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Welchen Versicherungsschutz braucht man als Existenzgründer?

Welche Versicherungen benötigt man als  Existenzgründer? Am Anfang seiner Selbständigkeit ist man in den meisten Fällen finanziell noch nicht abgesichert, da die Einnahmen sehr unregelmäßig sind.

Daher kann man sich auch noch nicht die Versicherungsbasis schaffen, die man als Selbständiger eigentlich benötigt. In dieser Phase sollten Sie sich nur die wichtigsten Versicherungen zulegen.

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In welchen Fällen zahlt die Rechtsschutzversicherung?

Auch wenn man den Gedanken an Rechtsstreitigkeiten gerne verdrängt und hofft, alles gütlich und ohne Anwalt regeln zu können, sieht die Realität doch anders aus. Irgendwann ist man doch in einen Rechtsstreit involviert, ob gewollt oder ungewollt.

Die daraus entstehenden Prozess- und Anwaltskosten können in die Tausende gehen. Aus diesem Grund ist eine Rechtsschutzversicherung eine gute Lösung, denn sie hält das finanzielle Risiko einer rechtlichen Auseinandersetzung überschaubar.

Trotzdem zahlt eine Rechtsschutzversicherung nicht in allen Streitfällen. Finanztest hat über 50 Policen unter die Lupe genommen und als Fazit festgestellt, dass es sehr viele gute Versicherungen in diesem Bereich gibt. Mittlerweile haben viele Versicherungsunternehmen ihr Angebot erweitert und bieten auch Rechtsschutz bei rechtlichen Auseinandersetzungen um Geldanlagen an.

Dennoch sollte jeder Kunde vor dem Abschluss einer Rechtsschutzversicherung genau abklären, welche Streitfälle von ihr abgedeckt werden und welche nicht.

Finanztest gibt auch noch Tipps zur Zahlungsweise der Versicherungsbeiträge: So sind jährliche Zahlungen gegenüber den monatlichen Zahlungen günstiger, weil Gebühren gespart werden. Außerdem sollte man als Versicherungsnehmer sich für einen Selbstbehalt bis zu 150 Euro entscheiden, denn dies macht die Versicherung um ca. 100 Euro pro Jahr günstiger.

Wann zahlt die Rechtsschutzversicherung?

Schadensersatz: Hier zahlt die Versicherung, wenn der Kunde Schadensersatz will, wie beispielsweise nach einem Verkehrsunfall. Allerdings muss der Anspruch berechtigt sein, ansonsten hilft die Rechtsschutzversicherung nicht. In solchen Fällen springt dann die Privathaftpflicht oder die KFZ-Haftpflichtversicherung ein.
Auch rechtliche Auseinandersetzungen um Urheberrechte sind ausgenommen.

Steuerrecht: Die meisten Policen schützen bei einem Prozess mit dem Finanzamt, u. a. wegen der Einkommensteuer. Wenn Sie gegen Ihren Steuerbescheid Einspruch einlegen, können Sie nur von relativ wenigen Rechtsschutzversicherungen Unterstützung erwarten.

Strafrecht: Hier springt die Versicherung ein, wenn dem Versicherungsnehmer ein Vergehen vorgeworfen wird oder dieser ein Bußgeld zahlen soll.

Hat der Kunde vorsätzlich eine Straftat begangen, zahlt die Versicherung nicht.

Verwaltungsrecht: Streitigkeiten mit Behörden werden von vielen Versicherungsunternehmen nicht abgesichert. Manche zahlen doch noch, allerdings erst wenn der Streit vor Gericht geht.

Verkehrsbehörde: Hier springen viele Rechtsschutzversicherungen ein, beispielsweise wenn dem Kunden der Führerschein entzogen wird. Auseinandersetzungen ums Falschparken werden allerdings von den wenigsten abgedeckt.

Familien- und Erbrecht: Hier verlangen die meisten Versicherungen eine Erstberatung beim Anwalt, bevor sie Hilfe leisten. Wer als Versicherungsunternehmen über die Erstberatung hinaus zahlt, klammert oft Streitigkeiten um Unterhalt oder Scheidung aus seinen Leistungen aus oder übernimmt nur maximal festgelegte Erstattungsbeträge.

Sozialbehörde: Klagt der Versicherungsnehmer vor Gericht für ein höheres Arbeitslosengeld oder für eine spezielle, ärztliche Behandlung, Kur usw. von seiner Krankenversicherung, ist er über den Sozialrechtsschutz abgesichert. Geld für die Anwaltskosten erhalten meist nur die Kunden mit Premiumtarifen.

Wohnungsrecht: Kunden mit Mietrechtsschutz erhalten beispielsweise Hilfe bei Auseinandersetzungen um Wohnungsreparaturen oder Kautionen. Nicht von der Versicherung abgedeckt werden Gerichtsprozesse im Baurecht, wie etwa bei Immobilienkauf,  Finanzierung von Bauland oder Architektenfehlern.

Weiteres: Bei Falschberatung von Banken beim Fondskauf gibt es nur sehr eingeschränkten Schutz, wenn überhaupt.

Bei Streit um Darlehen, um fehlerhafte Ware oder schlampig ausgeführte Arbeit von Handwerkern springt die Rechtsschutzversicherung ein, ausgenommen bei Streitigkeiten um den Bau.

Im Arbeitsrecht greift der Rechtsschutz, wenn dem Kunden gekündigt oder ein nachteiliges Zeugnis ausgestellt wurde.

» zum Online-Tarifvergleich Rechtsschutzversicherung

(Bildquelle Artikelanfang: © SP-PIC #38758578/Fotolia.com)

Rechtsschutzversicherung auch für Selbständige wichtig

Gerade als selbständig Tätiger sind rechtliche Auseinandersetzungen mit Kunden oder auch Lieferanten und Händlern keine Seltenheit.

Außerdem gibt es für Freiberufler und Selbständige wie beispielsweise Firmeninhaber eine unübersichtliche Anzahl von Gesetzen, Verboten und Verordnungen, die die wenigsten wirklich kennen. So kann es schnell zu unabsichtlichen Zuwiderhandlungen oder Missverständnissen kommen, was eine rechtliche Auseinandersetzung zur Folge haben kann.

Das heißt, Sie benötigen einen Anwalt vor Gericht. Dafür und für Gutachten von Sachverständigen müssen Sie mit hohen Geldbeträgen rechnen.

Rechtsschutzversicherung deckt oft nur einzelne Bereiche ab

Mit einer Rechtsschutzversicherung können Sie sich und Ihre Familie absichern. Was Sie genau mit einer solchen Versicherung abdecken wollen, bleibt Ihnen überlassen.

Oft beschränkt sich eine Rechtsschutzversicherung auf bestimmte Bereiche wie den Privatbereich, der allerdings für Selbständige wichtig ist. Denn dieser sichert gegen Streitigkeiten mit Händlern oder Dienstleistern ab. Allerdings können Sie als Selbständiger nicht den gewerblichen Bereich mit einer Rechtsschutzversicherung sichern, nur den privaten.

Sie können auch den Mietrechtsschutz mit in die Vertragsklausel aufnehmen, wenn Sie sich auch gegen Auseinandersetzungen mit Ihrem Vermieter oder Ihren Mietern finanziell schützen wollen wie beispielsweise gegen Kündigung bei Eigenbedarf oder gegen weitere Streitigkeiten (Mietrückstände usw.).

Ebenso gibt es auch einen Verkehrsrechtsschutz, denn auch Verkehrsunfälle können richtig ins Geld gehen, da die Gerichte den Schuldigen klären müssen, der dann den verursachten Schaden übernehmen muss.

Genau diese unterschiedlichen Bereiche finden Sie auch im Vergleichsrechner für Rechtsschutzversicherung vor.

Die Tarifauswahl umfasst folgende Optionen:

  • Privat- und Beruf-Rechtsschutzversicherung (Beruf sieht Sie hier als Arbeitnehmer, der sich gegen Streitigkeiten gegen den Arbeitgeber absichern kann)
  • Privat- und Berufs-, Eigentums- und Miet-Rechtsschutzversicherung
  • Privat- und Berufs- und Verkehrs-Rechtsschutzversicherung
  • Privat- und Berufs-, Verkehrs-, Eigentum- und Miet-Rechtsschutzversicherung
  • Verkehrs-Rechtsschutzversicherung nur für den Versicherungsnehmer (VN)
  • Verkehrs-Rechtsschutzversicherung für die Familie (für alle KFZ)
  • Vermieter- Rechtsschutzversicherung (privat)

Den Berufsrechtsschutz können Sie mit einem Häkchen im Online-Formular deaktivieren.

» Hier geht es zum Vergleichsrechner für die Rechtsschutzversicherung.

(Bildquelle Artikelanfang: © SP-PIC #38758578/Fotolia.com)

Was passiert beim Tod des Versicherungsnehmers mit dessen Policen?

Was passiert mit den Versicherungspolicen, wenn der Versicherte stirbt. Es gibt Versicherungen, die weiterlaufen, andere erlöschen automatisch, manche wiederum müssen gekündigt werden.

Private/Gesetzliche Krankenversicherung
Diese Versicherung endet, wenn der Versicherungsnehmer verstirbt. Die Beitragspflicht läuft mit Ende des letzten Versicherungsmonats ab. Sind weitere Angehörige mitversichert, dann haben diese das Recht, unter Benennung eines neuen Versicherungsnehmers in den Vertrag einzusteigen und diesen weiter zu führen.

Privathaftpflichtversicherung
Mit dem Tod des Versicherungsnehmers wird auch dieses Versicherungsverhältnis automatisch beendet. Es muss also nicht extra gekündigt werden. Wurde schon ein Jahresbeitrag gezahlt, dann wird dieser anteilsmäßig zurückerstattet, sobald die Versicherungsgesellschaft den Todesfall schriftlich bestätigt bekommen hat.

Bei einer Familienhaftpflichtversicherung bleibt die Versicherung bis zur nächsten Beitragszahlung bestehen. Wenn der noch lebende Partner den Versicherungsbetrag weiter zahlt, wird die Versicherung automatisch weitergeführt.

Rechtsschutzversicherung
Verstirbt der Versicherungsnehmer einer Rechtsschutzversicherung, so läuft der Vertrag weiter, bis das Ende des aktuellen Beitragszahlungsraumes erreicht ist. Der Erbe hat die Möglichkeit, den Vertrag zu übernehmen, indem er die Beiträge weiterzahlt. Wird der Vertrag nicht übernommen und keine weiteren Versicherungsbeiträge gezahlt, erlischt der Vertrag ohne Kündigungspflicht.

Hausratversicherung
Die Hausratversicherung geht auf die Hinterbliebenen über, falls diese den Hausrat des Verstorbenen im Zeitraum von zwei Monaten nach dessen Tod unverändert übernehmen.
Haben die Erben schon eine eigene Hausratversicherung, müssen sie die andere kündigen.
Wird der Hausrat nicht übernommen, beendet die Versicherung den Vertrag spätestens bei Wohnungsauflösung. In diesem Fall muss der Versicherer eine schriftliche Bestätigung über den Todesfall erhalten.

KFZ-Haftpflichtversicherung
Falls der Verstorbene einen Wagen hinterlässt, so besaß er zwangsläufig auch eine KFZ-Haftpflichtversicherung. Da sich die KFZ-Haftpflichtversicherung nicht nur auf eine bestimmte Person bezieht, sondern auf ein Kraftfahrzeug, besteht die Versicherung so lange, wie die Erben das Auto behalten. Dabei kann der Versicherungsbetrag ansteigen, wenn sich das versicherte Risiko erhöht. In diesem Fall der KFZ-Haftpflichtversicherung stehen den Erben kein Sonderkündigungsrecht zu. Der Vertrag kann nur gekündigt werden, wenn das Auto weiterverkauft wird.

(Bildquelle Artikelanfang: © SP-PIC #38758578/Fotolia.com)