeit, die Beitragszahlungen für die private Rentenversicherung (vorübergehend) einzustellen und die Berufsunfähigkeitsversicherung weiterzuführen. Somit verlieren Sie hier nicht den wichtigen Versicherungsschutz.

Ausführlicher BU-Test von Stiftung Warentest

Auch Stiftung Warentest und Finanztest bewerten die Kombiversicherung aus BU und Rente als nicht empfehlenswert. Da es sich bei beiden Versicherungsarten um sehr komplexe Versicherungsprodukte handelt, könne der Versicherungsnehmer gar nicht die ganzen Details und Bedingungen der einzelnen Versicherungen überblicken und auch richtig einordnen.

Wer an dem ausführlichen Test der Berufsunfähigkeitsversicherungen in Deutschland von Stiftung Warentest interessiert ist, der sollte sich die kostenpflichtigen Ergebnisse von deren Website für 1,50 Euro herunterladen. Insgesamt 52 BU-Anbieter wurden überprüft und ausgewertet.

(Bildquelle oben: © Doc RaBe #34221481/Fotolia.com)

Rürup-Rente: Vor- und Nachteile

Wer als Selbständiger etwas für seine private Altersvorsorge tun möchte, kann nicht wie Arbeitnehmer/innen einen Riester-Vertrag abschließen, sondern hat als Alternative u. a. die Rürup-Rente, die ebenfalls staatlich gefördert wird.

Die Beiträge für die Rürup-Rente können monatlich, jährlich oder als Einmalbetrag gezahlt werden. Weitere grundlegende Informationen zur Rürup-Rente finden Sie unter Die Rürup-Rente.

Was die Rürup-Rente noch auszeichnet, ist, dass man sie als konventionelle oder fondgebundene Rentenversicherung als auch als Fondssparplan anlegen kann. Dennoch raten Finanzexperten davon ab, in Fonds zu investieren. Der Grund: Es fallen dabei Kosten für den Fonds selbst und auch Kosten für die Versicherung an. Generell sollte man sich eher für eine konventionelle Rentenversicherung entscheiden.

Aber auch in diesem Fall sollte man ein Auge auf die anfallenden Kosten haben, denn in den ersten Jahren werden mit den regelmäßigen Einzahlungen oft nur die recht hohen Vertragskosten gedeckt, sodass viele Versicherungsexperten die Rürup-Rente als teuer einstufen.

Daher ist ein Einholen verschiedener Angebote vor Vertragsabschluss zu empfehlen.

Wenn Sie einen Rürup-Rentenvertrag abschließen wollen, sollten Sie ebenfalls darüber nachdenken, ob Sie einen Vertrag mit oder ohne  Beitragsgarantie möchten. Mit einer Garantie sind Ihnen zumindest die Einzahlungen sicher. Ohne Garantie steigen zwar die Ertragsaussichten, genauso aber auch die Verlustrisiken.

Experten raten weiterhin davon ab, die Rürup-Rente mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu verbinden. Sollten Sie mal wegen eines finanziellen Engpasses keine Beiträge zahlen können, werden die Zahlungen für beide Versicherungen eingestellt, also auch für die BU, sodass der Schutz vor Berufsunfähigkeit verloren geht. Ein individuelles Aushandeln der Zahlungseinstellungen für eine bestimmte Versicherung funktioniert leider nicht.

Ein weiterer Nachteil der Rürup-Rente: Man kann sie nicht kündigen und auch nicht vererben.  Nur selten ist ein Wechsel des Vertragsanbieters möglich. Falls Sie vor der Auszahlung sterben, erhalten der/die Partner/in oder die Kinder nur eine Auszahlung, falls dies vorher im Vertrag festgelegt wurde.

Für diese Regelung ist allerdings der Gesetzgeber verantwortlich, der eine Zertifizierung der Basisrentenverträge seit 2010 verlangt. Und zu einer solchen Zertifizierung gehört auch, dass das eingezahlte Kapital nicht vererbt, beliehen oder verkauft werden darf.

Ein Vorteil der Rürup-Rente: Sie ist vor Hartz IV sicher. Sollten Sie mal arbeitslos werden, sind Sie nicht dazu verpflichtet, das angesparte Kapital aufzubrauchen. Außerdem ist das Geld vor Pfändung geschützt, bis zu einem je nach dem Alter des Einzahlenden gestaffelten Höchstbetrag.

» Hier geht es zum Online-Anfrageformular für die Rürup-Rente.

(Bildquelle Artikelanfang: #17195833 © mopsgrafik/Fotolia.com)

Altersvorsorgepflicht für junge Selbstständige wird immer wahrscheinlicher

Die  Bundesarbeitsministerin von der Leyen sieht vor, dass ab dem nächsten Jahr, also ab 2013, Selbständige dazu verpflichtet werden sollen, eine private Altersvorsorge abzuschließen.

Für welche Vorsorge man sich letztendlich entscheidet, bleibt dem einzelnen überlassen. Als Alternativen stehen Lebensversicherung, private oder gesetzliche Rentenversicherung als auch die Rürup-Rente zur Auswahl. In einem früheren Artikel zur Altersvorsorgepflicht für Selbständige und Existenzgründer habe ich diese Optionen schon erwähnt.

Wer als Selbständiger bis dahin keinen Abschluss, entweder als Lebensversicherung oder als private Rentenversicherung bzw. Rürup-Rente vorweisen kann, der soll in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert werden.

Diese neue Regelung wird wahrscheinlich für alle selbständig Tätigen gelten, die bei Gesetzeseinführung jünger als 30 Jahre sind oder erst in diesem Alter in die Selbständigkeit eintreten.

Für ältere Selbständige (zwischen 30 bis 50 Jahren) sollen nur abgeschwächte Regeln eintreten. Selbständige über 50 Jahren werden in die neue Altersvorsorgepflicht nicht einbezogen. Genauso werden auch Selbständige, die weniger als 400 Euro monatlich verdienen , nicht in diese neue Regelung mit aufgenommen.

Dieses neue Gesetz wird wegen der sehr großen Gefahr der Altersarmut von der Regierung angestrebt, denn schließlich ist man als Selbständiger nicht verpflichtet, für das Rentenalter finanziell vorzusorgen.

Wichtig zu erwähnen ist auch noch, dass die neue Vorsorgepflicht mit Übergangsfristen sowie Ausnahmenregelungen kommen wird: Freiberufler wie Architekten, Ärzte oder Anwälte, die über ihre berufsständischen Versorgungswerke abgesichert sind sowie Mitglieder der Künstlersozialkasse sind von den neuen Regeln nicht betroffen.

Von der Zusatzrente für Selbständige wird von der Regierung erwartet, dass sie über der Grundsicherung im Alter liegt, die augenblicklich ungefähr 700 Euro monatlich ausmacht.

Wer auf diese Rentenhöhe kommen will, muss mit 45 Jahren Beitragszahlungen von 250 bis 300 Euro monatlich rechnen. 100 Euro zusätzlich sollten noch für eine Erwerbsminderungsrente eingeplant werden.

(Bildquelle Artikelanfang: © Rido #40254095/Fotolia.com)

Tipps zur sozialen Absicherung für Existenzgründer und Selbständige

Wer sich selbständig macht und damit gerade am Anfang der Existenzgründung steht, muss bei seiner privaten und beruflichen Absicherung erst einmal Kompromisse machen. D. h. man schließt zuerst die wichtigsten Versicherungen ab und die weniger wichtigen kommen mit der Zeit dazu, wenn sich die finanzielle Situation stabilisiert hat.

Allerdings sollten Sie mit den weiteren Versicherungen nicht allzu lange warten, damit für Sie keine Nachteile entstehen, wie beispielsweise bei der privaten Rentenversicherung. Je älter Sie sind, desto höhere Beiträge müssen Sie zahlen, um am Ende eine attraktive Rente zu erhalten.

Außerdem gibt es Pflichtversicherungen wie beispielsweise die Krankenversicherung, die jeder – auch Existenzgründer – haben muss. Viele junge Selbständige informieren sich zuerst auf den unterschiedlichsten Websites, welche Versicherungen sie benötigen und welche sinnvoll sind und verlieren schnell mal den Überblick in den ganzen Versicherungstipps und -empfehlungen, sodass oft gar nichts mehr hinsichtlich des Versicherungsschutzes getan wird.

Am besten gehen Sie an die ganze Sache systematisch heran. Krankenversichert müssen Sie und auch Ihre Familienmitglieder sein, so sind Sie in diesem Bereich schon mal grundlegend abgesichert. Dann sollten Sie allerdings Schwerpunkte setzen.

Schwerpunkte setzen: Die weiteren wichtigen Versicherungen sind eine private Haftpflichtversicherung, die meistens sehr günstige Tarife hat, eine private Rentenversicherung für die finanzielle Absicherung im Alter und eine Berufsunfähigkeitsversicherung, falls Sie irgendwann nicht mehr arbeitsfähig sein sollten. Überlegen Sie, welche Risiken bei Ihnen besonders groß sind, gegen die Sie sich absichern sollten.

Verschiedene Angebote vergleichen: Versicherungen unterscheiden sich bei Leistungen, Bedingungen und Tarifen. Daher sollten Sie nicht gleich die erstbeste Versicherung abschließen, sondern mehrere Angebote einholen und vergleichen. Das ist zwar zeitaufwändig, aber letztendlich kann der Vergleich Ihnen viel Geld sparen.

Welche Leistungen sind für Sie wichtig, welche weniger? Nicht benötigte Leistungen sollten Sie auch nicht mit in die Versicherungspolice aufnehmen, denn das schlägt sich auf die Versicherungspreise nieder.

Beratung suchen: Gerade „große“ Versicherungen wie die private Rentenversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung sollte man nicht spontan abschließen. Lassen Sie sich nach den ersten Angeboten besser von einem unabhängigen Versicherungsmakler beraten, damit Sie das bestmögliche für sich aus den Versicherungen und Versicherungsleistungen herausholen.

PKV oder GKV: Sind Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert, dann sollten Sie nicht gleich in der ersten Phase der Selbständigkeit einen Wechsel in die PKV planen, es sei denn, Sie verdienen wirklich sehr gut und die Einnahmen sind stabil. Auch wenn die PKV mit günstigen Einsteigertarifen locken, so günstig bleiben sie meistens nicht und ein Wechsel in die GKV ist dann kaum mehr möglich.

Gesetzliche Rentenversicherung: Auch hier sollten Sie vorher abwägen, ob Sie weiter in die gesetzliche Rentenversicherung als Selbständiger einzahlen wollen oder nicht. Waren Sie viele Jahre als Angestellte/r tätig und haben damit schon einige Zeit Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt, dann sollten Sie sich mit dem Rententräger in Verbindung setzen und auch deren Argumente in Ihre Entscheidung mit einbeziehen. Denn verlassen Sie die gesetzliche Rentenversicherung, können Sie Ihre erworbenen Anwartschaften verlieren.

Lange Vertragslaufzeiten vermeiden: Lange Vertragslaufzeiten sollten Sie möglichst umgehen. Außer bei der Lebens- und BU-Versicherung, die natürlich lange Laufzeiten haben, sollten die anderen Versicherungen nur eine Laufzeit von einem Jahr haben. Denn entdecken Sie irgendwann ein günstigeres Versicherungsangebot, dann haben Sie bei langen Laufzeiten keine Chance, die Versicherung zu wechseln.

Auf korrekte Antragstellung achten: Wenn Sie den Vertrag ausfüllen, achten Sie darauf, alle Felder auszufüllen. Fehlende Angaben können sich zu Ihrem Nachteil entwickeln. Sie müssen für alle fehlenden oder falschen Angaben selbst haften. Außerdem kann bei Unwahrheit die Versicherungsleistung ausfallen.

(Bildquelle Artikelanfang: © detailblick #15588238/Fotolia.com)

Kurznews: Steueränderungen bei den privaten Renten- und Lebensversicherungen ab 2012

Ab dem nächsten Jahr gibt es bei den privaten Lebens- und Rentenversicherungspolicen für den Versicherungsnehmer nachteilige Änderungen, was die Besteuerung angeht.

Wer jetzt noch eine private Lebens- oder Rentenversicherung mit mindestens zwölf Jahren Vertragslaufzeit abschließt, der profitiert ab seinem 60. Lebensjahr von Steuervergünstigungen. Wer sich dann für eine Kapitalauszahlung entschließt, der muss die eine Hälfte seines Versicherungsertrages versteuern, die andere Hälfte nicht.

Ab dem Jahr 2012 geht dies nicht mehr, denn dann wird die Kapitalauszahlung vollständig versteuert. Erst im Alter von 62 Jahren erhalten Sie Steuervergünstigungen.

Darüber hinaus kann bei Riester- und Rüruprente der Auszahlungsbeginn mit 60 Jahren starten, wenn diese Versicherungen in diesem Jahr abgeschlossen werden.

(Bildquelle Artikelanfang: #54042442 © drubig-photo/Fotolia.com)

Welche privaten Versicherungen sind für Künstler wichtig?

Zu den Selbständigen gehören auch künstlerisch schaffende Menschen sowie Publizisten.

Für diesen Personenkreis gibt es gerade was die Kranken- und Rentenversicherung angeht, eine besondere Absicherung, die sogenannte Künstlersozialversicherung.

Diese ist für Künstler und Publizisten Pflicht, das heißt, sie müssen sich dort krankenversichern.

Künstlersozialversicherung – die „soziale Absicherung“ der Künstler

Durch die Künstlersozialversicherung sind Künstler wie Arbeitnehmer abgesichert, mit einer kleinen Ausnahme: Sie können keine Leistungen der Arbeitslosenversicherung und der Unfallversicherung beanspruchen.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, sich privat krankenversichern zu lassen, und zwar unter der Bedingung, dass man zu den Besserverdienenden zählt oder Berufsanfänger ist.

Weitere wichtige Versicherungen, die man als selbständiger Künstler oder Publizist benötigt, werden im folgenden Beitrag aufgeführt.

Gerade am Anfang seiner künstlerischen Tätigkeit ist es mit Sicherheit schwierig, viel Geld in weitere Versicherungen zu stecken. Daher sollte man sich genau überlegen, welche Prioritäten man setzen sollte.

Private Haftpflichtversicherung

Empfehlenswert – und nicht nur für Künstler – ist eine private Haftpflichtversicherung. Mit dieser Versicherung decken Sie nicht nur Schäden, die von Ihnen privat verursacht wurden, ab, sondern auch von Ihren Familienmitgliedern. Ihre Haftungsrisiken als Künstler können Sie damit allerdings nicht abdecken, dafür benötigen Sie eine betriebliche Haftpflichtversicherung.

Private Rentenversicherung

Wenn Sie über die Künstlersozialversicherung versichert sind, dann sind Sie auch automatisch rentenversichert, neben der Kranken- und Pflegeversicherung. Dennoch sollten Sie sich im Laufe Ihrer Selbständigkeit auch Gedanken über eine private Rentenversicherung machen, um mehr Rente im Alter zu bekommen.

Lebensversicherung

Eine Lebensversicherung für Sie als Künstler ist mit Sicherheit nicht eine der wichtigsten Versicherungen, vor allem wenn Sie alleinstehend sind. Wer aber eine Familie zu versorgen hat, der sollte zumindest eine Risiko-Lebensversicherung abschließen, die den festgelegten Versicherungsbetrag im Falle Ihres Todes an Ihre Hinterbliebenen auszahlt und diese damit finanziell (wenigstens für einen bestimmten Zeitraum) abgesichert sind.

Unfallversicherung

Da Sie als Künstler über die Künstlersozialversicherung nicht unfallversichert ist, sollten Sie sich privat unfallversichern. Denn schließlich passieren die meisten Unfälle nicht während der Arbeitszeit, sondern zuhause, beim Sport oder in der Freizeit.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Und auch Künstler sollten daran denken, dass sie arbeits- bzw. berufsunfähig werden können. Da die meisten Künstler nicht gerade eine risikoreiche Arbeit ausführen, dürfte die Einstufung von der Berufsunfähigkeitsversicherung noch ganz attraktiv sein, da das BU-Risiko nicht so hoch ist wie beispielsweise bei Dachdeckern.

(Bildquelle Artikelanfang: © SP-PIC #38758578/Fotolia.com)

Rürup-Rente: Änderungen ab 2012

Die Altersvorsorge ist für die meisten Deutschen der zentrale Begriff im Bereich der Absicherungen. Die Sparquote, für die Altersvorsorge, lag im vergangenen Jahr durchschnittliche bei etwa elf Prozent. Besonders beliebt bei den Deutschen: Die Rürup-Rente.

Durch die staatliche Förderung und eine mögliche Auszahlung bereits ab dem 60. Lebensjahr war dieses Altersvorsorgeprodukt seit jeher besonders attraktiv für die Deutschen.

Doch das soll sich nun ändern. Bei abgeschlossenen Verträgen nach dem 31. Dezember 2011 gilt als frühester Auszahlungsbeginn das 62. Lebensjahr. Wer also bereits ab dem 60. Lebensjahr Teile seiner Altersvorsorge genießen möchte, sollte schnell handeln.

Steuervorteile sichern

Mit der Rürup-Rente hat der Gesetzgeber eine Basisversorgung für alle Personen geschaffen, die nicht von der gesetzlichen Rentenversicherung erfasst werden. Entsprechend der Einordnung in die 1. Säule der Alterssicherung ist die Rürup-Rente restriktiv gehalten, was die Auszahlung des angesparten Kapitals betrifft. Dass die Rürup-Rente trotzdem angenommen wird, liegt an den steuerlichen Vorteilen.

Ein Beispiel für das Jahr 2012: Wenn ein Selbstständiger monatlich 500 Euro in seine Rürup-Rente investiert, kann er im Jahr einen Betrag von 4.440 Euro steuermindernd ansetzen, da der steuerliche Sonderausgabenabzug ab dem Jahr 2012 bei 74 Prozent liegt. Liegt sein persönlicher Steuersatz bei 40 Prozent, ergibt sich eine Steuerersparnis in Höhe von knapp 1.776 Euro. Dies mindert den eigentlichen finanziellen Aufwand für die Altersvorsorge erheblich.

Einziger Nachteil dieser Form der Altersvorsorge: Das angesparte Kapital kann nur als monatliche Rente bezogen, und nicht als Einmalzahlung ausgezahlt werden. Die Rentenzahlungen müssen wiederum versteuert werden. Da der persönliche Steuersatz im Alter aber in der Regel niedriger ausfällt, als in der Ansparphase, lohnt sich die Rürup-Rente trotzdem.

Lassen Sie sich von einem Experten beraten.

(Bildquelle Artikelanfang: #17195833 © mopsgrafik/Fotolia.com)

Wissenswertes zur Privaten Rentenversicherung

Erwartete Rentenhöhe:
Bei einer Versicherungszeit von 30 Jahren und einer Rendite von ca. 7 Prozent (bei einer jährlichen Beitragshöhe von 1200 Euro) kann eine Frau mit knapp 860 Euro Rente im Monat rechnen, ein Mann mit ca. 960 Euro.

Empfehlenswert:
Eine teil- oder volldynamische Rentenzahlung, bei der der Versicherer anfangs eine geringere Rente auszahlt, die im Laufe der Jahre aber kontinuierlich steigt.

Von der häufig angebotenen konstanten Überschussbeteiligung ist abzuraten. Eine gleichbleibende Rente führt zu einem Einkommensverlust, wenn die Kaufkraft durch Inflation gemindert wird.

Wichtige Optionen:
Bei Vertragsbeginn muss der Kunde noch über eine Reihe weiterer Punkte entscheiden. So beispielsweise, ob er ein Kapitalwahlrecht haben will oder nicht. Kapitalwahlrecht heißt, er darf sich am Ende der Einzahlung auch noch für die Auszahlung einer einmaligen Summe statt für eine monatliche Rente entscheiden.

Weil niemand bei Vertragsbeginn weiß, ob er später nicht doch eher eine größere Summe Geldes auf einmal benötigt als eine lebenslange Rente, ist es sinnvoll, sich ein Kapitalwahlrecht zu sichern.

Sinnvoll ist auch die Vereinbarung einer Abruf- oder Aufschuboption. Im ersten Fall kann der Kunde den Rentenbeginn bis zu fünf Jahre vorverlegen, wenn er früher als zunächst geplant aufhören will zu arbeiten. Die Rente fällt dann natürlich niedriger aus. Im zweiten Fall kann er den Rentenbeginn bis zu fünf Jahre hinauszögern. Die Rente erhöht sich dadurch.

Abzuraten ist von einer Dynamisierung des Vertrags. Dabei erhöht sich der Versicherungsbeitrag Jahr für Jahr. Entsprechend steigt die spätere Rentenleistung. Doch der Kunde muss einerseits immer mehr Geld für seine private Altersvorsorge erübrigen. Andererseits sind dynamische Verträge nur schwer durchschaubar. Wie hoch die Rendite letztlich ist, lässt sich nicht mehr nachvollziehen.

Rentengarantiezeit:
Damit die jahrelange Einzahlungen für mögliche Erben nicht vollständig verloren sind, wenn ein Versicherter kurz nach Beginn seines Ruhestandes stirbt, bieten die Versicherungsgesellschaften sogenannte Rentengarantizeiten an. Üblich sind 5, 10 oder 15 Jahre.

Wenn ein Kunde nicht mehr lebt, zahlt das Unternehmen die Rente dann mindestens solange, bis die Auszahldauer diese Frist erreicht hat, an dessen Erben weiter aus. Vorteil einer vereinbarten Rentengarantiezeit ist eine minimale Absicherung auch für Angehörige. Nachteil ist, dass auch der Einschluss dieser Option die Rentenleistung für den Versicherten reduziert.

Kündigung der Versicherung:
Vor allem bei einer Kündigung in den ersten Jahren erhält der Versicherte fast nichts von seinem eingezahlten Geld zurück. Auch bei einem Ausstieg nach 10 oder 20 Jahren wird einem Kunden meistens gerade mal die vereinbarte Todesfallleistung erstattet.

Beitragsfreistellung:
Da der Versicherte bei Vertragskündigung nur einen geringen Betrag ausgezahlt bekommt, sollte er die Beitragsfreistellung wählen, wenn er die monatlichen Versicherungsbeiträge nicht mehr zahlen kann. Als Folge wird die Versicherung eingefroren. Werden später Rentenzahlungen von der Versicherung geleistet, fallen diese natürlich deutlich geringer aus. Der Versicherte kann sich bei Kapitalwahlrecht auch dafür entscheiden, dass beim Eintritt in den Rentenbezug ein einmaliger Betrag ausgezahlt wird.

Kündigung der Versicherung und Beitragsfreistellung bringen Versicherten große finanzielle Verluste.

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Welche Rentenversicherungen gibt es für Selbständige? Teil 2: Private Rentenversicherung

Nach der Rürup-Rente stelle ich heute in dem zweiten Artikel über Rentenversicherungen für Selbständige die private Rentenversicherung vor.

Sobald Sie selbständig sind, sind Sie nicht mehr verpflichtet, Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Dennoch ist es wichtig, finanzielle Vorkehrungen für seinen Ruhestand zu treffen, denn ansonsten wird man im Alter von staatlichen Leistungen abhängig und muss auf Hartz-IV-Niveau leben.

Vorteile der privaten Rentenversicherung

Eine weitere Option – neben Rürup-Rente – für Selbständige ist eine private Rentenversicherung, die vor allem denjenigen zu empfehlen ist, die großen Wert auf individuelle und flexible Vertragsleistungen legen. So können Sie zum Beispiel bestimmen, ob Sie während Ihres Ruhestands eine monatliche Rentenzahlung erhalten oder eine einmalige Auszahlung. Diese Entscheidungsfreiheit bietet die Rürup-Rente ihren Kunden nicht.

Ein weiterer Vorteil der privaten Rentenversicherung sind die verlässlichen Angaben. Sie wissen schon bei Vertragsabschluss, was Sie später an finanziellen Leistungen erwarten können. Außerdem wird Ihnen Ihre monatliche Leibrente so lange gezahlt, solange Sie leben. Der garantierte Mindestzinssatz, den Sie bekommen, liegt bei 2,5 Prozent.

Die privaten Rentenversicherer erzielen währen der Vertragslaufzeit Überschüsse, an denen Sie beteiligt werden. Oft liegt die Rendite bei drei bis vier Prozent. Des Weiteren wird die private Rente während Ihres Ruhestands nur zu 18 Prozent versteuert, ganz gleich wie hoch Ihre weiteren Einkünfte ausfallen.

Kostenlose Anfrage zur privaten Rentenversicherung und Beratungsgespräch wichtig

Zusätzlich zu einem ausführlichen Beratungsgespräch mit einem Versicherungsexperten können Sie vorab online einen Rentenversicherungsvergleich stellen, indem Sie eine kostenlose und unverbindliche Anfrage zur privaten Rentenversicherung ausfüllen.

Denn in diesem Versicherungsbereich gibt es so viele Produkte, die auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse der Versicherungsnehmer zurechtgeschnitten sind, dass Sie wirklich professionellen Rat benötigen, bevor Sie sich endgültig zu einem Versicherungsabschluss entschließen.

(Bildquelle Artikelanfang: #54042442 © drubig-photo/Fotolia.com)