Beiträge

Wie teuer muss eine Zahnzusatzversicherung sein?

Zahnzusatzversicherungen werden immer wichtiger, denn die gesetzlichen Krankenversicherungen übernehmen längst nicht mehr alle Kosten für Zahnbehandlungen, vor allem wenn es sich um Zahnersatz wie Kronen, Brücken oder Zahnimplantate handelt. Von den anfallenden Behandlungskosten muss man ungefähr 35 bis 50 Prozent selbst übernehmen.

So kann ein hochwertiger Zahnersatz mehrere tausend Euro kosten, wovon der Patient immer noch einen vierstelligen Betrag selbst zahlen muss.

Wer sollte sich für eine Zahnzusatzversicherung entscheiden?

Mit Sicherheit werden im fortgeschrittenen Alter die Zähne nicht besser. Wer schon in recht jungen Jahren viele reparierte Zähne in seinem Gebiss hat, kann sich ausrechnen, dass ca. 15 bis 20 Jahre später größere Sanierungen im Sinne von Zahnersatz – entweder als Prothese oder als festsitzendes Implantat – anstehen. Und die sind ziemlich teuer.

Für solche Fälle ist der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung absolut zu empfehlen. Viele zögern davor, weil sie vermuten, dass weitere unnötig hohe Versicherungskosten auf sie zukommen, wo doch schon die allgemeinen Krankenversicherungbeiträge nicht unerheblich sind.

Doch eine Zahnzusatzversicherung muss nicht teuer sein, es gibt schon Anbieter für weniger als fünf Euro Beitrag im Monat. Ein niedriger Versicherungsbeitrag heißt nicht, dass dahinter nur ein geringer Leistungsumfang steckt. Denn preiswerte Versicherungen sind nicht automatisch schlechter als teure. Eine günstige Zahnzusatzversicherung ist vor allem für Versicherungsnehmer geeignet, die über gesunde Zähne im Alter von 40 Jahren oder älter verfügen. Sie können sich mit der Zahnzusatzversicherung zahnerhaltende Maßnahmen wie professionelle Zahnreinigung oder hochwertige Versiegelungen bezahlen lassen, die von den GKV ebenfalls nicht übernommen werden.

Vor Vertragsabschluss Leistungen vergleichen

Oft unterscheiden sich die zahlreichen Anbieter in den Versicherungsbeiträgen deutlich und in den Leistungen dagegen kaum.

Daher sollte man vor einem Versicherungsabschluss genau überprüfen, wie die Leistungen und Versicherungsbeiträge der unterschiedlichen Anbieter von Zahnzusatzversicherungen sich gestalten und sich für die Zahnzusatzversicherung entscheiden, die zu einem passt, von den Leistungen wie von den Kosten.

Eine gute Entscheidungshilfe bei der Suche nach einer solchen Zusatzversicherung sind Testauswertungen von verschiedenen Verbraucherportalen wie beispielsweise der Stiftung Warentest, die im Jahr 2012 über 100 Anbieter getestet hat. Solche Ergebnisse kann man sich im Internet gegen kleines Entgelt herunterladen und nach seinen eigenen Versicherungsbedürfnissen auswerten.

Was die Versicherungskosten angeht, kann man generell festhalten, dass die von Verbraucherportalen für gut bewerteten Zahnzusatzversicherungen meist ca. 20 Euro pro Monat für Versicherungsnehmer im Alter von ca. 40 Jahren kosten.

Wichtig bei der Zahnzusatzversicherung: Man sollte sich rechtzeitig absichern (spätestens mit ca. 40 Jahren), denn man kann nicht gleich nach Vertragsabschluss Leistungen in Anspruch nehmen. Meist muss man eine Karenzzeit von ca. acht Monaten abwarten, bevor Kostenerstattungen möglich sind. Damit wollen die Versicherungen vermeiden, dass ein dringender Behandlungsbedarf des Versicherungsnehmers mit dem Versicherungsabschluss abgedeckt werden soll.

(Bildquelle Artikelanfang: © Kzenon #64541194/Fotolia.com)

Private Zusatzversicherungen – Teil 1: Zahnzusatzversicherung

Wer als Selbständiger in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichert ist, kann seine Krankenversicherungsleistungen durch private Zusatzversicherungen erweitern.

Eine beliebte Zusatzpolice ist die Zahnzusatzversicherung. Sie lohnt sich vor allem für GKV-Mitglieder, die die hohen zusätzlichen Kosten für hochwertigen Zahnersatz (Kronen, Brücken, Implantate) nicht alleine tragen wollen. Zwischen 35 und 50 Prozent müssen GKV-Versicherte bei solchen Behandlungen selbst übernehmen.

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt bei Zahnersatzbehandlungen ja immer nur einen festgelegten Beitrag, der sich über den zahnmedizinischen Befund definiert.

Die Kosten für Zahnersatzbehandlungen belaufen sich schnell in einen vierstelligen Betrag, den der Versicherte dann selbst aufbringen muss.



Unterschiedliche leistungsstarke Tarife

Wer sich wirklich für eine Zahnzusatzversicherung entscheidet, sollte sich im Voraus genau überlegen, wie viel er bei Zahnersatz selbst hinzuzahlen will oder kann.

Viele Versicherungen übernehmen nicht 100 Prozent der Kosten für Zahnersatz, sondern oft nur 80 Prozent, dagegen werden meist die vollen Kosten für Zahnbehandlungen und Zahnreinigungen erstattet.

Je leistungsstärker der Tarif ist, desto höher sind verständlicherweise die monatlich zu zahlenden Versicherungsbeiträge.

Unabhängige Experten von Stiftung Warentest haben im Jahr 2012 verschiedene Zahnzusatzversicherungen und ihre Leistungen getestet und befanden von 110 Anbietern nur 16 für sehr gut.

Wer sich für diese Auswertung interessiert, findet auf Test.de eine umfassende Ergebnisliste, die man für 2 Euro freischalten kann.

Für welche Zahnzusatzversicherung entscheiden?

Auf dem Versicherungsmarkt haben sich unterschiedliche Zahnzusatzversicherungen für verschiedene Ansprüche entwickelt. So gibt es Zahnzusatzversicherungen mit Höchstleistungen für Zahnersatz für all diejenigen, die die Absicherung gegen Zahnersatzkosten als sehr wichtig ansehen.

Man kann auch eine Zahnzusatzversicherung für Kinder abschließen. In diesen Policen liegt der Schwerpunkt auf kieferorthopädischen Behandlungen statt Zahnersatz.

Weitere Zusatzversicherungen  leisten bei professioneller Zahnreinigung, mitversichern schon fehlende Zähne oder übernehmen Behandlungskosten nach geringer Wartezeit.

Dazu sollte noch ein Hinweis erfolgen: Wer eine Zahnzusatzversicherung abschließt, kann in den allermeisten Fällen nicht gleich Anspruch auf Leistungen erheben. Für Zahnersatz beträgt die Wartezeit meist acht Monate. So lange müssen Sie in der Versicherung sein, bevor Sie Kostenerstattungen beantragen können.

Bereits begonnene Behandlungen sind generell vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Die Versicherungsgesellschaften definieren den Behandlungsbeginn als den Zeitpunkt, wenn der Arzt dem Patienten die Diagnose mitteilt.

Wichtiges zur Zahnzusatzversicherung

Frühzeitig absichern: Wenn Sie schon kurz davor sind, Zahnersatz zu bekommen, erhalten Sie nicht gleich die Kostenerstattung (s.o.). Außerdem werden in den ersten drei bis sechs Jahren der Versicherung bei Zahnersatzbehandlungen oft nur begrenzte Beträge erstattet.

Testsieger bei Stiftung Warentest: Tarif EZ+EZT von HanseMerkur – 43-jährige Frauen zahlen im Monat 19 Euro, 43-jährige Männer 18 Euro pro Monat.

Auch der Tarif von central.prodent ist mit 24 Euro für 43-jährige Frauen und 21 Euro für 43-jährige Männer sehr günstig.

Nicht übereilt die Versicherung wechseln: Steigen die Beiträge an, sollten Sie einen günstigeren Tarif Ihrer Versicherungsgesellschaft wählen.

(Bildquelle Artikelanfang: © SP-PIC #38758578/Fotolia.com)